Hendungen

Florian Liening-Ewert will nachhaltige Lösung für die Wasserversorgung

Ehrenamt und Hobby gleichzeitig ist für Hendungens Bürgermeisterkandidaten Florian Liening-Ewert (CSU/FW) die Feuerwehr. Foto: Tamara Bach

Für CSU/FW tritt Florian Liening-Ewert als einer von zwei Bürgermeisterkandidaten in Hendungen an. Diese Zeitung stellte ihm folgende Fragen: 

An Hendungen mag ich besonders...
die schöne und ruhige Lage im Bahra-Tal und das aktive Vereinsleben.
Die Einwohnerzahl in Hendungen sinkt. Was wollen Sie dagegen tun?

Der Rückgang der Einwohnerzahl ist ein generelles Problem kleiner Gemeinden, wobei niemand den anhaltenden demografischen Wandel aufhalten kann. Doch wir können aktiv gegensteuern: Ich möchte die Besitzer von leerstehenden Gebäuden beraten und diese Anwesen aktiv bewerben. Finanzielle Anreize haben wir bereits in Hendungen durch ein entsprechendes Förderprogramm geschaffen. Darüber hinaus will ich mich intensiver mit dem sozialen Wohnungsbau auseinandersetzen. Jungen Erwachsenen, die in der Gemeinde ihre Heimat haben und hier verwurzelt sind, eine erste eigene Wohnung anbieten zu können, ist ein weiterer wichtiger Baustein in diesem Lösungskonzept. 

An Hendungen missfällt mir...
teilweise der fehlende Zusammenhalt.

Zu guter Letzt gilt es die Gemeinde attraktiv zu halten und dies noch auszubauen. Hierbei ist das aktive Vereinsleben in Hendungen und Rappershausen bereits ein Wucherpfund, auf dem wir aufbauen können. Insofern finanzier- und personell leistbar möchte ich auch neue moderne Angebote schaffen. Den Mut und den unbedingten Willen zur Umsetzung habe ich auf jeden Fall!

Die Wasserproblematik von Rappershausen: Welchen Stellenwert besitzt das Thema für Sie?

Ich glaube, dass es aktuell kein anderes Thema in der Gemeinde mit derart hoher Priorität gibt. Jedoch heißt dies nicht, dass man in Hysterie ausbrechen sollte. Wenn die Sicherstellung der Wasserversorgung von Rappershausen ein einfaches Thema wäre, dann läge die Lösung längst auf dem Tisch. Oberste Prämisse für mich ist es, besonnen vorzugehen.

Mein Lieblingsplatz hier ist...
der Weg an den Holzplätzen über die Wingert.

Das Ziel ist eine nachhaltige, langfristig tragbare und auch finanzierbare Wasserversorgung. Ich habe mit der Gemeinde dafür bereits diverse Schritte unternommen und Analysen durchgeführt. Zudem ist die Gemeinde Mitglied in der interkommunalen Arbeitsgemeinschaft zur Sicherstellung der Wasserversorgung im Grabfeld. Daher bin ich der festen Überzeugung, dass eine Lösung gefunden werden kann, die dem oben genannten Anspruch gerecht wird. Woher am Ende dieses Prozesses das Trinkwasser bezogen wird, steht aktuell noch nicht fest. Jedoch ist dafür die Unterstützung des Freistaats Bayern für unsere Region und die Gemeinde immens wichtig. Die Staatsregierung muss die Gemeinden und damit die Bürgerinnen und Bürger finanziell unterstützen, damit derlei existentielle Grundversorgungsprobleme gelöst werden können.

Wenn ich als Bürgermeister 10 Millionen Euro frei zur Verfügung hätte, würde ich...
Wohnungen für Familien, Senioren und junge Leute bauen.
Ist das Schullandheim in Rappershausen für Sie eine Drauflege-Einrichtung oder ein wichtiger Standortfaktor?

Es steht vollkommen außer Frage, dass das Schullandheim ein wichtiger Standortfaktor ist. Wir haben hier eine tolle, überzeugende Einrichtung, die mit dem Schwerpunkt Mountainbikefahren ihresgleichen sucht. Die Durchführung der Deutschen und Bayerischen Schülermeisterschaften spricht eine eindeutige Sprache. Zudem hat die Gemeinde im Schullandheim Arbeitsplätze direkt in der Gemeinde geschaffen. Daher hat die Weiterentwicklung des Schullandheims für mich eine hohe Priorität. 

Zu den Zukunftsvisionen für Hendungen zähle ich...
die Reduzierung der Leerstände, attraktive Angebote für alle Altersgruppen und ein Wachstum der Bevölkerung.
Die Fichte stirbt. Muss sich etwas an der Waldbewirtschaftung von Hendungen ändern?

Die vergangenen heißen Sommer sowie der dadurch begünstigte Schädlingsbefall haben auch im Hendunger Gemeindewald sichtbare Spuren hinterlassen. Die Fichte ist auch in Hendungen und Rappershausen eine Baumart mit Historie. Erfreulich ist jedoch, dass die Vorgänger-Generationen bereits vor langer Zeit eine nachhaltige Waldbewirtschaftung vorangetrieben und in den einzelnen Walddistrikten auf unterschiedliche Baumarten gesetzt haben. So kann man sicherlich von einer sichtbaren Bio-Diversität sprechen. Daneben probieren wir in der Gemeinde immer wieder unterschiedliche Baumarten aus, zum Beispiel die Esskastanie oder Mammutbäume. Auch wenn aller Voraussicht nach die Fichte immer weiter zurückgedrängt werden wird, bin ich überzeugt, dass die Gemeinde Hendungen aktuell nicht viel ändern muss, um auch für nachfolgende Generationen einen wunderbaren Wald zu erhalten.

Steckbrief
Name: Florian Liening-Ewert
Geburtsdatum: 08.08.1983
Geburtsort: Osnabrück
Wohnort: Hendungen
Parteizugehörigkeit: CSU
Ausbildung/Beruflicher Werdegang: Abitur in Osnabrück, Studium der Medizininformatik in Wilhelmshaven (Abschluss: Dipl. Ing. (FH)), Entwicklungs-Ingenieur bei der nSpire Health  GmbH in Oberthulba, IT-Projektleiter bei der Rhön-Klinikum AG in Bad Neustadt
Familienstand/Kinder: verheiratet, ein Sohn
Ehrenämter: Vorsitzender Johannisverein Hendungen, Vorsitzender CSU Hendungen, Mitglied Kirchenverwaltung St. Alban Hendungen, Aktiver Feuerwehrmann
Hobbys/Interessen: Wandern, Fotografieren, Freiwillige Feuerwehr
Lieblingsverein: SV Werder Bremen
Ihr Vorbild:  Es gibt für mich kein einzelnes Vorbild, aber viele Menschen, die mich in meinem bisherigen Leben geprägt haben und in diesen Momenten Vorbild für mich waren.

Rückblick

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  6. Schönau: Erste Bürgermeisterin in der Geschichte der Gemeinde
  7. Menninger: "Nicht gerade überzeugendes Ergebnis"
  8. Ergebnisse aus Oberelsbach
  9. Saal hat mit Conny Dahinten erstmals eine Bürgermeisterin
  10. Nur ein Kandidat: Nicht immer sind es mehr als 90 Prozent
  11. Kommunalwahl 2020: Warum alles anders war als sonst
  12. Die lange Wahlnacht von Mellrichstadt
  13. Feiern nach der Kommunalwahl Feiern trotz Coronavirus
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