KLEINEIBSTADT

Gräber am Friedhof werden nicht gedreht

Am Friedhof in Kleineibstadt trafen sich am Mittwochabend die Mitglieder des Gemeinderates von Groß- und Kleineibstadt. Hier ging es um die Frage, ob man Gräber zugunsten eines Weges drehen sollte. Foto: Hanns Friedrich

Bei der Bürgerversammlung im Februar in Kleineibstadt hatte Bürgermeister Emil Sebald eine Überlegung des Gemeinderats zur Umgestaltung des Friedhofs vorgestellt. Dabei ging es darum, einen Teil der Gräber im Bereich des Haupteingangs zu drehen und die Grabsteine auf einen festen Sockel zu stellen. Damit sei die Wegegestaltung einfacher, hieß es. Die Kleineibstädter zeigten sich hier allerdings skeptisch und schlugen eine Ortsbegehung vor. Diesem Vorschlag folgte nun das Gremium und entschied, den Bürgerwillen zu akzeptieren. Allerdings soll der Weg vom Eingang bis zur vorhandenen Pflasterung am Friedhofskreuz ebenfalls gepflastert werden. Das sei angenehmer für Menschen mit Rollator.

Die Umsetzung wird allerdings wohl erst im kommenden Jahr erfolgen, da der Bauhof der Gemeinde mit anderen Arbeiten ausgelastet ist. Ein am Eingang des Friedhofs vorhandener Brunnen soll zwar bestehen bleiben, allerdings ist er stillgelegt. Bürgermeister Emil Sebald berichtete dazu, dass einige Kleineibstadt den Brunnen ohnehin nie genutzt haben, „weil sie nicht wissen, woher das Wasser kommt“. Da der Brunnen am unteren Ende des Friedhofs liegt, könnte das Wasser von oben durch die Gräber fließen, werde gemutmaßt. Eine neue Wasserstelle wurde bereits im vergangenen Jahr im oberen Bereich angelegt.

Keine Blumen am Urnengrab

Bürgermeister Emil Sebald richtete einen Appell an alle, die ein Urnengrab pflegen. Es sei nicht angedacht gewesen, dass diese Gräber mit Blumen oder Lichtern geschmückt werden. Das besage auch die Friedhofssatzung. Die Gräber seien Rasengräber, die entsprechend gemäht werden. Lediglich ein kleineres Kreuz oder ein Stein mit dem Namen seien erlaubt. Ein Teil der Gräber ist entsprechend gestaltet, andere noch nicht. In diesem Zusammenhang verwies das Ortsoberhaupt darauf, dass die Urnengräber, die um eine Linde angelegt sind, bereits fast alle belegt sind, so dass ein Erweiterung notwendig wird.

Diese fand man auf der gegenüber liegenden Seite, wo ein 13 Meter langer und etwa drei Meter breiter Grünstreifen vorhanden ist. Er sei ideal, weil dann die Urnenfelder gegenüber liegen. Der Bürgermeister verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass sich das Friedhofsbild in den kommenden Jahren verändern wird, weil viele der älteren Grabstellen aufgelassen werden und dann Lücken vorhanden sind.

Fichten werden gefällt

Zur Gestaltung am vorhandenen Urnengrabbereich entschieden die Ratsmitglieder, dass dort vorhandene Fichten entfernt werden. Zwei werden es bereits in diesem Jahr sein, denn sie können als Christbäume in Groß- und Kleineibstadt verwendet werden. Damit werde der Urnengräberplatz auch freundlicher und heller. Angedacht ist weiterhin, einen kleinen Gehweg zu gestalten.

Einen Blick warfen die Ratsmitglieder abschließend noch auf zwei Straßen, die zum Friedhof führen. Die eine, die jetzt als Straße genutzt wird, war früher ein Feldweg, die andere liegt rund einen Meter höher und führte direkt zum Friedhof. Sie wurde ausgebaut, nachdem dort Wohnhäuser errichtet wurden. Ob man weiterhin beide Straßen braucht oder eine Umgestaltung möglich ist, soll einmal im Gemeinderat diskutiert werden.

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