Alsleben

Grabfeld-Allianz will teilweise dreispurigen Ausbau der B 279

Eines von mehreren Hundert Fotos, die im „Grabfeld-Bildband“ zu finden sein werden: Blick über Großeibstadt nach Thüringen zu den Gleichbergen. Foto: Hanns Friedrich

Die in der Kommunalen Allianz Fränkischer Grabfeldgau zusammengeschlossenen Kommunen wünschen sich baldmöglichst einen dreispurigen Ausbau der B 279 zwischen Wülfershausen und der Kreuzung B 279/B 19. In der Allianz-Sitzung am Mittwochabend segneten sie ein gemeinsam formuliertes Anschreiben an das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ab, in dem die Forderung begründet wird.

In dem von allen elf Allianz-Bürgermeistern unterzeichneten und direkt an den zuständigen Bundesminister Andreas Scheuer adressierten Brief wird die Bundesstraße B 279 als eine wichtige Ost-West-Verbindung im nördlichen Bayern beschrieben, über die der gesamte, nicht autobahngebundene Schwerlastverkehr aus den Räumen Bayreuth, Bamberg, Coburg und Kronach in Richtung Frankfurt am Main, Stuttgart sowie Hamburg und umgekehrt führt.

Verkehrsbedingte Rückstaus

Zwischen Wülfershausen bis zur Anschlussstelle Bad Neustadt Nord der A 71 sowie in der Gegenrichtung von der Kreuzung B 19/B 279 Bad Neustadt bis zu der vorgenannten Anschlussstelle sei die Bundesstraße jeweils einspurig und weise einen stark ansteigenden Trassenverlauf auf. „Aufgrund dieser Streckengegebenheiten und gleichzeitig hohen Verkehrsaufkommens kommt es insbesondere zu den Stoßzeiten durch langsam fahrende Lkws und landwirtschaftlichen Verkehr zu verkehrsbedingten Rückstaus“, so die Bürgermeister in ihrem Schreiben. Gefährliche Überholmanöver anderer Verkehrsteilnehmer blieben hierdurch nicht aus, wären bei der Umsetzung einer Kriechspur jedoch vollständig vermeidbar.

Immer mehr Lkw-Verkehr

Als weiteres Argument für einen zu forcierenden Ausbau der B 279 liefere die Zeitersparnis zur Bewältigung der Strecke für Unternehmen und übrige Verkehrsteilnehmer. Wichtig sei es auch, in den Planungen den abfließenden Verkehr der A 71 in Richtung Bad Neustadt und Bad Königshofen zu berücksichtigen, um eine Rückstauung auf die Autobahn, wie sie derzeit schon stattfindet, zu verringern.

Blick über eine Pferdekoppel auf die Milzgrundortschaft Gollmuthhausen. Auch dieses Foto wird im Bildband von Hanns Friedrich zu finden sein. Foto: Hanns Friedrich

„Die Prognose des Staatlichen Bauamtes Schweinfurt geht für die kommenden Jahre zudem von einer stark ansteigenden Frequentierung des Schwerlastverkehrs auf der B 279 aus, aus diesen Gründen halten wir den dreispurigen Ausbau der B 279 zwischen der Gemeinde Wülfershausen und der Kreuzung B 19/B 279 in Fahrtrichtung Bad Neustadt für zwingend notwendig“, endet der an Bundesverkehrsminister  Andreas Scheuer gerichtete Brief.

„Grabfeld-Bildband“ mit über 100 Seiten

Weiteres Thema in der Allianz-Sitzung im Gasthaus „Grüner Baum“ in Alsleben war der „Grabfeld-Bildband“, den die Allianz schon vor geraumer Zeit auf den Wege gebracht hat und der jetzt kurz vor der Drucklegung steht. Das Buch soll zum einen den Mitgliedsgemeinden als attraktives Präsent dienen, wenn es zum Beispiel Gäste zu beschenken oder verdiente Mitarbeiter auszuzeichnen gilt. Zum anderen wird ein Teil der Bücher auch in den freien Verlauf gehen.

Römhilder Impression: Auch die Glücksburg in Bad Königshofens Partnerstadt ist im Bildband abgebildet. Foto: Hanns Friedrich

Die Idee zu dem Bildband hatte der Journalist und Kreiskulturreferent Hanns Friedrich. Mehrere Hundert aktuelle Fotos von vielen unterfränkischen und auch thüringischen Grabfeld-Gemeinden hat er geschossen, um daraus einen über 100-seitigen, grenzübergreifenden „Grabfeld-Bildband“ zusammenzustellen. In ihrer Sitzung beschlossen die Gemeinderäte und Rathauschefs im Beisein von Allianz-Managerin Silvia Schmitt, insgesamt 1000 Exemplare des Bildbands drucken zu lassen, was rund 10 000 Euro kostet.

Vorstellung am 8. November

Während der Verkaufspreis noch offen ist, steht der Termin für die Buchpräsentation bereits fest: Der „Grabfeld-Bildband“ wird am 8. November in der Schranne im Rahmen einer Ausstellungseröffnung zur Grenzöffnung der Öffentlichkeit vorgestellt. Auch die nächste „Job-Meile“ der Grabfeld-Allianz in der Frankentherme wurde terminiert, sie soll am 9. Februar 2020 stattfinden.

Zu Beginn der vom Allianz-Vorsitzenden und Sulzfelder Bürgermeister Jürgen Heusinger geleiteten Sitzung hatte Gertrud Schätzlein, frühere Leiterin des Schweinfurter Frauenhauses, Gelegenheit bekommen, die Einrichtung vorzustellen. In der Anlaufstelle suchen Frauen Schutz, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Schätzlein machte auf die finanziellen Engpässe aufmerksam, mit denen das Frauenhaus immer wieder zu kämpfen hat und warb um Spenden.

Zudem regte sie zum wiederholten Male im Landkreis Rhön-Grabfeld einen runden Tisch zum Thema „Häusliche Gewalt“ an. Sie hoffe, dass Landrat Thomas Habermann, wie zugesagt, dafür demnächst die Initiative ergreift. Die Sulzfelder Gemeinderätin Waltraud Kleinert schlug vor, die Erlöse aus den in den Allianz-Gemeinden geplanten Adventsmärkten oder Weihnachtskonzerten für das Frauenhaus in Schweinfurt zu spenden.

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