Bad Königshofen

Evangelische Kirchengemeinde: Fragen an die Gäste statt Jahresrückblick

Pfarrer Lutz Mertten und Kirchenvorstand Jörg Kögel beim Sortieren der einzelnen Zettelchen. Foto: Hanns Friedrich

Nicht den obligatorischen Jahresrückblick per Power-Point gab es beim schon traditionellen Empfang der evangelischen Kirchengemeinde Bad Königshofen, sondern die Gäste bekamen kleine Fragebögen. "Wir sind bewusst einmal einen neuen Weg gegangen", sagt das Pfarrerehepaar Tina und Lutz Mertten. Natürlich sei es interessant, noch einmal das vergangenen Jahr Revue passieren zu lassen, doch diesmal wollte man die Gäste selbst mit einbeziehen. "Wir könnten doch einfach mal fragen, was jedem einzelnen im vergangenen Jahr gut gefallen hat, was in Erinnerung geblieben ist." In seiner Begrüßung sprach Pfarrer Mertten das Gemeindefest ebenso an wie festliche und fröhliche Gottesdienste: Fastenpredigten, Gethsemanenacht, Nacht der offenen Kirchen, Kinderbibeltag oder die ökumenischen Sternsinger.

Pfarrer Mertten erwähnte 20 Taufen, sechs Kirchenein- und 19 Austritte. Abschied nehmen musste die Kirchengemeinde von Erika Idriss und Walter Fiederling. "Zwei ganz Große aus unserer Gemeinde." Er teilte zudem mit, dass ab diesem Jahr der Gemeindebrief nicht mehr in den Briefkästen liegt, sondern in der Kirche. Zudem ist er auf der Homepage nachzulesen. Sein Dank galt den Gemeindebrief-Austrägern, die ein Präsent als Dankeschön für die jahrelange ehrenamtliche Arbeit erhielten.

Viele Pfarrstellen werden nicht mehr besetzt

Angesprochen hat Lutz Mertten die Zukunft der Kirche. Die Rede sei davon, "dass 2060 die Kirchengemeinden nur noch die Hälfte ihrer Mitglieder haben, viele Pfarrstellen nicht mehr besetzt sind, manche werde es vielleicht gar nicht mehr geben". Neue Möglichkeiten müssten gesucht werden, wie Christen aller Konfessionen noch mehr als bisher miteinander leben. Dazu gelte es, Grenzen abzubauen. "Konfessionelle Grabenkämpfe werden wir uns schon bald nicht mehr leisten können, aber da sind wir hier in Bad Königshofen wirklich gut vorbereitet." Damit könne man zuversichtlich in die Zukunft gehen. Wichtig sei es, die Gemeinden stark zu machen. Wobei man nicht auf die großen Dinge, die so leicht ins Auge springen, achten sollte, sondern auf das Kleine, das oft im Verborgenen geschieht. "Das sind Erlebnisse, kleine Zeichen und Begegnungen in unserer Kirchengemeinde."

Genau diese wurden auf den ausgelegten Zettelchen erwähnt. Eindrücke vom Osterfrühstück wurden ebenso genannt wie das Gemeindefest, viele kleine Begegnungen, die Frühschicht in der Passionszeit oder auch die Gemeinschaft mit anderen Christen. Die Ökumene in Bad Königshofen sei vorbildlich, die Freundlichkeit der Pfarrer lobenswert. Genannt wurden die anspruchsvollen Predigten, spontane Einlagen bei den Gottesdiensten oder auch das Osterfeuer.

Wertvolle Hilfe für die Kirchengemeinde

Der Pfarrer erwähnte diejenigen, die sich bei den Gottesdienst mit einbringen und diesen gestalten, zum Beispiel wenn das Pfarrerehepaar nicht zur Verfügung steht. "Das ist eine wertvolle Hilfe für unsere Kirchengemeinde." Sein Dank galt der Mesnerin, den Verantwortlichen des Handarbeitskreises und dem neuen Team, das an Heilig Abend die Kinderkirche gestaltete. Angekündigt hat Pfarrer Mertten einen "Krimi-Gottesdienst", den Liebesperlen-Gottesdienst und ökumenische Gottesdienste. Ein Dank galt letztendlich auch dem Kirchenchor für die besondere festliche Gestaltung so mancher Gottesdienste.

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