Bad Königshofen

Großbaustelle Ipthausen: Kanalarbeiten laufen nach Plan

In der Sitzung des Stadtrats bad Königshofen lagen mehrere Bauanträge auf dem Tisch. Nicht alle stießen auf vorbehaltlose Zustimmung.
Großbaustelle Ipthausen: In der Stadtratssitzung informierte Bürgermeister Thomas Helbling über den Stand der Bauarbeiten. Demnach läuft die Kanalerneuerung nach Plan, sodass mit dem Verlegen der neuen Wasserleitungen Mitte September begonnen werden kann.
Großbaustelle Ipthausen: In der Stadtratssitzung informierte Bürgermeister Thomas Helbling über den Stand der Bauarbeiten. Demnach läuft die Kanalerneuerung nach Plan, sodass mit dem Verlegen der neuen Wasserleitungen Mitte September begonnen werden kann. Foto: Alfred Kordwig

Der geplante Neubau einer SB-Waschanlage und eines Garagengebäudes neben dem Edeka-Einkaufmarkt am Hohen Markstein in Bad Königshofen stieß in der Stadtratssitzung am Donnerstagabend nicht nur auf Zustimmung. Einige Räte lehnten das Bauvorhaben ab, das letztendlich aber doch mit zwölf gegen vier Stimmen genehmigt wurde.

SPD-Stadtrat Johann Treubert hatte sich bereits in der zurückliegenden Sitzung kritisch zu dem Bauantrag geäußert, bevor der Punkt nach kurzer Beratung vertagt wurde. Auch einige Wochen später hat sich an seiner Meinung nichts geändert: "Es gibt  schon genügend Waschanlagen in Bad Königshofen, zudem können wir doch die Bürger nicht zum Wassersparen auffordern und auf der anderen Seite zulassen, dass kostbares Trinkwasser zum Autowaschen verwendet wird." Auch Grünen-Stadtrat Alfred Werner teilte diese Auffassung. Er könne so einem Bauvorhaben nur dann zustimmen, wenn eine Rückgewinnung des eingesetzten Wassers stattfindet und auch Regenwasser zum Reinigen benutzt wird.

Neueste Technik kommt zum Einsatz

Zwei weitere Stadträte schlossen sich dieser Argumentation an, während alle anderen Gremiumsmitglieder dem Vorhaben zustimmten. Zuvor hatte Bürgermeister Thomas Helbling aus einer Stellungnahme des Antragstellers zitiert. Demnach werde sich mit dem Bau das Waschverhalten nicht verändern, sondern lediglich der Ort verlagern. Dank neuester Technik könne der höchste Grad an Nachhaltigkeit und Schonung der Ressourcen garantiert werden. Die für die Waschanlage benötigte Wärme und der Strom würden größtmöglich selbst erzeugt und verwendet.

Auch eine an der Zufahrtsstraße zur Tuchbleiche geplante große Werbetafel war schon einmal Tagesordnungspunkt in einer vorangegangenen Stadtratssitzung. Damals wurde der Bauantrag abgelehnt. Nun hat das Landratsamt als übergeordnete Genehmigungsbehörde der Stadt mitgeteilt, dass das gemeindliche Einvernehmen "zu Unrecht verweigert wurde". Es werde darum gebeten, "unter Würdigung der Rechtsauffassung des Landratsamtes erneut zu beraten und über das Einvernehmen zu befinden".

Werbetafel in der Diskussion

Nicht alle Stadträte wollten der Aufforderung nachkommen, jetzt für die Errichtung der Werbetafel zu stimmen, darunter Alfred Werner. Es handle sich lediglich um eine Rechtsauffassung des Landratsamtes und kein geltendes Recht. "Wir sollten bei unserer ablehnenden Haltung bleiben." Vier weitere Stadträte schlossen sich dem an, während elf  Räte der Errichtung der 2,7 mal 3,56 großen Werbetafel zustimmten.

Mehrere Stadträte mahnten an, mit einer Gestaltungssatzung endlich dafür zu sorgen, dass solche Diskussionen überflüssig werden. Bürgermeister Thomas Helbling wies darauf hin, dass eine solche Satzung im Entwurf vorliegt. Drei weitere Bauanträge wurden ohne Gegenstimmen genehmigt: der Antrag, in der Eschenbachstraße Büros zu vier Wohnungen umzufunktionieren, das Ersuchen, ein Bürogebäude in der Bamberger Straße zu erweitern und der Plan, an einem bestehenden Gebäude in der Thüringer Straße einen Balkon anzubauen.

Stadtratsmehrheit ist für Neubau einer SB-Waschanlage: Auf diesem Grundstück westlich des Edeka-Marktes am Hohen Markstein soll neben mehreren Waschplätzen für Kraftfahrzeuge ein Gebäude mit 20 Garagen entstehen, die zum Großteil vermietet werden sollen.
Stadtratsmehrheit ist für Neubau einer SB-Waschanlage: Auf diesem Grundstück westlich des Edeka-Marktes am Hohen Markstein soll neben mehreren Waschplätzen für Kraftfahrzeuge ein Gebäude mit 20 Garagen entstehen, die zum Großteil vermietet werden sollen. Foto: Alfred Kordwig

Hort fast komplett ausgebucht

Um wie im Sommer 2018 beschlossen am 1. September den Betrieb des Schülerhorts mit zwei Gruppen in der Alten Volksschule aufnehmen zu können, bedarf es noch einer Betriebserlaubnis, die vom Landratsamt erteilt wird. Dafür waren noch zwei formelle Beschlüsse des Stadtrats erforderlich, die beide einstimmig ausfielen. Zum einen wurde beschlossen, dass die Einrichtung von 50 Hortplätzen als bedarfsnotwendig anerkannt wird. Zum anderen stimmte der Stadtrat der provisorischen Unterbringung in den Räumlichkeiten der Alten Volksschule zu. Bürgermeister Helbling wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass 48  der 50 Hortplätze bereits belegt sind.

Weitere Informationen des Stadtoberhauptes bezogen sich auf die „Großbaustelle Ipthausen“,  wo derzeit das Kanalnetz und demnächst die Wasserleitungen erneuert werden. Laut Helbling wird die Leitungserneuerung bis zum Winter abgeschlossen sein. Der Weihnachtsmarkt könne wie geplant auf einer abgewalzten Schotterfläche stattfinden. Im kommenden Jahr würden dann die Strom-Verkabelungen und die Neugestaltung der Straßen und Wege über das Amt für ländliche Entwicklung ausgeführt.

Abriss steht kurz bevor: Bürgermeister Thomas Helbling informierte in der Stadtratssitzung am Donnerstagabend darüber, dass voraussichtlich am 2. Oktober der Auftrag für die Beseitigung des noch stehenden alten Krankenhausgebäudes vergeben werden kann.
Abriss steht kurz bevor: Bürgermeister Thomas Helbling informierte in der Stadtratssitzung am Donnerstagabend darüber, dass voraussichtlich am 2. Oktober der Auftrag für die Beseitigung des noch stehenden alten Krankenhausgebäudes vergeben werden kann. Foto: Alfred Kordwig

Krankenhaus: Abriss steht kurz bevor

Am Ende der Sitzung wies der Bürgermeister noch auf den Stand der Dinge in Sachen „Kreiskrankenhaus“ hin. Die Ergebnisse der Bodenproben lägen nun vor, sodass anhand dieser Analysen in den kommenden Wochen die Ausschreibung für den Abriss des noch stehenden früheren Kreiskrankenhausgebäudes erfolgen kann. In der Stadtratssitzung am 2. Oktober könne dann der Auftrag für den Abriss erteilt werden.

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