Willmars

Gemeinde Willmars erhält wieder Stabilisierungshilfe

Recht überschaubar war die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats Willmars, die aufgrund der laufenden Vorbereitungen des Weihnachtsmarktes nicht wie gewohnt im "Haus der Jugend" in Willmars, sondern im Dorfgemeinschaftshaus Filke stattfand.

In der Sitzung der Lenkungsgruppe der Streutalallianz Mitte November hatten Werner Palancares und Felix Schmidl vom "HeimatUnternehmen Rhön" das mögliche Pilotprojekt Telemedizin zur Verbesserung der medizinischen Versorgung auf dem flachen Land vorgestellt (wir berichteten). Bürgermeister Reimund Voß informierte über die Sitzung und darüber, dass es auch möglich wäre, in Willmars ein Schwesternzimmer einzurichten. Gemäß der Projekt-Idee könnte dann eine speziell ausgebildete medizinische Fachangestellte mit einer entsprechenden Zusatzausbildung vor Ort delegierbare hausärztliche Tätigkeiten übernehmen und auch Hausbesuche machen und die Informationen online an die Arztpraxis geben.

Provisorischer Gehweg für mehr Sicherheit

Um die Sicherheit für Fußgänger, insbesondere für Kinder, am Ortsausgang Richtung Neustädtles zu verbessern, beabsichtigt die Gemeinde einen ca. 60 Meter langen provisorischen Gehweg am Ende der Alleestraße (Kreisstraße NES 32) zu bauen. Der Gemeinderat beschloss, die vom Landratsamt Rhön-Grabfeld vorgelegte Vereinbarung zur Straßenbaulast in Bezug auf den neu anzulegenden Fußweg abzuschließen. Die Herstellungs- und Unterhaltskosten sowie die Verkehrssicherungspflicht liegen demnach bei der Gemeinde Willmars. Die Räum- und Streupflicht haben gemäß der gemeindlichen Satzung wie üblich die Anlieger.

Erfreut nahm der Gemeinderat zur Kenntnis, dass der erneute Antrag auf Stabilisierungshilfe erfolgreich gewesen ist. Wie Bürgermeister Reimund Voß mitteilte, stehen mindestens 50.000 Euro für Schuldentilgung und maximal 150.000 Euro zur Investitionshilfe zur Verfügung. Voß dankte an dieser Stelle seinen Ratskollegen. Der sparsame Kurs des Gemeinderates und die Beschränkung der Kreditaufnahme seien mit ausschlaggebend für die erfolgreiche Antragstellung gewesen, so Voß. Die Gemeinde hat damit im fünften Jahr Stabilisierungshilfe erhalten. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum rund eine Million Euro gewährt, wie Voß auf Nachfrage aus dem Gremium erklärte.

Ehemalige Schule wird zur Kindertageseinrichtung

Gute Nachrichten hatte der Bürgermeister auch zum geplanten Teilumbau der Schule zu einer Kindertageseinrichtung. Der Bewilligungsbescheid zur Förderung nach dem Finanzausgleichsgesetz liegt inzwischen vor. Von den Gesamtkosten in Höhe von 1,562 Millionen Euro werden 1,175 Millionen Euro als zuweisungsfähig anerkannt. Der Zuschuss beträgt voraussichtlich 881 000 Euro und zusätzlich sind 173 000 Euro nach dem Investitionsprogramm "Kinderbetreuungsfinanzierung" zu erwarten. Der gemeindliche Anteil würde sich somit auf etwa 500 000 Euro reduzieren. Mit der geplanten Maßnahme habe die Gemeinde eine sinnvolle Nachnutzung für die Schule gefunden und könne bald eine zeitgemäße und moderne Kinderbetreuungseinrichtung anbieten, wie Voß zufrieden feststellte.

Wie der Gemeindechef von der Stabstelle Kreisentwicklung des Landratsamtes erfahren hat, tut sich etwas in Sachen Verbesserung des Mobilfunknetzes. Die Standortplanungen seien noch aktuell, die Telekom plane, an der Stelle des ehemaligen Fernseh-Umsetzers einen Mast zu errichten. Beginn der Herstellung soll im ersten Halbjahr 2020 sein, wann die Inbetriebnahme erfolgen kann, sei aber noch nicht bekannt.

Am Ende der Sitzung erklärte Helga Seidel-Barthelmes, dass sie ihren Antrag auf Durchführung von Bürgerversammlungen in einer der nächsten Sitzungen behandelt haben möchte und machte darauf aufmerksam, dass auf dem Grundstück des neuen Feuerwehrhauses in Filke noch eine Abwasserleitung verlegt werden müsse.

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