Bad Neustadt

Glosse Aufgespießt: Whisky-Schmuggel

Wenn der Brexit den Whisky teurer macht,muss man sich etwas einfallen lassen.
Für das Versorgungsschiff Rhön, Patenschiff des Naturparks Rhön, wäre eine neue Verwendung vorstellbar. Foto: Marcel Kroencke

Es gab Zeiten, da haben sich die Menschen Asbach hineingeschüttet, um betrunken zu werden. Meist als Mixgetränk mit Cola. Später schüttete man bevorzugt Bacardi in die Koffein-Brause. Der Konsum von Spirituosen ist halt auch Moden unterworfen. Jägermeister und Wodka waren ebenfalls lange in. Oft genug mit irgendeiner Plörre gemischt - zum Beispiel Red Bull. Dann trinken sich die Hochprozenter halt leichter. 

Würde mich derzeit einer fragen, welcher Sprit gerade in ist, müsste ich keinen Moment überlegen: Gin. Jeder Schnapsbrenner, der etwas auf sich hält, brennt heute seinen eigenen Gin und macht natürlich ein riesiges Geheimnis daraus, welche Kräutlein er in seinen Wacholderschnaps kippt. Sogar die Supermarkt-Regale sind voll mit unzähligen Gin-Marken.

Ich bin da eher Traditionalist, trinke ab und an einen guten Cognac oder noch lieber einen Whisky. Doch seit Donnerstagnacht mache ich mir Sorgen. Ein guter schottischer Whisky ist ja eh schon nicht ganz billig, aber wie wird das nach dem Brexit, der ja nun tatsächlich zu kommen scheint? Wenn die Grenzen nach Großbritannien dicht sind, dann könnte es knapp werden mit dem Whisky-Nachschub. Und knappes Angebot heißt bekanntlich höhere Preise.

Da muss ich wohl selber für günstigeren Nachschub sorgen. Unter Umgehung der europäisch-englischen Grenzübergänge mit dem Ruderboot über die Nordsee, um ein paar Flaschen zu schmuggeln, das kommt wohl eher nicht in Frage. Da muss was Größeres her. Da fällt mir auch gleich was ein. Die Tage des Tankers Rhön bei der Marine sind ja bekanntlich gezählt. Zum Verschrotten wäre der alte Dampfer, das Patenschiff des Naturparks Rhön, aber doch zu schade. In einer stillen, schottischen Bucht die Tanks mit bestem, unverzolltem schottischen Whisky gefüllt und die Versorgung der Rhön mit zollfreiem Whisky wäre auf Jahrzehnte hinaus gesichert. Jedenfalls so lange bis sich die Engländer das mit dem Brexit wieder überlegen, oder die europafreundlichen Schotten die Abspaltung von Großbritannien beschließen. 

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