BAD KÖNIGSHOFEN

Frische Farben für den Lebenslauf

Immerhin passte das Wetter noch, als die Zehntklässler des Gymnasiums sich an die Übermalung des Lebenslaufes an der Rückseite der Trink-und Wandelhalle machten.
Immerhin passte das Wetter noch, als die Zehntklässler des Gymnasiums sich an die Übermalung des Lebenslaufes an der Rückseite der Trink-und Wandelhalle machten. Foto: Clemens Behr

Wie lange die Bemalung an der Trink- und Wandelhalle wohl diesmal halten wird? Gut 20 kunstinteressierte Schüler und Schülerinnen der zehnten Klassen des Gymnasiums gestalteten mit Farbe und Pinsel die Rückwand des Gebäudes neu – ganz nach dem Vorbild, das 2008 entwickelt worden war.

Rückwand war mit Schmierereien und Schmutz verunziert

Damals war die Kurverwaltung mit dem Vorschlag an das Gymnasium herangetreten, der mit Schmierereien und Schmutz verunzierten Rückwand ein freundlicheres Gesicht zu verleihen. Die Bitte stieß bei Kunsterzieher Reinhard Mell von Mellenheim und Schülern gleichsam auf offene Ohren. Zunächst ergab die Ideensammlung, den Lauf des Lebens figürlich in Form von Schattenrissen darzustellen. Angefangen beim Babyalter bis hin zum alten Menschen, der am Stock geht. Für diese Szene stellte sich übrigens damals ein Schüler aus der 10. zur Verfügung, erinnert sich von Mellenheim.

Aufwendiges Verfahren zur Herstellung der menschengroßen Schablonen Am Ende eines recht aufwendigen Verfahrens, bei dem unter anderem eine Fotokamera, ein Overheadprojektor, eine Leinwand und ein Computer zum Einsatz kamen, standen schließlich lebensgroße Schablonen aus Karton. Die Umrisse wurden an die Wand gezeichnet und schließlich die Felder ausgemalt. Die Farbgebung mit roten Figuren auf gelbem Hintergrund kam durch Mehrheitsbeschluss zustande, gefiel dem Kunstlehrer aber nicht, weil er befürchtete, dass Verschmutzungen nur zu leicht zu sehen sein würden, was dann auch der Fall war.Deshalb wurde jetzt Hellblau und Dunkelblau verwendet, Farben, die der Kunsterzieher schon damals favorisiert hatte. Originalschablonen sind verschollen Weil die Schablonen aber verschollen sind, mussten zunächst die Umrisse in den Putz gekratzt werden.Immerhin gut ein Jahr hielt die Bemalung, ohne dass sich andere „Künstler“ daran zu schaffen machten. Dass die jetzt erneuerte Figurenwand von Schmierhänden oder Schuhabdrücken ähnlich lange in Ruhe gelassen wird, bleibt wohl ein frommer Wunsch. Hat von Mellenheim doch bereits einen Tag nach der Fertigstellung des Hauptteils – nur der Sockel muss noch einen grauen Anstrich erhalten – erste Spuren der Verunreinigung festgestellt.

Erste Spuren der Verunreinigung schon nach einem Tag

Die neuerliche Bemalung der Rückwand war so recht ein Projekt für die Zeit kurz vor den großen Ferien, in der sich unterrichtstechnisch eh nicht mehr viel tut. Der Kunsterzieher hatte allerdings noch richtig zu tun, schließlich musste parallel noch ein weiteres Projekt betreut werden. In der Aula galt es ein Bild aus den 80er Jahren, dessen Motivgebung sich etwas überlebt hatte, zu übermalen.

Das machten Schüler aus der 8. Klasse nach einer Vorgabe des Schülers Korbinian Mertten. Der hatte für sein Bild eine Binärcodetechnik mit Zahlen verwendet und dabei seine Geburtsdaten farbig gekennzeichnet. Übertragen auf die weit größeren Ausmaße des neuen Aulabildes, hieß das, wichtige erdgeschichtliche Daten zu markieren, aber auch die Jahreszahl der Schulgründung farblich abzusetzen.

Für Reinhard Mell von Mellenheim waren es übrigens die letzten Projekte dieser Art in seiner über 30-jährigen Schulkarriere. Im Februar nächsten Jahres geht er nämlich in den Ruhestand.

Binärcode mit wichtigen Daten: Auf dem neuen Bild in der Aula des Gymnasiums (hier ein Ausschnitt) ist auch das Gründungsjahr der Schule festgehalten.
Binärcode mit wichtigen Daten: Auf dem neuen Bild in der Aula des Gymnasiums (hier ein Ausschnitt) ist auch das Gründungsjahr der Schule festgehalten. Foto: Michael Petzold

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