Bad Königshofen

Grabfeldallianz: Zusammenarbeit für eine erfolgreiche Zukunft

Nach einem zufriedenen Blick zurück wurde die Fortschreibung der Programme für den Zusammenschluss der elf Gemeinden von über 100 Gemeinderäten gebilligt. Um was geht es?
Die Neugestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs in einem Pilotprojekt für das Grabfeld ist einer der Schwerpunkte der künftigen Arbeit der Allianz. Foto: Michael Petzold

Die Bilanz der Grabfeldallianz seit ihrer Gründung vor zwölf Jahren kann sich sehen lassen. Im vollbesetzten Sportheim des TSV Aubstadt bei der Auftaktveranstaltung zu einer neuen Periode sparten die beiden Referentinnen Christiane Wichmann (Büro Derleth) und Sarah Geißler (arc grün) denn auch nicht mit Lob. Vor allem Projekte wie die Grabfelder Jobmeile, die am 9. Februar wieder in der Frankentherme in Bad Königshofen ausgerichtet wird, und das Innenentwicklungsprogramm haben den guten Ruf der Kommunalen Allianz Fränkischer Grabfeldgau, wie die Vereinigung von elf Kommunen offiziell heißt, auch über die Landkreisgrenzen hinaus getragen. Auch die heimische Bevölkerung sieht das so, wie eine Umfrage beim letzten Kunsthandwerkermarkt ergeben hatte. Die beiden Fachfrauen stellten dann im Laufe des Abends auch die künftigen Ziele vor. 

Mit einem Staatspreis wurde 2018 die Arbeit der Grabfeldallianz gewürdigt

Auch an höherer Stelle weiß man um die Qualität der Arbeit, die hier erledigt wird und die 2018 mit einem Staatspreis gewürdigt wurde. Michael Kuhn vom Amt für ländliche Entwicklung machte für den Erfolg die Bürgermeister, den Lenkungsgruppenvorsitzenden Jürgen Heusinger, Managerin Silvia Schmitt und ihre Mitarbeiterin Annedore Dietz-Holzheimer verantwortlich. In der Allianz herrsche ein freundlicher und konstruktiver Umgang mit viel Wertschätzung, betonte Kuhn und sagte, dass er die Allianz gerne betreut.    

Aber das sind Lorbeeren von gestern, wenn auch einige der erfolgreichen Projekte in den nächsten Jahren fortgeführt werden. Für die Fortschreibung des Programms Integrierte Ländliche Entwicklung (ILEK) und des Daseinsvorsorgekonzepts (DVK) waren eine Reihe von Lenkungsgruppen-Mitgliedern in Klausur gegangen. Für die kommenden fünf Jahre kann die Allianz noch mit einer Förderung durch das Amt für ländliche Entwicklung in Höhe von 75 Prozent rechnen. Insgesamt sind 48 ILEK-Maßnahmen und 62 Projekte baulicher Natur Teil der Fortschreibung. 

Bei der Auftaktveranstaltung in Aubstadt: Bad Königshofens Bürgermeister Thomas Helbling, Michael Kuhn vom Amt für ländliche Entwicklung, Architektin Christiane Wichmann, Allianzmanagerin Silvia Schmitt, Landschaftsarchitektin Sarah Geißler und Jürgen Heusinger, der Lenkungsgruppensprecher der Grabfeldallianz.    Foto: Regina Vossenkaul

Eines der Schwerpunktthemen wird der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) sein, für den im Grabfeld ein Pilotprojekt eingerichtet wurde. Die einzelnen Mitgliedsgemeinden sollen mindestens im Zweistundentakt angefahren werden, außerdem ist ein Azubi-Shuttle geplant, wie der stellvertretende Lenkungsgruppensprecher Thomas Helbling erklärte, um nur einige der Neuerungen  zu nennen. Große Bedeutung wird auch dem Wasser- und Klimaschutz eingeräumt, etwa durch eine gemeinsame Trinkwasserversorgung und einen interkommunalen Gewässerentwicklungsplan. Ein deutlicheres Augenmerk will man auf die Beteiligung der Jugend legen.      

Ausgeweitet werden soll auch die Zusammenarbeit auf dem Feld der Gemeindebauhöfe, etwa durch gemeinsame Beschaffung und Nutzung von Geräten. Wie weit die Zusammenarbeit gehen kann, wird sicher ein Diskussionspunkt in den nächsten Jahren sein, wie sich bereits am Abend andeutete. Lenkungsgruppensprecher Jürgen Heusinger hatte sich zu Beginn der Veranstaltung für die gute Zusammenarbeit bedankt und die mehr als 100 Gemeinderäte im Saal aufgefordert, zusätzliche Vorschläge einzubringen.

Wie weit kann die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden gehen?

Die ließen nicht lange auf sich warten. Die Bad Königshöfer Stadträtin Susanne Büttner  wünschte sich mehr Unterstützung durch die Allianz bei der Außendarstellung von Mitgliedsgemeinden, etwa über Facebook oder einem Internetauftritt. Für Heusinger ein schwieriges Unterfangen, weil man in diesem Fall auch in Hoheitsaufgaben von Gemeinden eingreife. Für alle stelle sich aber die Frage: "Wie kommen wir in die Köpfe der Menschen hinein?"  

Außerdem schlug Büttner vor, auch Teile der Verwaltungen zusammenzulegen, was schon zu ersten Diskussionen führte. Wülfershausens Gemeinderätin Ruth Markert würde sich einen Entwurf für eine Art Deckblatt wünschen. Füllen müssten das Ganze dann die jeweiligen Gemeinden. Im  Großen und Ganzen überwog die Zufriedenheit, was sich auch bei der Abstimmung über die Fortschreibung bemerkbar machte. Die wurde fast einstimmig beschlossen, nur der Gemeinderat von Wülfershausen möchte das Thema noch einmal beraten.       

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