Sandberg

Gemeinderat Sandberg verabschiedet 8,2-Millionen-Euro-Etat

Die Bauarbeiten in der Salzforststraße gehen auch während der Corona-Pandemie weiter.
Die Bauarbeiten in der Salzforststraße gehen auch während der Corona-Pandemie weiter. Foto: Marion Eckert

Um auch in Corona-Zeiten handlungsfähig zu bleiben haben die Sandberger Gemeinderäte den Haushalt für 2020 verabschiedet. Bürgermeisterin Sonja Reubelt betonte allerdings, dass es angesichts der Pandemie unklar sei, ob die Zahlen so zu halten seien oder aufgrund von Einnahmeeinbußen ein Nachtragshaushalt notwendig werde. Abhängig von der künftigen Entwicklung müsse auch damit gerechnet werden, dass Investitionen neu priorisiert werden müssen.

Peter Brust, Geschäftsstellenleiter der Gemeinde Sandberg, stellte die Zahlen für 2020 vor. Der Verwaltungshaushalt beläuft sich auf 4,97 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt auf 3,23 Millionen, was ein Gesamtvolumen von rund 8,21 Millionen Euro ergibt. Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt wird auf gut 270 000 Euro beziffert. Abzüglich der vorgesehenen Tilgung von 219 430 Euro ergibt sich eine freie Finanzspanne von 51 000 Euro.

Die größten Einnahmen im Verwaltungshaushalt kommen aus der Einkommens- und Umsatzsteuerbeteiligung mit 1,15 Millionen Euro und den Schlüsselzuweisungen in Höhe von 1,43 Millionen Euro. Die größten Ausgaben sind die Personalkosten in Höhe von 1,03 Millionen Euro sowie die Kreisumlage von 1.02 Millionen Euro.

Zahlreiche Investitionen

Im Vermögenshaushalt stehen eine ganze Reihe an Investitionen. Wie Brust ausführte sei dies auf den jahrelangen Investitionsstau in den Walddörfern zurück zu führen. Folgende Maßnahmen sind im Haushalt aufgenommen: Baugebiet Steinrutsche (600 000 Euro), Neugestaltung Salzforststraße (280 600 Euro), Kanalerneuerung Salzforststraße (272 500 Euro), Schulsportanlage (177 000 Euro), Abriss Anwesen Kreuzbergstraße 37 (129 000 Euro), Planungskosten Sanierung Schule (120 000 Euro), Außenanlage "Haus für Alle" Langenleiten (96 000 Euro), Bürgerbus (40 000 Euro), Bauhof Gerätehalle (80 000 Euro), Wanderparkplatz (80 000 Euro), Planungskosten Gemeindeverbindungsstraße zur Ziegelhütte (55 000 Euro) und Sennenweg (86 000 Euro), Planung Kanalerneuerung Langenleiten (75 000 Euro), Breitbandversorgung (50 000 Euro), Planung Kanalerneuerung Kreuzbergstraße, Sandberg (30 000 Euro), Planung Kanalerneuerung Stiergaben, Waldberg (30 000 Euro), Photovoltaikanlage (20.000 Euro).

Um die Projekte finanzieren zu können sei eine Entnahme aus der Rücklage in Höhe von 1,05 Millionen Euro sowie eine Kreditaufnahme in Höhe von 455 000 Euro vorgesehen. Die Bürgermeisterin wurde ermächtigt die nötigen Schritte vorzunehmen.

Ein bisschen was von Schulprüfung: Um die Abstandregeln einzuhalten tagte der Sandberger Gemeinderat in der Pfarrscheune.
Ein bisschen was von Schulprüfung: Um die Abstandregeln einzuhalten tagte der Sandberger Gemeinderat in der Pfarrscheune. Foto: Marion Eckert

Somit werde die Pro-Kopf-Verschuldung von 661 Euro auf 965 Euro steigen. Diese Zahl beinhaltet auch die Kreditaufnahme aus 2019 in Höhe von 511 377 Euro, die allerdings erst in 2020 umgesetzt werde. Die Berechnung der Pro-Kopf-Verschuldung sei unabhängig von einer weiteren Stabilisierungshilfe aufgestellt worden.

Stabilisierungshilfe beantragt

Der Gemeinderat beschloss auch für 2020 staatliche Hilfe zu beantragen, vor allem angesichts des hohen Investitionsbedarfs im Pflichtaufgabenbereich in den kommenden Jahren.  Die Sanierung der Schule steht mit 4,4 Millionen im Finanzplan, die Kanalerneuerung in Langenleiten mit 1,65 Millionen, die Straße zur Ziegelhütte mit 1,67 Millionen, die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen mit 720 000 Euro, die Kanalerneuerung in der Kreuzbergstraße und im Stiergraben jeweils mit 560 000 Euro, die Sanierung des Sennenwegs mit 250 400 Euro.

Der Finanzplan sieht bis 2023 weitere Kreditaufnahmen vor, um die dringend notwendigen Investition umzusetzen. Die Pro-Kopf-Verschuldung könnte sich auf 1040 Euro erhöhen. All diese Zahlen seien natürlich abhängig von der weiteren Entwicklung nach der Pandemie, den dann zur Verfügung stehenden Fördermitteln sowie den Steuer- und Abgabenbelastungen und -einnahmen.

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