Irmelshausen

Grabfeld-Allianz setzt sich zusätzliche Ziele

Dieses Plakat ist an wechselnden Standorten im Grabfeld zu sehen und weist auf den gemeinsamen Einsatz der Allianzmitglieder hin. Aktuell werden die bereits umgesetzten Projekte bewertet, neue Ziele festgelegt und akute Probleme angegangen.
Dieses Plakat ist an wechselnden Standorten im Grabfeld zu sehen und weist auf den gemeinsamen Einsatz der Allianzmitglieder hin. Aktuell werden die bereits umgesetzten Projekte bewertet, neue Ziele festgelegt und akute Probleme angegangen. Foto: Regina Vossenkaul

Mit der Evaluierung und den Ergebnissen des gemeinsamen Seminars in Klosterlangheim beschäftigten sich die Mitglieder der Lenkungsgruppe der Grabfeld-Allianz in Irmelshausen. Architektin und Stadtplanerin Christiane Wichmann vom Architekturbüro Perleth fasste die bisherigen Ergebnisse und die noch anstehenden "Hausaufgaben" zusammen.

"Evaluierung und Fortschreibung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) und des Konzepts zur Sicherung und Stärkung der Daseinsvorsorge im Bund-Länder-Programm Kleinere Städte und Gemeinden" war die Bezeichnung des Seminars, in dem sich die Bürgermeister, begleitet von einigen Gemeinderäten, Behördenvertretern und Projektleiterin Silvia Schmitt, Anfang April in Klosterlangheim Gedanken über erledigte, noch laufende und dringend notwendige Projekte machten, um ihre Gemeinden gemeinsam weiter voranzubringen. Die Anregungen und Inhalte müssen nun aufgearbeitet werden.

47 Projekte umgesetzt

Erfreulich ist, dass seit Bestehen der Allianz 47 Projekte umgesetzt wurden, hauptsächlich in den Handlungsfeldern Siedlungs- und Dorfentwicklung sowie Öffentlichkeitsarbeit, was der Grabfeld-Allianz den Staatspreis einbrachte. Eine Reihe von Projekten haben sich zu Dauerprojekten entwickelt, allen voran die erfolgreiche "Grabfelder Jobmeile", die Aktion "Türen auf", das Innenentwicklungsförderprogramm, die Kooperation mit den thüringischen Nachbarn unter der Bezeichnung "Grabfeld grenzenlos" und vieles mehr.

Zu den allgemeinen Projekten, die als dringlich angesehen und schnell angegangen werden sollen, zählen die Sicherung der Trinkwasserversorgung, die weitere Digitalisierung, ein interkommunaler Gewässerentwicklungsplan und Bauhof-Kooperationen. Gewünscht wird außerdem der Ausbau der B 279 zum Rhön-Klinikum Campus.

Im Bereich Daseinsvorsorge innerhalb des Programms "Kleinere Städte und Gemeinden" gab es Projekte, von denen nur wenige umgesetzt werden konnten, wie beispielsweise der Busbahnhof in Bad Königshofen - teilweise deshalb, weil sich die entsprechenden Grundstücke oder Anwesen in Privathand befinden. Wichmann regte an, die Projekte nicht aus den Augen zu verlieren, vielleicht ergäben sich irgendwann doch Chancen zur Verwirklichung.

Auch die Bürger sollen befragt werden

Teil der Evaluierung soll eine Online Befragung von Allianz-Mitgliedern, Behörden und benachbarten Allianzen sein, denen ein Fragenkatalog vorgelegt wird, dessen Beantwortung höchstens zehn Minuten dauern soll. Auf Wunsch der Bürgermeister wurden alle Gemeinderäte ebenfalls auf die Liste der zu Befragenden gesetzt. Auch die Bürger sollen ihre Meinung kundtun, am besten am Rande einer großen Veranstaltung. Hierfür kommt der Kunsthandwerkermarkt in Bad Königshofen infrage, man einigte sich schließlich darauf, einen Stand am Sonntag, 8. September, dort einzurichten und möglichst viele Bürger zu befragen.

Diskutiert wurde über das Leerstandskataster, das jede Gemeinde liefern soll, das aber noch unvollständig ist. Dabei sei man auf die Mithilfe der Verwaltungen angewiesen, denn es gehe auch um Fragen des zukünftigen Leerstands. Dazu müsse man wissen, ob alleinstehende Personen über 70 Jahre in einem Anwesen wohnen. Diese Informationen seien wichtig für Planungen innerhalb der Handlungsfelder der Daseinsvorsorge, zum Beispiel bezüglich der medizinischen Versorgung, der Einkaufsmöglichkeiten, der Mobilität und des Baulandbedarfs. Da die Verwaltungsgemeinschaften bereits am Limit arbeiten, ist es schwer zusätzliche Anforderungen unterzubringen. Deshalb soll die Regierung von Unterfranken um einen Aufschub für die Lieferung dieser Informationen gebeten werden.  

Beschlossen wurde zudem ein Treffen einer Arbeitsgemeinschaft Klärschlamm, das am 8. Juli in Bad Königshofen stattfinden wird.   

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