Hausen

Gemeinderatssitzung im Zeichen des Abschieds

Trotz Corona war es eine herzliche Verabschiedung der ausscheidenden Gemeinderäte, auch wenn es keinen Handschlag als Dank gab. Das Bild zeigt hinten von  links: Roland Link, Bürgermeister Fridolin Link und Sebastian Orf. Vorne von links: Bettina Eckert und Manuela Hauck.
Trotz Corona war es eine herzliche Verabschiedung der ausscheidenden Gemeinderäte, auch wenn es keinen Handschlag als Dank gab. Das Bild zeigt hinten von links: Roland Link, Bürgermeister Fridolin Link und Sebastian Orf. Vorne von links: Bettina Eckert und Manuela Hauck. Foto: Marion Eckert

Finanziell steht die Gemeinde Hausen sehr gut da. "Wir sind nahezu schuldenfrei", freute sich Bürgermeister Fridolin Link über die hervorragende Haushaltslage. In den vergangenen sechs Jahren konnten alle Investitionen ohne eine Kreditaufnahme getätigt werden und auch für die zukünftigen Vorhaben seien keine Fremdmittel nötig, um Hausen weiterhin für die Zukunft fit zu machen.

Für Kämmerer Ludwig Backhaus war es die letzte Sitzung mit dem Hausener Gemeinderat und der letzte Haushalt, den er dem Gremium vorstellte. Bürgermeister Link nutzte die Gelegenheit, Backhaus für die über siebenjährige Zusammenarbeit zu danken. Backhaus wechselt in die Verwaltung nach Hilders und rückt damit seinem Wohnort Künzell näher.

Präsent und Dankesworte für die Scheidenden

Verabschiedet wurden auch vier Gemeinderäte, die in der neuen Amtsperiode nicht mehr im Gremium vertreten sein werden. 12 Jahre war Manuela Hauck im Gemeinderat - sie war beim ihrem Amtsantritt die erste Frau im Gremium. Ebenfalls 12 Jahre saß Roland Link im Gemeinderat vertreten, sechs Jahre gehörte Bettina Eckert dem Gemeinderat an. Sie wurden mit der silbernen Gemeindemedaille und einer Dankurkunde sowie Präsenten geehrt.

Ein Jahr und sechs Monate war Sebastian Orf im Gemeinderat vertreten, er kam als Nachrücker in das Gremium. Link dankte für die erfolgreiche Zusammenarbeit, die demokratische und menschliche Art sowie das Engagement aller Gemeinderäte für die Allgemeinheit.

Unklarheit aufgrund der Corona-Krise

Der Haushalt für 2020 beläuft sich im Verwaltungshaushalt auf 1 706 800 Euro und im Vermögenshaushalt auf 766 000 Euro, was ein Gesamtvolumen von 2 472 800 Euro ergibt. Zu den wichtigsten Einnahmen zählt der Einkommenssteueranteil in Höhe von 336 200 Euro, die Gewerbesteuer in Höhe von 96 400 Euro, die Grundsteuer A und B in Höhe von 103 200 Euro, der Umsatzsteueranteil in Höhe von 46 800 Euro.

Durch die weiterhin positive Entwicklung der eigenen Steuerkraft reduzieren sich die Einnahmen aus Schlüsselzuweisungen  um 18 800 Euro auf 286 000 Euro. Auf der Ausgabenseite erhöhen sich die Kreisumlage um 53 000 Euro auf 332 200 Euro und die Verwaltungsgemeinschaftsumlage um 23 900 Euro auf 149 600 Euro. Allerdings machte Backhaus deutlich, dass die Umlagen auf den Umlagesätzen des Vorjahres basieren und aufgrund der aktuellen Situation durch Corona eine Unklarheit entstanden sei.

Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 35,14 Euro

Insgesamt stehen der Gemeinde Hausen daher voraussichtlich 92 500 Euro weniger zur Verfügung als 2019. Daraus resultierte auch der sehr geringe Überschuss des Verwaltungshaushaltes in Höhe von 1700 Euro, im Vorjahr waren es 5700 Euro. Die Zuführung deckt die Pflichtzuführung in Höhe von 12 000 Euro nicht ab, doch auf Grundlage der derzeitigen Finanzplanung werde die Pflichtzuführung ab dem Haushaltsjahr 2021 wieder erwirtschaftet.

Die Gemeinde Hausen hat derzeit Schulden in Höhe von 36 000 Euro, geplant sei, 12 000 Euro zu tilgen. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde werde zum Ende des Jahres bei 35,14 Euro liegen. An Rücklagen hat die Gemeinde derzeit 391 800 Euro, 332 400 Euro sollen in diesem Jahr entnommen werden, sodass Ende 2020 noch 59 400 Euro verbleiben.

Hundesteuer wird nicht erhöht

Die Jahresrechnung 2019 wurde abgeschlossen und dem Gemeinderat vorlegt. Jedoch müsse die örtliche Rechnungsprüfung aufgrund der Corona-Pandemie auf das dritte oder vierte Quartal verschoben werden, was aber kein Problem sei, da bis Ende 2020 Zeit für die Prüfung sei. Nachträglich stimmten die Gemeinderäte der außerplanmäßigen Ausgabe in Höhe von 1500 Euro für Steuerberatungskosten im Bereich der Wasserversorgung zu. Finanziert werde der Betrag über Einsparungen beim Unterhalt der Anlage.

Beschlossen wurde, die Hundesteuer unverändert zu belassen. 50 Euro für den ersten Hund, 90 Euro für den zweiten, 500 Euro für einen Kampfhund und 800 Euro für jeden weiteren Kampfhund. Die Hundesteuersatzung wurde überarbeitet und aktualisiert.

Frank Eckert als Kommandant bestätigt

Zugestimmt wurde dem Tekturantrag zur Nutzungsänderung eines Einfamilienwohnhauses zum Ferienhaus, dem Antrag auf Baugenehmigung zum Neubau einer Unterstellhalle für ein Kälberiglu in Roth, dem Bauantrag eines Einfamilienwohnhauses in Hausen mit den notwendigen Befreiungen vom Bebauungsplan in Bezug auf die Ausführung und Farbe des Daches.

Frank Eckert wurde als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hausen bestätigt. 4000 Euro wurden der Kirchengemeinde Roth als pauschaler Zuschuss für die Sanierung der Glockenanlage bewilligt.

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