BAD NEUSTADT

Erste Orte im Oktober am Netz

39 Gemeindeteile im Landkreis werden bis zum Frühjahr 2012 per Glasfaser mit einem „schnellen Internetanschluss“ versorgt. In weiteren Orten, die beim Ausbau des Glasfasernetzes zunächst nicht berücksichtigt werden, sollen die Bewohner bis zum dritten Quartal des kommenden Jahres durch LTE, also über Funktechnik, schneller im Internet surfen können. Aber es wird wohl auch Ende 2012 noch kleinere weiße Flecken, also Bereiche ohne schnelle DSL-Anbindung geben. Diese Informationen erhielten die Vertreter der Gemeinden bei der Kreisversammlung des bayerischen Gemeindetags jetzt im Bad Neustädter Landratsamt. Dazu gab es die lange erwartete Liste, wann welcher Gemeindeteil „ans Netz geht“ (siehe nebenstehenden Kasten).

Dass gleich mehrere Mitarbeiter der Telekom dem Gremium dabei den aktuellen Ausbaustand und die weiteren Planungen vorstellten, den Bürgermeistern Rede und Antwort standen und dabei nicht nur Lob zu hören bekamen, lag nicht zuletzt an einer juristisch und technisch reichlich komplizierten Materie.

Wie Birgit Erb, die Kreisvorsitzende des Gemeindetags und Oberelsbacher Bürgermeisterin, nach der Sitzung erläuterte, habe die ursprüngliche Planung den Ausbau des Breitbandnetzes zum Ende 2011 vorgesehen. Dass es nun erneut zu einer viermonatigen Verzögerung gekommen ist, sei kein Verschulden der Gemeinden oder von Telekom. Man habe die Entscheidung des Oberlandgerichts München in dem Verfahren über die Rechtmäßigkeit der Auftragsvergabe an die Telekom abwarten müssen.

Nach dem Urteil seien die Arbeiten mit Volldampf vorangetrieben worden, erklärte Klaus Markert, Leiter Montage und Betrieb bei Telekom in Schweinfurt. Derzeit seien rund 30 Mitarbeiter der Firmen WeigandBau (Bad Königshofen), OFM Communications (Burgkunstadt) und Rhön-Montage (Frammersbach) mit den Arbeiten im Landkreis beschäftigt.

Wie weit die Arbeiten vorangekommen sind, stellte sein Bad Neustädter Kollege Thomas Dietz vor. Demnach seinen in jetzt drei Monaten Bauzeit rund die Hälfte der Bauleistungen geschafft. Zum Beispiel seien von 63 Verteilern schon 60 aufgestellt, von 111 Kilometern Mikrokabel seien 47 Kilometer eingeblasen und auch größere Teile der Tiefbauarbeiten erledigt. Bereits im Oktober könnten die ersten Gemeindeteile ans Netz gehen.

In weiteren drei Monaten, so Dietz, könnten die Arbeiten abgeschlossen sein. Allerdings nur theoretisch, wie er betonte und gleich eine ganze Liste von möglichen Gründen für Terminverzögerungen anfügte. Eine entscheidende Rolle spielt demnach das Wetter. Ein vorzeitiger Wintereinbruch könnte die Arbeiten erheblich erschweren. Ein weiteres Problem ist schon eingetreten. Wegen der aktuell enormen Nachfrage komme es bei der Lieferung von technischen Systemkomponenten zu Verzögerungen, was Verschiebungen von etwa vier Wochen wahrscheinlich mache, wie Dietz informierte.

Wegen dieser Unwägbarkeiten sei die Auflistung mit den Breitbandanbindungen der Ortsteile sehr vorsichtig zusammengestellt worden, die Arbeiten könnten durchaus auch früher abgeschlossen sein, so Klaus Markert.

Wann welche Gemeindeteile genau angeschlossen werden und was Interessierte unternehmen müssen, um die neuen Angebote zu nutzen, darüber will die Telekom jeweils im Einzelfall im Vorfeld informieren.

Wer kommt wann ans schnelle Netz?

So sehen die Planungen für die Breitbandanbindungen aus, die von Telekom-Vertretern dem Gemeindetag vorgestellt wurden:

Bis Ende Oktober werden angeschlossen: Bahra, Reyersbach, Stockheim, Bastheim, Eichenhausen, Oberstreu.

Bis Ende November: Langenleiten, Schmalwasser, Wegfurt, Roth, Sondheim, Stetten, Wollbach.

Bis Ende Dezember: Großbardorf, Herbstadt, Mühlfeld, Eyershausen, Herschfeld, Urspringen, Weisbach.

Bis Ende Januar: Rödelmaier, Niederlauer, Ginolfs, Oberweißenbrunn, Salz.

Bis Ende Februar: Hohenroth, Windshausen, Leutershausen, Großeibstadt, Heustreu, Hollstadt, Leinach.

Bis Ende März: Obereßfeld, Untereßfeld, Sulzfeld, Kleinbardorf, Strahlungen, Unterebersbach, Kleineibstadt.

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