SCHÖNAU

Gemeinde schafft Platz für die Jüngsten

Im Schönauer Schwimmbad ist die Winterruhe eingekehrt. Für das Dach der Schwimmbadhalle steht eine Erneuerung an, zusammen mit der Sanierung der 15 Jahre alten Solaranlage. Im zeitigen Frühjahr 2019 sollen die Arbeiten erledigt werden, um dann wieder in eine erfolgreiche Saison zu starten.
Im Schönauer Schwimmbad ist die Winterruhe eingekehrt. Für das Dach der Schwimmbadhalle steht eine Erneuerung an, zusammen mit der Sanierung der 15 Jahre alten Solaranlage. Im zeitigen Frühjahr 2019 sollen die Arbeiten erledigt werden, um dann wieder in eine erfolgreiche Saison zu starten. Foto: Manfred Zirkelbach

Die Planungen für den Kindergarten in Schönau sind so weit fortgeschritten, dass Architekt Alexander Albert den Bauentwurf nunmehr dem Gemeinderat vorlegen konnte. Der Entwurf war bereits vorher dem zuständigen Amt für Jugend und Familie im Landratsamt vorgelegt und ebenfalls mit der Regierung von Unterfranken bezüglich der Förderfähigkeit abgestimmt worden. Die Kostenberechnung beläuft sich demnach auf 3,59 Millionen Euro, wobei mit einer staatlichen Förderung von 2,03 Millionen Euro gerechnet werden darf. Dies wären 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Der Gemeinde verblieben damit Eigenmittel von rund 1,55 Millionen Euro.

Die ausgewiesenen Kosten seien nach den derzeitigen Maßstäben im Bausektor errechnet, mit einem Aufschlag wegen eventueller späterer Kostensteigerungen, machte Albert deutlich. Doris Pokorny wandte ein, dass die Finanzen der Gemeinde damit so strapaziert würden, dass die Genehmigung des Haushalts vielleicht sogar in Frage gestellt würde. Ebenfalls gab sie zu bedenken, dass die Bevölkerungszahlen in den nächsten Jahren in der Gemeinde eher stagnieren, weshalb man die Größenordnung des Kindergartens noch einmal überdenken sollte.

Ängstlichkeit ist fehl am Platz

Bürgermeister Rudi Zehe verwies demgegenüber auf einen derzeit völlig ausgelasteten Kindergarten, die Aufgaben der kommenden Jahre im Kindergartenbereich nannte er mit dem Hinweis „Ängstlichkeit ist fehl am Platz“ als eher zunehmend. Auch Nikolas Harich von der Verwaltungsgemeinschaft machte deutlich, dass trotz angespannter Finanzlage von der Genehmigung des Haushalts ausgegangen werden könne. Mit einer Gegenstimme wurde dem Bauentwurf schließlich zugestimmt, der entsprechende Zuwendungsantrag an die Regierung von Unterfranken wird gestellt. Architekt Albert wurde beauftragt, die Genehmigungsplanung zu erstellen.

Im Frühjahr dieses Jahres wurden seitens des Landes Bayern zwei Förderprogramme erstellt mit dem Ziel, Schulen an das Glasfasernetz anzuschließen und damit die Ausstattung der Schulen mit Bayern-WLAN zu versorgen. Dies bedeutet eine Verbesserung der IT-Ausstattung beziehungsweise die Einführung des digitalen Klassenzimmers. Im Schulverband ist man daraufhin übereingekommen, auch die Grundschule Schönau anzuschließen. Die geschätzten Kosten hierzu wurden mit rund 12 600 Euro angegeben, wobei die Gemeinde eine Eigenbeteiligung von rund 1900 Euro zu tragen hätte. Einstimmig wurde der Beschluss zum Anschluss gefasst, nachdem ohnehin die Krummbachstraße bereits an das neuen Breitbandnetz angeschlossen ist.

Neues Dach für Umkleidekabinen

Die Schwimmbadfreunde haben sich mit einem Schreiben an die Gemeinde gewandt und beantragen die notwendige Sanierung des Daches über den Umkleidekabinen des Schwimmbades und die Sanierung der Solartechnik. Die Solaranlage sei durch Frostschäden brüchig geworden, durch Auslaufen von Wasser würde damit auch die Dachkonstruktion geschädigt. Eine Kostenaufstellung, durch die Schwimmbadfreunde veranlasst, beziffert die Sanierung der Solaranlage auf rund 10 500 Euro. Wobei hier lediglich die Materialkosten aufgeführt seien. Die Erneuerung des Daches kostet 15 500 Euro. Der Vorsitzende des Schwimmbadvereins, Christoph Kessler, merkte hierzu an, dass die Vereinsmitglieder einen Großteil der notwendigen Arbeiten durch Eigenleistung aufbringen wollen. Nach dem einstimmigen Beschluss werden die Materialkosten für die Solaranlage komplett von der Gemeinde übernommen, für die Erneuerung des Dachs wird die Übernahme der Hälfte der Kosten, das sind 5250 Euro, in Aussicht gestellt.

Auf Einladung von Bürgermeister Rudi Zehe war der Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Rhön-Grabfeld, Jörg Mäckler, zur Sitzung erschienen. Er machte in seiner Präsentation über die Forsteinrichtung, welche bereits im Jahr 1975 gegründet wurde, nicht nur auf die vielfältigen Aufgaben und Arbeiten aufmerksam, sondern stellte auch die neuen Herausforderungen für die kommunale Waldbeförsterung in den kommenden Jahren vor. Mit derzeit knapp 1000 Mitgliedern aus Gemeinden, Waldkörperschaften und Privatwaldbesitzern gehört die FBG Rhön-Grabfeld zu den großen Einrichtungen in Unterfranken. Bei Mit rund 19 000 Hektar Waldfläche würden im Schnitt pro Jahr 48 000 Festmeter Holz vermarktet. Dabei machte er darauf aufmerksam, dass die Vermarktung derzeit fast ausschließlich zur Großindustrie erfolge, die vor Ort von einheimischen Betrieben verarbeiteten Mengen spielten nur noch eine untergeordnete Rolle.

Konkurrenz im Wald?

Neben der Vermarktung kümmert sich die FBG auch um die Pflanzenbeschaffung, um notwendige Informationen für die Mitglieder, um Beratung und vor allem um die Beförsterung. Dies werde allerdings nun anders, nachdem die Rücknahme der staatlichen Beförsterung für kommunale Waldbesitzer mit einer Fläche von mehr als 200 Hektar vom Landtag beschlossen wurde. Hier werden in den nächsten Jahren Umstellungen und Veränderungen erfolgen müssen, wobei es auch zu Konkurrenzsituationen kommen könnte. Die FBG werde aber im Sinne ihrer Mitglieder für die Waldbesitzer beste Bedingungen für eine nachhaltige Beförsterung anbieten.

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