Roßrieth

Feuerwehr Roßrieth: Spritzengaudi zum 125. Geburtstag

Die Lokalmatadoren: Roßrieth belegte den 1. Platz, zeigte sich aber als fairer Gastgeber und spielte außerhalb der Konkurrenz.
Die Lokalmatadoren: Roßrieth belegte den 1. Platz, zeigte sich aber als fairer Gastgeber und spielte außerhalb der Konkurrenz. Foto: Brigitte Gbureck

Einen besonderen Grund zum Feiern hatte Roßrieth am vergangenen Wochenende: die Feuerwehr des kleinen Dörfchens wurde 125 Jahre alt. Gegründet wurde sie 1894. Nachfragen zur Geschichte der Wehr waren allerdings nicht von Erfolg beschieden. Der örtliche Kommandant und Vorsitzende des Vereins Franz Flögel ist erst seit 2009 im Amt und eine Chronik war offensichtlich auch nicht vorhanden. Und wie meinte ein Roßriether launig: „Es gibt kein Gründungsmitglied mehr“, das vielleicht etwas hätte wissen können.

Wettbewerb mit historischer Spritze

Nichtsdestotrotz begann der Samstagnachmittag vor einer größeren Zuschauerkulisse mit einer rechten Gaudi. Dazu war vor dem Feuerwehrhaus die alte Feuerwehrspritze aufgebaut, die aus den Jahren zwischen 1904 und 1925 stammen soll. Blankgeputzt stand sie da und wartete darauf, dass neun Teams á drei Mann gegeneinander in den Wettbewerb traten. Schlauch ankuppeln, Spritze per Eimer mit Wasser füllen, Pumpen, mit dem Strahlrohr fünf Flaschen auf einer Bank umspritzen und das Ganze auf Zeit, so lautete die Vorgabe. Kommandant Franz Flögel übernahm dabei die Moderation.

Obwohl nur auf dem vorletzten Platz gelandet, hatte Mellrichstadt 1 sichtlich großen Spaß mit seiner Führung Steffen Rückert (links) und Timo Kolano, die so lange pumpten, bis Katharina Hanke mit der Spritze fünf Flaschen umspritzte.
Obwohl nur auf dem vorletzten Platz gelandet, hatte Mellrichstadt 1 sichtlich großen Spaß mit seiner Führung Steffen Rückert (links) und Timo Kolano, die so lange pumpten, bis Katharina Hanke mit der Spritze fünf Flaschen umspritzte. Foto: Brigitte Gbureck

Nachdem die Gruppe Mellrichstadt 2 vorgelegt hatte, ging Mellrichstadt 1 mit der Führungsspitze Timo Kolano und Steffen Rückert mit Wassereinfüllen und Pumpen und Katharina Hanke an der Spritze ins Rennen. „Wir müssen den Schlauch entwässern, sonst haben die nächsten den Vorteil“, das war weibliche Logik nach diesem Durchgang.

Sondheim 3 fand es gar nicht so einfach, Wasser aus der Pumpe zu bringen, schaffte es aber in 49 Sekunden. Zwischenzeitlich erschien auch Bürgermeister Eberhard Streit, dem die Stadtteilwehr am Herzen liegt, um dem Spektakel beizuwohnen. Sondheim 1 langte gleich kräftig hin und kam ordentlich ins Schwitzen. Mühlfeld war mit zwei Mannschaften vertreten und merkte, dass es ganz schön Kraft kostet, die Pumpe zu bewegen.

Wasser läuft aus der Spritze heraus

Sondheim 2 wurde von Stadtrat Frank Vetter an der Spritze vertreten. „Alles abgeguckt von den Alten“, war der Kommentar der Mellrichstädter Führung zu den Jungs von Mellrichstadt 3. „Oder gut ausgebildet“, konterten die drei. Bei der Roßriether Mannschaft spurtete deren weibliches Mitglied flink mit dem Schlauch los. Beim ersten Versuch lief das Wasser aus der Spritze, jemand hatte vergessen, den Verschluss aufzuschrauben. Dafür qualifizierten sie sich beim zweiten Anlauf mit 35:19 Sekunden für den ersten Platz.

Sie zeigten aber so viel Sportsgeist, um zu beschließen, dass sie außer Konkurrenz spielten. Dafür bekam auch der vierte Sieger, die Gruppe 2 von Sondheim (46:50 Sekunden), noch einen Preis. Zweiter Sieger wurde die 3. Gruppe von Mellrichstadt (39:28), dritter die Sondheimer Gruppe 1 (44:04). Für den ersten Platz gab es vier Maß Freibier, für den zweiten Platz drei Maß und für den dritten Platz zwei Maß. Außerdem bekam jeder Teilnehmer einen Erinnerungskrug. Weitere Plätze nahmen ein: Mühlfeld 1 (49:49), Sondheim 3 (49:87), Mühlfeld 2 (56:06), Mellrichstadt 1 (1:06:76) und Mellrichstadt 2 (1:08:99).

Den ersten Platz beim Löschwettbewerb belegte die Feuerwehr Roßrieth mit Andreas Krimm, Manuela Schomann und Thomas Drösssel (vorne). Rechts dahinter die Gruppe Mellrichstadt 3 als Zweitplatzierte und links Sondheim 3 auf dem dritten Platz und Sondheim 2 als Nachrücker, weil das Roßriether Team sportlich fair außer Konkurrenz gelaufen ist. Freudestrahlend auf dem Sitz der Kommandant und Moderator der Feuerwehr Roßrieth Franz Flögel.
Den ersten Platz beim Löschwettbewerb belegte die Feuerwehr Roßrieth mit Andreas Krimm, Manuela Schomann und Thomas Drösssel (vorne). Rechts dahinter die Gruppe Mellrichstadt 3 als Zweitplatzierte und links Sondheim 3 auf dem dritten Platz und Sondheim 2 als Nachrücker, weil das Roßriether Team sportlich fair außer Konkurrenz gelaufen ist. Freudestrahlend auf dem Sitz der Kommandant und Moderator der Feuerwehr Roßrieth Franz Flögel. Foto: Brigitte Gbureck

Anschließend ging es in den Festbetrieb im Garten am Feuerwehrhaus über. Am Abend war dann ausgelassenes Treiben bei Live-Musik mit der Band „No Limits“ im Festzelt. An gleicher Stelle fand am Sonntagmorgen der Gottesdienst statt. Am Nachmittag klang das Fest aus.

Sondheim 2 pumpte kräftig, während Frank Vetter am anderen Ende die Spritze in der Hand hielt. Schließlich wurden sie mit dem vierten Platz belohnt.
Sondheim 2 pumpte kräftig, während Frank Vetter am anderen Ende die Spritze in der Hand hielt. Schließlich wurden sie mit dem vierten Platz belohnt. Foto: Brigitte Gbureck
Das gute Stück: die historische Feuerwehrspritze aus der Zeit zwischen 1904 und 1925.
Das gute Stück: die historische Feuerwehrspritze aus der Zeit zwischen 1904 und 1925. Foto: Brigitte Gbureck

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