Wechterswinkel

Gang durch die Jahrhunderte und die Gefühle

Das Elisen-Quartett begeisterte das Publikum mit seinen Interpretationen der Werke Wiener Komponisten. Von links: Anja Schaller, Maria Schalk, Karoline Hofmann und Irene von Fritsch.
Das Elisen-Quartett begeisterte das Publikum mit seinen Interpretationen der Werke Wiener Komponisten. Von links: Anja Schaller, Maria Schalk, Karoline Hofmann und Irene von Fritsch. Foto: Klaus-Dieter Hahn

Im Kloster Wechterswinkel gab im Rahmen der Reihe "Zwischenspiele" des Bayerischen Kammerorchesters Bad Brückenau das "Elisen Quartett" seine Visitenkarte ab. Vier ausgezeichnete Künstlerinnen aus dem Nürnberger Raum, die auf ihren Streichinstrumenten mit Werken von Haydn, Webern und Schubert die vielen Besucher begeisterten und am Ende mit stehenden Ovationen für ihre herausragenden Leistungen belohnt wurden.

Voller Hingabe: Anja Schaller vom Elisen Quartett
Voller Hingabe: Anja Schaller vom Elisen Quartett Foto: Klaus-Dieter Hahn

Gut aufgelegtes Quartett

Auch Karoline Hofmann faszinierte mit ihrem Spiel.
Auch Karoline Hofmann faszinierte mit ihrem Spiel. Foto: Klaus-Dieter Hahn

Die vier Streicherinnen zeigten sich bei ihrem Gastspiel gut aufgelegt. Sowohl Anja Schaller (1. Violine) wie auch Maria Schalk (2. Violine), Karoline Hofmann (Viola) und Irene von Fritsch (Violoncello) präsentierten sich dem Publikum als wahre Könner auf ihren Streichinstrumenten. Anhand der Werke der drei Komponisten entführten sie das Publikum an diesem Abend in drei verschiedene Jahrhunderte. Zu Beginn erklang das Streichquartett B-Dur op. 76 von Joseph Haydn.

Großartig, wie die Streichinstrumente die unterschiedlichsten Gefühle darstellen konnten. Mal fröhlich, beschwingt, tänzerisch, temperamentvoll, ja ausgelassen - und dann wieder schwermütig, melancholisch und niedergeschlagen. Nach dem abschließenden Rondo mit einer immer schneller werdenden Stretta als Höhepunkt sprang das Elisen-Quartett gleich mal ins 20. Jahrhundert. Anton Webern (1883 - 1945) hatte sein Werk "Langsamer Satz für Streichquartett M 78" im Jahr 1905 für seinen Lehrer Arnold Schönberg geschrieben. Deutlich konnten die Besucher an diesem Stück den Übergang zur frühen Moderne erkennen.

Schuberts "Der Tod und das Mädchen" hochkonzentriert

Den zweiten Teil des Konzertabends prägte Franz Schuberts (1797 - 1828) Streichquartett "Der Tod und das Mädchen" bekannt ist. 1824 hat er das Werk komponiert - in seiner von Krankheit und Fehlschlägen geprägten Zeit. In dem düsteren, hochdramatischen Stück bringen die vier Künstlerinnen immer wieder die innere Zerrissenheit des Komponisten zum Ausdruck. 45 Minuten lang hoch konzentriert - eine beeindruckende Vorstellung der vier Damen im Konzertsaal des Kreiskulturzentrums. Minutenlanger Applaus war denn am Ende auch der verdiente Lohn für das Quartett. 

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