Schönau

Erika Kratzer feiert in Schönau ihr 90. Wiegenfest

Erika Kratzer aus Bischofsheim, nunmehr bei ihrem Sohn Karlheinz in Schönau daheim, feiert am Freitag, 17. Januar, im Kreise ihrer Familie und den Familien ihrer beiden Enkeltöchter ihren 90. Geburtstag. Foto: Manfred Zirkelbach

Der Festtagsmarathon in der Familie Kratzer in Schönau geht innerhalb eines halben Jahres nun bereits in die 3. Runde. Erika Kratzer begeht am Freitag, 17. Januar, ihren 90. Geburtstag. Vor einem halben Jahr konnte sie mit Ehemann Egon das seltene Fest der Gnadenhochzeit feiern, Egon feierte vor wenigen Wochen selbst seinen 90. Geburtstag.

Die Familie mit Sohn Karlheinz und die Familien der beiden Enkeltöchter mit den drei Urenkeln werden hierzu wieder aus Berlin anreisen, um der lieben Oma ihre Aufwartung zu machen. Gefeiert wird natürlich wie gewohnt im Familienkreis, wozu auch besonders enge Freunde gehören.

Kinderjahre in Sandberg verbracht

Erika Kratzer kam in Bischofsheim am 17. Januar 1930 mit ihrem Mädchennamen "Hergenröther" zur Welt. Schon einige Wochen nach ihrer Geburt, so erzählt Erika, wurde sie zu den Großeltern nach Sandberg gebracht, wo sie ihre ersten Kinderjahre bis zur Erstkommunion verbrachte. Als junges Mädchen in der Kriegszeit einen Beruf zu erlernen, erwies sich als äußerst schwierig, sodass sie dann daheim im Haushalt mithelfen musste. Gleich nach dem Krieg lernte sie im Tanzsaal bei der „Wilma“ in Wegfurt ihren Egon kennen. Beide waren gerade mal 19 Jahre alt, als sie im Jahr 1940 vor den Traualtar traten. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor, "zwei ganz brave Buben", wie Erika entschieden feststellt. Zunächst wohnten sie in einer Dienstwohnung der Firma Hoesch am Bischofsheimer Stengerts, wo Ehemann Egon seinen Arbeitsplatz im Basaltwerk hatte. Im Jahr 1970 erwarben sie ein Haus in der Kissinger Straße mit einem großen Garten, welcher dann auch in den vielen folgenden Jahren von Erika liebevoll bewirtschaftet wurde. Als Haushaltshilfe zunächst bei der Familie Hoesch tätig, wechselte sie später in den Haushalt des Bischofsheimer Maschinenfabrikanten Schmitt, wo sie länger als 30 Jahre als der "gute Geist" der Familie galt.

Schrecklich sei es für sie und die ganze Familie gewesen, als kurz vor Weihnachten 1970 Sohn Günter bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt wurde und am 2. Weihnachtsfeiertag verstarb. Eine große Hilfe zu jener schicksalhaften Zeit sei damals der ehemalige Bürgermeister Hans Repp gewesen, welcher viel Zeit für die Familie investierte und ihnen beistand. Erika sagt dazu, sie habe dann wieder gelernt, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken, auch als sie selbst vor acht Jahren eine Beinamputation überstehen musste. Schon vor drei Jahren ist sie mit Ehemann Egon von Bischofsheim nach Schönau zu Sohn Karlheinz gezogen, welcher sie umsorgt und ihnen einen schönen Lebensabend bereitet.

Erika freut sich auf ihre Feier mit der Familie und besonders auf den Besuch von Bürgermeister Georg Seiffert und den beiden Bischofsheimer Pfarrern Manfred Endres und Reinhold Kargl.

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