Bad Neustadt

Gesundheitsregion: Was geht gegen krankhaftes Übergewicht?

Gesundheitsförderung und Prävention sind Ziele, die das Modellprojekt Gesundheitsregion-Plus in Rhön-Grabfeld verfolgt. Bald läuft die Förderung aus. Wie geht es weiter?
Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in der Europäischen Union ist übergewichtig und jeder sechste Erwachsene sogar fettleibig. Dieser Problematik will sich das Management der Gesundheitsregion-Plus in Rhön-Grabfeld im kommenden Jahr widmen. Foto: dpa/Waltraud Grubitzsch

Es ist durchaus eine Erfolgsgeschichte: Seit 2015 betreibt der Landkreis Rhön-Grabfeld gemeinsam mit dem Landkreis Bad Kissingen und dem Rhön-Saale-Gründerzentrum die Gesundheitsregion-Plus. Das Management der Gesundheitsregion betreut Präventionsprojekte in beiden Landkreisen.

Speziell in Rhön-Grabfeld hat man sich auf Prävention und Gesundheitsförderung konzentriert. Am bekanntesten dürfte das aktuell noch laufende Projekt "Dem Diabetes davonlaufen" sein. In Zusammenarbeit mit der AOK Bayern verfolgen die Organisatoren das Ziel, die Bevölkerung für das Themenfeld Diabetes Mellitus Typ II in Kooperation mit den Sportvereinen und Hausärzten zu sensibilisieren. Aktuell bieten 15 Sportvereine wöchentlich Bewegungsgruppen an. Zurzeit trainieren in jeder Gruppe zwölf Teilnehmer. Ihr Alter liegt zwischen 45 und 65 Jahren. 

Gesund älter werden

Weiterhin begleitet die Gesundheitsregion mit dem Gesundheitsamt und dem Pflegestützpunkt den Aktionsmonat „Gesund älter werden“. Jeden Herbst erreichte man über 900 Teilnehmer durch Vorträge, Workshops und Schnupperkurse zum Thema Seniorengesundheit.

Und auch das hat das Modellprojekt ermöglicht: Wülfershausen wird als bundesweit einzige ländliche Kommune dabei unterstützt, im Rahmen der Dorferneuerung systematisch Maßnahmen zu integrieren, die auf eine Veränderung der Bewegungsverhältnisse abzielen. Dabei geht es um neue Spielplätze, den Ausbau von Fuß- und Radwegen oder die Verbesserung der Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer durch bessere Beleuchtung. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit den Universitäten Würzburg und Heidelberg.

Adipositasprävention

Mitte kommenden Jahres läuft die bisherige Förderung durch den Freistaat Bayern (70 Prozent) aus, kann aber kostenneutral durch eine Nachfolgeförderung (50 000 Euro/Jahr) ersetzt werden. In seiner jüngsten Sitzung beauftragte der Ausschuss für Bildung, Schule, Sport und Gesundheit die Verwaltung damit, den Verlängerungsantrag auf Förderung für die Gesundheitsregion-Plus Bäderland Bayerische Rhön zur erstellen.

Für den neuen Förderzeitraum ab Mai 2020 hat sich das Gesundheitsmanagement auch schon einen Handlungsschwerpunkt ausgesucht: Gearbeitet wird am Projekt Adipositasprävention. Dabei will man starkem oder krankhaftem Übergewicht den Kampf ansagen.

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