HEUSTREU

Frische Nudeln aus Heustreu

Frisch aus der Maschine. Foto: Zubel

Spricht man über Rigatoni, Spätzle und Bandnudeln, denken die meisten an Italien. Was wenn wir ihnen sagen würden, dass ein Stück Italien gleich um die Ecke in Heustreu liegt. Dort stellt der Eierhof Eisenmann nämlich Nudeln her.

Eugen Eisenmann, Besitzer des Eierhofs, bietet Nudeln mit Hartweizengrieß und Dinkelgrieß an. Der Hartweizengrieß, der in gelben Nudeln drin ist, wächst nur im Ausland wie Italien, Frankreich und Kanada. Den Dinkel in den Dinkelgrießnudeln bekommt er aus der Region – nämlich aus Sulzfeld.

Im Eierhof Eisenmann werden immer Montag, Mittwoch und Freitag Nudeln gemacht. Meist macht das Eugen Eisenmann mit einem Mitarbeiter. Manchmal helfen auch seine Frau und sein Bruder. Für 27 Kilo Nudeln muss der Nudelhersteller etwa 180 Eier aufschlagen. Danach werden die Eier verquirlt und gesiebt. Das ist wichtig, damit kleine Schalenstücke entfernt werden. Anschließend vermischt er die Eier mit Hartweizen und Dinkelgrieß und gibt etwas Salz dazu. Eine Maschine knetet die ganze Masse durch und presst die Nudeln durch eine Form. Ein Mitarbeiter legt die Nudeln zum trocknen in Holzkisten und ab in die Heizungsanlage. Einen Tag werden die Nudeln bei 40 Grad gelagert, bis sie dann fertig sind.

Alle ein bis zwei Jahre wird die Qualität der Nudeln von einem Labor in Großenbrach untersucht. Eugen Eisenmann merkt sofort, wenn seine Nudeln schlecht sind, meist liegt es an den Eiern. Deshalb hat er sich eine eigene Konstruktion ausgedacht, mit der er schmutzige und kaputte Eier besser von den guten Eiern teilen kann. Kommt es dann doch vor, dass sich ein schlechtes Ei reinmogelt, muss alles von vorne gemacht werden. „Schlechte Eier schmeckt man sofort“, so Eugen Eisenmann. Manchmal ist aber auch der Grieß schlecht. Das merkt der Nudelhersteller am Geruch. „Wenn der Grieß rein ist, riecht er auch gut.“

Eisenmann verwendet für seine Nudeln fast nur regionale Produkte. Das ist ihm wichtig, weil er so kurze Transportwege hat und die Produkte frischer sind. Außerdem möchte er die regionalen Landwirte unterstützen. „Ich lasse das Geld lieber in der Region“. Die Nudeln macht er vor allem für Hühnerfarmer, die ihre eigenen Eier mitbringen, so wie der Naturlandhof Derleth in Salz und der Geflügelhof Then in Bastheim.

Die beliebteste Nudelsorte im Landkreis ist übrigens die Bandnudel.

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