Ginolfs

Ginolfs: Bekommt die alte Schule einen barrierefreien Zugang?

Ein barrierefeier Zugang zur alten Schule ist ein Wunsch der Bevölkerung. Foto: Marion Eckert

Wenn in Ginolfs Bürgerversammlung ist, dann wird gerne ausführlich und lebhaft diskutiert. Auch in diesem Jahr gab es einige Themen, die den "Gingelsern" wichtig sind. Ginolfs hat 331 Einwohner, es gab in 2018 zwei Geburten, einen Sterbefall und zwei Eheschließungen.

"Es ist an der Zeit, auf dem Ginolfser Friedhof Möglichkeiten der Urnenbeisetzung zu haben", befand Bernd Schrenk. Bürgermeisterin Birgit Erb konnte mitteilen, dass auch für Ginolfs hierüber nachgedacht werde. Mit Friedhofsplaner Thomas Stuchholz sei sie in diesem Jahr auf allen Friedhöfen gewesen, um zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln. Diese seien im Moment in Arbeit und werden dem Gemeinderat und der Bevölkerung zu gegebener Zeit vorgestellt. Unter anderem gehe es um die Anlage von Erdurnengräbern. Ziel sei es aber auch, mehr Grün und mehr Gestaltungselemente in die Friedhöfe zu bringen.

Die Friedhofsmauer in Ginolfs wurde vom gemeindlichen Bauhof in diesem Jahr instand gesetzt. Restarbeiten sind noch in 2020 zu erledigen. Für die Bauhofmitarbeiter gab es einen tüchtigen Applaus. Sven Breunig lobte die gelungene Sanierung der Dorfbrunnen. "Da wurde gute Arbeit geleistet."

Fristen zum Abtransport des Holzes setzen

Ein weiteres Anliegen drehte sich um liegen gelassenes Holz im Wald, das seit Jahren zur Abfuhr bereit liege, aber nicht abgeholt wurde. Es vergammele, rutsche teilweise in den Graben und könne bei starken Niederschlägen zu Problemen führen.  Dieser Umgang mit der Ressource Holz passe nicht zum Image als Umweltgemeinde, monierte Breunig und wünschte sich eine verantwortungsvollere Handhabe. Er sprach von einer anderen Verkaufsstrategie Seitens der Gemeinde und schlug vor, Fristen zum Abtransport zu setzen. Einen exemplarischen Vertrag der Bayerischen Staatsforsten, der solche Klauseln enthalte, hatte er mitgebracht.

Diese Thematik sei der Gemeinde nicht unbekannt, sagte Erb. Es wurde schon auf verschiedenen Ebenen diskutiert, unter anderem mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie der Forstbetriebsgemeinschaft. Dem Vorschlag, Holz, das nicht abgeholt wurde, erneut zu vermarkten, könne sie nicht folgen. Mit der Forstbetriebsgemeinschaft werden derzeit Überlegungen angestellt, welche Vertragsklauseln denkbar seien, um den korrekten und vollständigen Abtransport zu gewährleisten. Die gemeindlichen Waldarbeiter nehmen zudem Jahr für Jahr auf, welche Restmengen an Holz noch draußen sitzen. Harald Omert aus der Gemeindeverwaltung ergänzte: "Es dürfte nichts aktuell mehr draußen liegen." Die Fotos, die Sven Breunig mitgebracht hatte, zeigten altes Holz, das schon jahrelang am Wegesrand liegt. Norbert Omert schlug vor: "Einfach mal nachtelefonieren, es ist doch keine große Sache, beim Käufer nachzuhören." Es sei ein  Kommunikationsproblem, das verbessert werden müsse, räumte Erb ein.  

"Räumfahrzeuge können nicht überall gleichzeitig sein"

Die Abrechnung für das Neubaugebiet Herbertsacker werde bis Mitte 2020 erstellt, konnte die Bürgermeisterin mitteile. Die Anschaffung der neuen Spinde für die Feuerwehr stehe noch aus. Sie sollen in der KW 48/49 geliefert werden.

Christian Holzheimer bat eindringlich um ein zügigers Schneeräumen als in der Vergangenheit. 30 Stunden habe es gedauert, bis geräumt und gestreut wurde. "Jedes Jahr die gleiche Katastrophe", sagte er. Die Bürgermeisterin sicherte zu, dass die Rufbereitschaft heuer noch mal modifiziert werde, um eine Verbesserung zu erzielen. Sie bat aber auch um Verständnis, dass die Räumfahrzeuge nicht immer überall gleichzeitig sein können.

Ortsabrundung mit weiteren Bauplätzen möglich

"Soll Ginolfs größer werden? Wo entstehen die nächsten Bauplätze?", fragte  Bernd Schrenk. "Wir machen Innenentwicklung", entgegnete Erb. Außerdem habe die Gemeinde noch drei Bauplätze zu verkaufen, weitere gebe es in privater Hand. Sie stellte aber auch in Aussicht, dass eine Ortsabrundung mit weiteren Bauplätzen durchaus möglich sei.

Ob die alte Schule einen barrierenfreien Zugang erhalten könne, fragte Marco Schrenk. "Der Saal ist kein Problem, aber die Toiletten sind im Keller", verwies Erb auf die räumlichen Gegebenheiten und bat die Vereinsverantwortlichen zu einem gemeinsamen Gesprächstermin, um die Problematik vor Ort zu erörtern.

Diskussionen um die Funkwasseruhren

Zu den Vorhaben am Basaltsee konnte Erb keine Neuigkeiten mitteilen. Es werde derzeit gemeinsam mit dem Landkreis ein Plan erarbeitet und das brauche seine Zeit.

Ausführlich wurde über den Einbau und die Nutzung der Funkwasseruhren diskutiert. Wie Erb informierte, werde in den nächsten Wochen eine Befragung der Bevölkerung stattfinden, jeder könne dann entscheiden, ob er den Einbau möchte oder nicht. Wenn eine entsprechend große Akzeptanz da sei, werde die Gemeinde die notwendige Software anschaffen.

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