Fladungen

Fladungen: Der Abschied fällt Conny Schmuck schwer

Conny Schmuck, der Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Fladungen, geht Ende April in den Ruhestand.
Conny Schmuck, der Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Fladungen, geht Ende April in den Ruhestand. Foto: Marion Eckert

"Der Abschied fällt mir doch schwerer als ich gedacht habe. Das hätte ich nicht für möglich gehalten." Conny Schmuck war elf Jahre Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Fladungen. Nun heißt es für ihn Abschied nehmen. Er wird zum 1. Mai in Pension gehen. Auch wenn er schon viele Pläne für den neuen Lebensabschnitt hat, ist es doch ein Einschnitt  nach einem langen Berufsleben.

"Ich war gerne Geschäftsstellenleiter in der Verwaltungsgemeinschaft. Die Aufgabe hat mir viel Freude gemacht", blickt er auf seine Zeit in Fladungen zurück. Aber auch viele Herausforderungen galt es in den Jahren zu meistern. Zur Verwaltungsgemeinschaft gehören die Stadt Fladungen sowie die Gemeinden Nordheim und Hausen. Drei Kommunen mit völlig unterschiedlichen Strukturen, finanziellen Ausstattungen und Menschen. So war die Tätigkeit als Geschäftsstellenleiter auch immer eine Tätigkeit, die Fingerspitzengefühl und Kommunikationsgeschick erforderte.

Viele Projekte wurden umgesetzt

Viele Projekte wurden in den vergangenen Jahren in den Mitgliedsgemeinden umgesetzt. Die Sanierung des Fladunger Rathauses, die Sanierung der Schule und der Mehrzweckhalle in Leubach. In Nordheim wurde das Rathaus renoviert und die Kanal- und Straßensanierung war zu bewältigen, wie Schmuck mitteilt. In Hausen war die Sanierung des Weihers ein großes Thema und in Roth die Sanierung der Hauptstraße. Dies seien nur exemplarisch einige Projekte. "Es wurden in allen drei Gemeinden viele Maßnahmen umgesetzt." Auch die Gründung der Streutalallianz fiel in die Dienstzeit von Conny Schmuck. "Es ist schwierig, ein Highlight zu nennen. Jeden Tag war immer wahnsinnig viel los."

Als Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft war Conny Schmuck der direkte Ansprechpartner für die Bürgermeister. Herrschte Einigkeit, war dies kein Problem, doch es ist kein Geheimnis, dass es durchaus auch Probleme gab. Schmuck erinnert an die Diskussion um den Wechsel des Rewe-Marktes von Fladungen nach Nordheim. Als Verwaltungschef habe er die Aufgabe, für alle Mitgliedsgemeinden da zu sein sowie neutral und sachlich zu agieren, und so habe er durchaus auch als Schlichter auftreten müssen.

Zusammenarbeit ist sehr wichtig

Wichtig sei auch die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Stadt- und Gemeinderäten. In den drei Gremien herrsche jeweils eine völlig andere Atmosphäre und es gelte, mit ganz unterschiedlichen Charakteren umzugehen.

Eine große Herausforderung sei in all den Jahren auch die personelle Situation in der Verwaltungsgemeinschaft gewesen. Vergleichsweise kleine Kommunen und Verwaltungsgemeinschaften haben jahrelang nicht ausgebildet, und auch der Freistaat Bayern habe auf der Bremse gestanden. Die Verwaltungsgemeinschaft Fladungen habe schon früh ihre eigene Lösung gefunden, gut ausgebildete Quereinsteiger eingestellt und mit Lehrgängen für den öffentlichen Dienst qualifiziert. Natürlich bilde die Verwaltungsgemeinschaft auch selbst auf verschiedenen Dienstebenen aus.

Zugenommen haben im Laufe der Jahre auch die Anforderungen im Bereich Digitalisierung und EDV. Allein das Thema Datenschutz und Datensicherheit habe sich rasant entwickelt.

Nachfolgerin hat schon übernommen

Seine Nachfolgerin Anke Bauer hat schon seit Weihnachten die offizielle Leitung übernommen. Sie stammt aus Walddorf bei Meiningen und ist seit 11. November in der Verwaltungsgemeinschaft tätig. Ihre Ausbildung zum gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst absolvierte sie Anfang der 1990er-Jahre in Rheinland-Pfalz.

In den ersten Wochen arbeitete sie mit Schmuck zusammen, um die Strukturen kennenzulernen. Schmuck wechselte dann ins Bauamt, um dort "Feuerwehr zu spielen" und krankheitsbedingte Ausfälle aufzufangen. Im März war er nun nur noch gelegentlich an seinem Arbeitsplatz anzutreffen. Bis zum 30. April wird er seine Resturlaub nehmen.

Eine Menge Pläne für den Ruhestand

Conny Schmuck, Jahrgang 1956, wuchs in Nordheim auf und besuchte die dortige Hauptschule. Nach einer Lehre als Elektromechaniker bei Siemens war er 12 Jahre als Fernmelder bei der Bundeswehr. Stationiert war er auf der Wasserkuppe. "Das war eine tolle Zeit", erinnert er sich gerne an diese Jahre zurück. Auf dem zweiten Bildungsweg holte er sein Abitur nach und absolvierte die Ausbildung zum gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst am Landratsamt in Bad Neustadt. Direkt nach der Ausbildung kam er zur Stadt Bischofsheim. Das war 1992. In Bischofsheim war er im Bauamt tätig. Der Wechsel nach Fladungen folgte 2009. Die Verwaltungsgemeinschaft suchte zum damaligen Zeitpunkt einen Geschäftsstellenleiter, und Conny Schmuck ergriff die Gelegenheit.

Für den Ruhestand hat er schon eine Menge Pläne. Als erstes nennt er sein großes Hobby, das Motorradfahren. Schmuck ist Tourguide und Reisen nach Rumänien, Norwegen und in die Alpen habe er in Vorbereitung. Aber auch privat möchte er Biketouren unternehmen. "Dann bin ich auch noch Ehemann und Großvater von vier Enkeln."  Auch wenn er sich auf die neue Freiheit für die Familie und Reisen freut, meinte er: "Die Arbeit wird mir schon auch fehlen."

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