FRICKENHAUSEN

Frickenhäuser Geschichten aus dem Getränkemarkt

Ralf Hartmann (links) und Volker Schmitt, alias Christel und Rabbo, nahmen auf närrische Art die Frickenhäuser aufs Korn.
Ralf Hartmann (links) und Volker Schmitt, alias Christel und Rabbo, nahmen auf närrische Art die Frickenhäuser aufs Korn. Foto: Peter Federlein

Der närrische Spiegel – nach Derblecker-Art beim Starkbieranstich auf dem Münchener Nockherberg – wurde den Frickenhäusern in der Dorfchronik vorgehalten. Dieses Schauspiel im Schützenhaus wird traditionell zur Faschingszeit aufgeführt, wobei die Geschichten aber immer komplett neu und aufwendig nach karnevalistischer Art in Reimen verfasst werden.

Den Stoff dazu liefern Pleiten, Pech und Pannen der Frickenhäuser im vergangenen Jahr. Natürlich saßen die humoristisch aufgespießten Leute im Publikum und machten bei den Späßen mit. Die Frickenhäuser können schließlich über sich selbst lachen. Was anderes blieb ihnen auch nicht übrig.

Die Akteure traten heuer als närrisches Duo auf. Volker Schmitt und Ralf Hartmann alias Rabbo und Christel, blickten von ihrem Getränkemarkt aus aufs vergangene Jahr zurück. Die beiden beklagten, dass die Getränkeeinkäufe im Supermarkt erledigt werden, aber die Leergutannahme und die Pfandauszahlung dem Rabbo obliegen. Deshalb appellierten das Rabbo- und Christel-Double dafür, die letzte Frickenhäuser Gewerbehandlung nicht aussterben zu lassen: „Käfft euer Trinkes beim Rabbo!“

Über die mittlerweile sieben Jäger im Dorf, was zu einem Schwund bei den Treibern für die Jagd führt, ließen sich die Getränkeverkäufer ebenso aus, wie über den ungebrochenen Holzboom in Frickenhausen. Wobei es um verschwunden geglaubte Holzstapel ging, die dann doch über verschlungene Wege wieder gefunden wurden.

„Der Ludwig schlöfft scho!“

Auch Stammkunde Udo tauchte am Getränkestand auf, der zur Begeisterung des Publikums von Ralf Hartmann lebensecht gemimt wurde. Hartmann war froh, dass er in seiner neuen Rolle als Udo die hohe Stimme von Christel endlich ablegen durfte. Und Udo berichtete von seinen Erlebnissen beim Schwarzbrennen, wo auch spezielle Apparate vorhanden waren, so dass er am Ende doch Steuern nachzahlen musste. Zu heftigen Lachern führten auch die immer wieder improvisierten Kommentare wie beispielsweise „der Ludwig schlöfft scho“.

Dass Frickenhäuser aller Altersgruppen fit sind, war beim Sporttag der DJK/Kolping in der Mellrichstädter Dreifachturnhalle ersichtlich. Aber was die Rundfahrten auf den Segways mit Sport zu tun haben, war für Udo nicht nachvollziehbar. Darüber, dass beim Sporttag einer zwei linke Turnschuhe dabei hatte, amüsierte sich das Publikum köstlich. Denn: „Is der racht Schuh vergesse worn, muss der Bauer strömpfich torn“.

Interessant war heuer das „Pädderschgericht“. Dabei wurde angeprangert, dass das Gelände am Kindergarten und Schulweg „zum Stachus“ wird. Weil jeden Tag zu Kindergartenbeginn und –ende wegen der Sicherheit jede Mutter unverzagt mit dem Auto hin und her jagt. „Wenn die könnten“, so die zwei Faschingsnarren „würden die noch vor die Kärch her fohr“.

Wegen starken Verkehrsaufkommens auf der Bastheimer Straße, bei dem auch etliche Raser bemerkt wurden, hat der Bauausschuss diese Gefahrenstelle besichtigt. Darauf wurde beschlossen, dass dort Parken verboten und Halten nur eingeschränkt erlaubt ist. Zum Verdruss etlicher Anlieger. Allerhand Zündstoff im Vorderdorf. Denn auf diese Weise werden Raser kaum gebremst, da an parkenden Autos vorsichtiger vorbeigefahren werde, so die Kritik am Beschluss der Stadt.

Beim Finale griff „Udo“ in die Gitarre, „Rabbo“ setzte sich ans Schlagzeug und sie ließen eine Frickenhäuser Version von „Highway to Hell“ aufleben. Dass davon eine Zugabe gefordert wurde, war vorhersehbar. Weil aber das Schlagzeug nicht optimal positioniert war und wegzurutschen drohte, setzte sich Moderator Bacchus, in den sich „Rosti“ vom Organisationsteam verwandelt hatte, als Blockierer vor die Trommel. Und er verpflichtete sogleich die beiden für?s nächste Jahr – wobei auch die anderen heuer verhinderten Mitstreiter wieder dabei sein werden. Stoff wird es sicher wieder genug geben.

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