SAAL

Grabfeld-Kochbuch erscheint Ostern

Von Bedeutung: Resolutionen unterzeichneten die Allianz-Bürgermeister, eine wurde von Georg Böhm (rechts) vorgelegt, eine von Wolfgang Abschütz (links), hier mit dem Vorsitzenden Kurt Mauer. Foto: Vossenkaul

Die Grabfeld-Allianz hielt am Mittwoch ihre erste Lenkungsgruppensitzung gemeinsam mit der neuen Projektmanagerin, diesmal in der VG in Saal.

Nachdem ihre Vorgängerin Tina Büdel eine andere Tätigkeit im Landkreis Haßberge angenommen hat, wurde mit Mirjam Betz eine neue Kraft eingestellt, deren Tätigkeit auch vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) gefördert wird, wie der anwesende, für die hiesige Land- und Dorfentwicklung zuständige Raimund Fischer, bestätigte. Er wies auch auf neue Fördermöglichkeiten für Energiekonzepte und die interkommunale Zusammenarbeit bei Bauhöfen und ähnlichem hin.

Die neue Projektleiterin, die seit 1. Dezember für die Grabfeld-Allianz tätig ist, hat schon einige der Bürgermeister kennengelernt. Die 24-Jährige aus dem hessischen Steinau an der Straße berichtete in ihrer Vorstellung, dass sie hier ihre erste Stelle nach dem Abschluss des Masterstudiums „Regionalmanagement“ an der Hochschule Triesdorf angetreten hat. Zuvor hatte sie ein Bachelorstudium im Fach Public Administration in Frankfurt erfolgreich absolviert.

Ein Resümee wurde gezogen, damit der Stand der Projekte und Aktionen festgestellt werden konnte. Eines der wichtigsten Projekte mit Handlungsbedarf ist „Grabfeld Dorf“, hier wurden 4400 Objekte, also Häuser, Zaunanlagen und Hoftore, die entweder denkmalgeschützt oder ortsprägend sind erfasst und die Besitzer schriftlich benachrichtigt, dass sie eine kostenfreie Beratung erhalten können. Bisher mündeten 67 Beratungen in eine Investition, die dann bezuschusst werden konnte. Wichtig sei den Leuten zu sagen, dass die Bezuschussung nicht durch das Landesamt für Denkmalpflege, sondern vom ALE komme, sagte Sulzfelds Bürgermeister Jürgen Heusinger. Auch bei der Leerstandserhebung müssen noch „Hausaufgaben“ gemacht werden, nur wenige Dörfer, darunter alle, die zur VG Saal gehören, haben die Erfassung schon erledigt.

Ein Terminkalender mit den wichtigsten Festen und Ereignissen für ein halbes Jahr wird veröffentlicht, davon berichtete Heusinger. Die Setzarbeit übernehmen momentan er selbst und Thomas Hälker ehrenamtlich. Mirjam Betz hat an der monatlichen Sitzung des „Grabfelder e.V.“ teilgenommen und berichtete, dass es am 16. Juni auf dem Marktplatz Bad Königshofens einen Regionalmarkt geben wird, dort kann man selbstverständlich mit dem Regionalgeld „Grabfelder“ einkaufen. Beraten wurde über Aktivitäten anlässlich des Internationalen Museumstags, dabei soll jeweils die Gastronomie einbezogen werden.

Philipp Sebald berichtete über das Grabfeld-Kochbuch und zeigte einen Cover-Entwurf. Auf 400 Seiten werden 800 bis 1000 Rezepte aus dem Grabfeld zu finden sein. Noch vor dem Osterfest 2013 soll es an die Gemeinden ausgeliefert sein.

Zwei Resolutionen wurden von allen Bürgermeistern unterzeichnet. Saals Bürgermeister Georg Böhm berichtete von der Entscheidung der Mehrheit innerhalb des Bürgerbegehrens für eine Umgehungsstraße. Er legte deshalb eine Resolution vor, die er dem Staatssekretär Gerhard Eck, MdL, am nächsten Tag in Sulzfeld übergeben wollte. Er soll sich dafür verwenden, dass die Umgehung in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird, außerdem sollen bis zur Verwirklichung geeignete Maßnahmen ergriffen werden, damit die Anwohner an der Hauptstraße etwas mehr Ruhe bekommen.

Auch Aubstadts Bürgermeister Wolfgang Abschütz legte eine Resulotion vor, die ebenfalls von allen unterzeichnet wurde. Dabei geht es darum, dass die nach den neuen Richtlinien für Leitplanken erstellten Schutzplanken an den Straßenrändern bei Holzfällarbeiten von den jeweiligen Straßenbesitzern (Bund, Kreis oder Gemeinde) ab- und wieder aufgebaut werden sollen. Die Planken wurden ohne Rücksicht auf vorhandene Rückegassen eingebaut, behindern die Arbeiten und könnten beschädigt werden. Momentan muss der, der das Holz erntet, für den Abbau zehn Euro pro laufendem Meter bezahlen. „Das ist zu teuer, dann brauchen wir kein Holz mehr einschlagen“, so Abschütz.

Diskutiert wurde auch über einen möglichen Radwegenetzschluss zwischen Merkershausen und Kleinbardorf, den Josef Demar anregte. Am Ende der Sitzung dankte Vorsitzender Kurt Mauer allen Ämtern, Behörden, Mitarbeitern und Kollegen für die geleistete Arbeit im Jahr 2012.

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