WILLMARS

Glänzender Schlusspunkt des Jubiläums

Auch die Flötengruppe aus dem Nicol-Haus lieferte mit (von links) Franziska, Johanna und Sarah drei gefällige Beiträge.
Auch die Flötengruppe aus dem Nicol-Haus lieferte mit (von links) Franziska, Johanna und Sarah drei gefällige Beiträge. Foto: Brigitte Gbureck

Mit der Paraphrase über Tochter Zion von Händel und dem französischen Organisten und Komponisten Guilmant legte der Musikverein gleich mächtig los und legte mit dem „Classical Canon“ nach.

Leise beginnend, wurde das Stück mit dem Einsatz jedes neuen Instruments voller und endete schließlich so leise, wie es begonnen hatte. Pfarrer Michael Hofmann begrüßte die Besucher im voll besetzten Willmarser Gotteshaus zum Weihnachtskonzert und übergab das Wort an Musikvereinsvorsitzenden Erich Straub. Für den Musikverein war es das erste Weihnachtskonzert in der Kirche und damit der letzte Akt des Jubiläums „40 Jahre Blasmusik in Willmars“. Das Konzert setzte sich aus 13 Programmblöcken mit 21 Titeln zusammen, kündigte er an, und stellte die Gruppen vor. Drei Stücke boten die Jungmusiker. Bei „Kling, Glöckchen, kling“ „Deck the Hall“ setzte sich Daniela Wagner mit ihrer Posaune unter die Gruppe, während sie bei „Music Mill“ wieder dirigierte und die Jungmusikanten antrieb, die voll konzentriert spielten, anerkennend beäugt von den großen Mitspielern. Mit „Pavane in Blue“ von Ted Huggens spielte der Musikverein einen langsamen Blues mit einer Soloeinlage von Tonja Müller auf der Trompete, sanft beginnend, aufdrehend, um dann wieder sanft zu enden.

Auf der Orgelempore hatte der Kirchenchor Filke/Willmars unter seiner Dirigentin Heike Dankert seinen Einsatz. Gemeinsam mit Alexander Neugebauer an der Orgel spielte Daniela Wagner mit der Posaune auf der Empore „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ von Johann Sebastian Bach. Dann war nur noch die Orgel im Spiel, mit Johann Sebastian Bachs „Vom Himmel hoch“, das ebenso wie das vorangegangene Duett ganz anders als in üblicher Version zu hören war. „Élévation“ ist eine Komposition aus den Heures Mystiques von Léon Boëllmann, die vom Künstler an der Orgel elegant wiedergegeben wurde. Sehr anrührend spielte die Flötengruppe aus dem Nicol-Haus mit Franziska, Johanna und Sarah das französische Weihnachtslied „Les anges dans nos campagnes“, auch als Gloria bekannt, von Hoffmann. „First Noel“ und „O Freude über Freude“, ebenfalls nach einem Satz von Hoffmann, gehörten auch zu diesem Block.

Sehr erheiternd waren zwischendurch kleine Geschichten, die Flötistin Christine Breunig in Mundart zum Besten gab. Pfarrer Hofmann setzte gottesdienstliche Akzente, so mit der Lesung nach Jesaja, wo es heißt „Seid fröhlich und jubelt miteinander, denn der Herr hat sein Volk erlöst“, oder mit der Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper, in der wieder die Freude auf die Ankunft des Herrn Thema ist.

Mit „Cinderella?s Dance“ ließ die Kapelle zauberhafte Musik aus dem Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ hören und dann den Abendsegen „Evening Prayer“ aus der Märchenoper „Hänsel und Gretel“. Nina Pieczonka zeigte mit dem „Stern über Bethlehem“ an der Gitarre ihr Können, bevor Alexander Neugebauer die Weihnachtspastorale (1. Satz) von Bach und wie einen Weckruf die „Fanfare“ von Théodore Dubois erklingen ließ. Erich Straub, der nach eigenem Bekunden so viel Freude aufgenommen hat, bedankte sich bei allen Mitwirkenden, die zu diesem Abend beigetragen hatten.

Sein besonderer Dank galt Dirigentin Daniela Wagner, die seit 20 Jahren ihre Arbeit macht und die durch Professionalität und ihre unermüdlich freundliche, motivierende Art dazu beigetragen hat, dass das Konzert in dieser Form stattfinden konnte. Dafür gab es einen großen Applaus der Besucher. Um das Kompliment zu unterstreichen, spielte der Musikverein als fulminanten Schlusspunkt „Highland Cathedral“, eine mitreißende Dudelsackmelodie.

Danach loderte das Schwedenfeuer auf dem illuminierten Kirchberg, wo die Konzertbesucher den Abend kulinarisch bestens versorgt ausklingen ließen.

Nina Pieczonka intonierte gekonnt auf der Gitarre den „Stern über Bethlehem“.
Nina Pieczonka intonierte gekonnt auf der Gitarre den „Stern über Bethlehem“. Foto: Brigitte Gbureck

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