Waltershausen

Fuchs, Hase und die Querungshilfe

Der Platz am Elfenweg ist bald kein Parkplatz mehr: Die Regierung von Unterfranken hat den Gestaltungsplan akzeptiert und die Förderung bestätigt, teilte Bürgermeister Norbert Bauer beim Petersgericht in Waltershausen mit. Foto: Regina Vossenkaul

Petersgericht hieß die Bürgerversammlung in Waltershausen in alten Zeiten, damals fand das Anhören der Beschwerden und Anregungen der Bürger im Februar unter freiem Himmel statt, wie Bürgermeister Norbert Bauer berichtete. Heute wird der Abend bequemer verbracht, im Gästehaus bei Brezeln und Getränken.

Bevor die Bürger das Wort hatten, informierte Bauer über das Jahr 2018 und gab einen Ausblick auf laufende und geplante Maßnahmen. 1487 Einwohner gab es Ende 2018, davon wohnen 400 in Waltershausen. Gegenüber dem Jahr 2017 hat die Gesamtzahl der Einwohner um 15 zugenommen, obwohl 13 Geburten 20 Sterbefällen gegenüberstanden. Es wurden fünf Ehen geschlossen. Auf die Projekte der Grabfeld-Allianz, die jetzt mit dem Nachbarort Wülfershausen elf Gemeinden umfasst statt vorher zehn, ging der Bürgermeister kurz ein. Besonders stolz ist die Gemeinschaft auf die Verleihung des Staatspreises 2018 - Land- und Dorfentwicklung im Bereich "Regionale Baukultur erhalten, Identität bewahren und Heimatgefühl stärken", den sich die Gemeindevertreter in München abholten. Unübersehbar, weil an allen Ecken gebaut wird, ist die Breitbandversorgung in Waltershausen. Angeschafft wurde ein Unterwasser-Reinigungsgerät für das Schwimmbad Waltershausen, das bald in die neue Saison startet. Die Gestaltung des Platzes am Elfenweg wurde in Würzburg vorgestellt und für gut befunden. Eine Förderung von mindestens 70 Prozent der erwarteten Kosten in Höhe von rund 350.000 Euro wurde in Aussicht gestellt.

Der Blick auf den abgeschlossenen Haushalt 2018 zeigte einen Verwaltungshaushalt in Höhe von 2.625.216 Euro, die Zuführung zum Vermögenshaushalt betrug 455.677 Euro. Die größten Einnahmen sind der Einkommensteueranteil (798.116 Euro), die Gewerbesteuerumlage (289.804 Euro), die Grundsteuer A und B (146.881 Euro) sowie die Schlüsselzuweisungen (513.396 Euro). Zu den größten Ausgaben zählen die Kreisumlage (626.085 Euro), die VG-Umlage (261.106 Euro) und die allgemeine Verwaltung (144.091 Euro Ausgaben, 32.741 Euro Einnahmen).

Den Ausgaben für das Freibad Waltershausen in Höhe von 21.483 Euro stehen Einnahmen von 9.912 Euro gegenüber. Der Vermögenshaushalt umfasst 1.416.618 Euro, Haupteinnahmequelle ist hier die Zuführung vom Verwaltungshaushalt (455.677 Euro), die Investitionspauschale (141.301 Euro) und die Entnahme aus der Rücklage (436.349 Euro). Hauptausgaben waren die Tiefbaumaßnahmen (265.821 Euro) und Kanalbau (196.765 Euro) für das Baugebiet Westlich des Bildhäuser Weges, die Querungshilfe Ost in Saal, für die noch nicht alle Zuschüsse eingetroffen sind (333.525 Euro Ausgaben, 148.000 Euro Einnahmen) sowie die Breitbanderschließung für Waltershausen, Mittelweg und Randbereiche (Ausgaben 245.025 Euro, Einnahmen 147.928 Euro). Der Schuldenstand lag Ende 2018 bei 937.948 Euro, das sind pro Kopf 638 Euro. Rücklagen gibt es noch in Höhe von 800.343 Euro.

Der VG-Geschäftsstellenleiter Maximilian Nunn erläuterte kurz den VG-Haushalt und die Personalsituation, die sich durch Neueinstellungen gerade verbessert. Er bedankte sich bei allen, die Verständnis für die besondere Situation hatten, die durch Krankheits- und Todesfälle sowie Kündigungen entstanden ist.

In der Diskussion ging es um liegengebliebene Heckenabschnitte und vermutlich verstopfte Durchlässe zur Milz. Gewerbeabfall gehöre nicht in die Sammelcontainer, antwortete der Bürgermeister auf eine diesbezügliche Frage, ansonsten dürfen alle Landkreisbewohner die Container nutzen. Wann wird der Flurzaunweg befestigt? Das ist wegen der zu erwartenden Umlagen ein umstrittenes Thema im Gemeinderat. Die Wasser-Hausschieber sollten gangbar gehalten werden, regte ein Anwesender an, ein anderer fragte, wer denn außer "Fuchs und Hase" die Querungshilfe Ost in Saal nutzen würde. Einzig als Geschwindigkeitsbremse sei sie nützlich.

Am Ende der Versammlung bedankte sich zweiter Bürgermeister Helmut Rittweger beim Bürgermeister, dem Gemeinderat und der Verwaltung für die kollegiale Zusammenarbeit zum Wohl der Gemeinde. Wie zuvor Norbert Bauer bedankte er sich auch bei allen, die sich für die Gemeinde engagieren. Mahnende Worte richtete er an die Hunde- und Hausbesitzer, die für Sauberkeit sorgen sollen, sowie an die Waldbesitzer, die ihre Bestände auf Borkenkäfer kontrollieren müssen.

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