SERRFELD

Geld sammeln für den guten Zweck

Konzentriert: Ralf Glückstein erläuterte seine Idee von einem „Bürgersolidaritätspreis“.
Konzentriert: Ralf Glückstein erläuterte seine Idee von einem „Bürgersolidaritätspreis“. Foto: R. Vossenkaul

Die Idee des ehemaligen Gemeinderatsmitglieds von Sulzdorf, Ralf Glückstein, einen Bürgersolidaritätspreis zu stiften (wir berichteten), ist einen Schritt weiter gekommen.

Inzwischen hat er einen Vertrag mit der Deutschen Stiftungszentrale abgeschlossen, die Aufsicht und Verwaltung übernimmt.

Bei einem Treffen im Gasthaus Glückstein in Serrfeld stellte der 36-Jährige per Präsentation seine Ziele und den Sinn der Stiftung vor. Obwohl viele Bürgermeister der umliegenden Gemeinden eingeladen waren, hielt sich die Teilnahme sehr in Grenzen. Sulzdorf war durch Gemeinderat Manfred Dellert vertreten.

„Ziel der geplanten Stiftung ist es, die Gemeinden zu unterstützen, auf den demografischen Wandel zu reagieren, das Leben auf dem Land attraktiver zu machen und dem Ehrenamt mehr Anerkennung zu verleihen“, führte Glückstein aus. Er wolle denen etwas schenken, die ihren Mitmenschen oder ihrer Gemeinde in irgendeiner Form geholfen haben, sei es durch die Übernahme von kleinen Arbeiten wie die Pflege von öffentlichen Grünanlagen, Unterstützung von Senioren oder andere gemeinnützige Tätigkeiten.

Glückstein erläuterte die Grundprinzipien einer Stiftung, bei der es keine Mitglieder gibt, sondern Sponsoren, die sich mit beliebigen Beiträgen einbringen. „Privatleute mit einem Jahresbeitrag von fünf Euro sind ebenso willkommen wie Firmen, die vierstellige Beträge oder mehr spenden“, sagte er. Die Beträge könnten steuerlich geltend gemacht werden. „In der Praxis sieht es so aus, dass Spenden gesammelt werden, die in einen Topf wandern.“ In den teilnehmenden Gemeinden könnten dann Menschen nominiert werden, die eine Belohnung in Form einer finanziellen Anerkennung verdient haben. Geplant sei, immer 20 Prozent von der gesammelten Summe den Gemeinden zukommen zu lassen für Kindergarten, Kinderkrippe oder gemeinnützige Zwecke. 80 Prozent sollten an die Nominierten ausgeschüttet werden, wobei sich die Leute auch selbst bewerben könnten. Die Anträge würden dann von einer Jury geprüft, die sich aus je einem Vertreter der Sponsoren, der Gemeinde, der Vereine, der Kirchen und der Stiftung zusammensetzt.

Gespräch mit dem Landrat

Über ein überwiegend positives Echo kann sich der Initiator freuen, denn einige Firmen haben bereits Spenden zugesagt. Das Prinzip lässt sich laut Glückstein nicht nur in der eigenen Gemeinde, sondern im ganzen Landkreis und darüber hinaus verwirklichen. „Ein Treuhänder wacht darüber, dass alles seinen gesetzlichen Gang geht.“. Denn es sollten keine Ungerechtigkeiten entstehen“, so Glückstein, der momentan noch einen Schirmherrn sucht und ein Gespräch mit dem Landrat vereinbart hat.

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