Stetten

Gasthaus "Zur Linde" in Stetten wird aufgehübscht

Die Gemeinderäte aus Sondheim und Stetten trafen sich zur Besichtigung des Gasthaus "Zur Linde" gemeinsam mit dem künftigen Pächterehepaar Nicole und Dieter Burkard. Bürgermeister Thilo Wehner (rechts) erläuterte die derzeitigen Pläne. Foto: Marion Eckert

Zur Besichtigung des Gasthauses "Zur Linde" in Stetten trafen sich die Gemeinderäte mit dem Pächterehepaar Nicole und Dieter Burkard. Zum 1. Dezember 2020 werden sie die Gaststätte übernehmen. Derzeit sind sie Pächter der Gaststätte Braustüble in Roth.

Die Gemeinde werde die kommenden Monate nutzen, um die Gaststätte, die Nebenräume und den Saal zu sanieren. Bürgermeister Thilo Wehner und Architekt Henry Kiesel (Planidee Franken, Bad Neustadt) stellten dem Gremium die bisherigen Pläne vor. Die bauliche Substanz bleibe unverändert, nachdem auch die Außensanierung bereits abgeschlossen sei. Auch die Raumaufteilung im Inneren bleibe wie gehabt. Doch werde die komplette Struktur im Inneren verändert, von neuem Bodenbelag im Gastraum über eine neue Beleuchtung bis hin zu einer neuen Einrichtung. Eine grundlegende Erneuerung der technischen Anlagen und Leitungen, der Sanitärräume sowie der Einrichtung sei notwendig, um das Traditionshaus auf einen zeitgemäßen und modernen Standard zu bringen.

Eine Kostenschätzung gibt es noch nicht

Fördermittel werden gleich aus zwei Fördertöpfen erwartet, zum einen für die Modernisierung der Gastronomie und zum anderen für die Sanierung der sogenannten Gemeinschaftsräume. Eine Kostenschätzung gebe es derzeit aber noch nicht, da die Planungen erst im Detail erstellt werden müssen. Diese werden in enger Abstimmung mit dem neuen Pächter vorgenommen. So sollen über die Fliesen im Gastraum ein Eichenholzboden gelegt werden, die Wandgestaltung und Möblierung soll hell, freundlich und gemütlich sein, wobei nach Wunsch der Pächter die dunklen Holzbalken verschwinden sollen. Auch der Thekenbereich wird neu verkleidet. Die Tür zum Gastraum soll erhalten, aber wenn möglich "aufgehübscht", das heißt aufgehellt werden.

Auch der Küchenbereich soll komplett erneuert werden, mit einem neuen Bodenbelag und neuen Wandfliesen. Welche vorhandenen technischen Gerätschaften zu übernehmen sind, wird der Pächter gemeinsam mit einem Fachmann entscheiden. Gleiches gilt für die Kühlanlagen und den Kühlraum im Keller. Der Speiseaufzug funktioniert noch und soll auch erhalten bleiben. Neu eingerichtet wird ein Behinderten-WC. In der jetzigen privaten Küche des vorherigen Pächters wird eine Kühlzelle für Lebensmittel eingerichtet und das Wohnzimmer wird zum Abstell- und Lagerraum. Im Zuge der Bauarbeiten muss ein zweiter Rettungsweg vom ersten Stock angelegt werden.

Saal bleibt weitgehend erhalten

Im ersten Stock befinden sich Gemeinschaftsräume, deren Parkett abgeschliffen und neu versiegelt werden soll. Auch neue Heizkörper und eine neue Decke sind vorgesehen. Der Saal soll weitgehend erhalten bleiben, vor allem das Bild über der Bühne. Da es sich beim Gasthaus "Zur Linde" um ein Baudenkmal handelt und auch das Amt für Denkmalpflege eingebunden ist, wird noch ein Restaurator zu einem Vorort-Termin kommen. Für die Gemeinderäte war allerdings klar, dass sie alte Empore, die bereits 1978 zurückgebaut wurde, nicht wieder erstellt werden soll. Das Gasthaus stammt aus dem Jahr 1827 und hießt lange Jahre "Zum fröhlichen Mann", bevor es die heutige Bezeichnung "Zur Linde" bekam.

Fortgesetzt wurde die Sitzung nach der Ortsbesichtigung im Dorfgemeinschaftshaus. Einstimmig befürworteten die Gemeinderäte die Teilnahme am Projekt der Streutalallianz: Ausgabe von Beratungsgutscheinen für Erstberatungen bei Bauvorhaben, die den Zielen der Innenentwicklung entsprechen. Bau- und Umbauinteressierte können sich fachmännisch von Architekten zu Themen der energetischen Sanierung, dem Umbau oder Umnutzung von Bestandsgebäuden sowie gegebenenfalls dem Abbruch beraten lassen. Die Beratungsgutscheine werden zu 60 Prozent gefördert, die jeweilige Kommune trägt 40 Prozent, für den Bau- und Umbauinteressierten entstehen keine Kosten. Bei einem Beratungsaufwand von zehn Stunden und einem durchschnittlichen Stundenhonorar von 85 Euro belaufen sich die Gesamtkosten für eine Beratung auf 850 Euro, der Eigenanteil der Gemeinde würde 340 Euro betragen.

Der Bürgermeister gab bekannt, dass für das neue Buswartehäuschen in Stetten 50 Prozent der Gesamtkosten von 10 232 Euro durch den Landkreis Rhön-Grabfeld gefördert werden. Die Fördersumme beträgt demnach 5116 Euro.

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