FRICKENHAUSEN

Gute Kooperation zwischen Genossen und Pächtern

Die neue Vorstandschaft der Jagdgenossenschaft Frickenhausen: Im Bild (von links) Stadtrat und Ortssprecher Bruno Fuchs, die Beisitzer Herbert Heim und Bernhard Sauer, dahinter Kassierer und Schriftführer Volker Schmitt, Jagdvorsteher Klaus Reß, der ausgeschiedene stellvertretende Jagdvorsteher Elmar Reß sowie der stellvertretende Bürgermeister Thomas Dietz. Foto: Peter Federlein

Zur Hauptversammlung hatte Klaus Reß als Jagdvorsteher die Frickenhäuser Jagdgenossen in das Dorfzentrum eingeladen. Neben den Tätigkeitsberichten der Funktionsträger standen auch Neuwahlen sowie ein Beschluss zum laufenden Pachtvertrag auf der Tagesordnung. Neben dem Inhaber des Frickenhäuser Gemeinschaftsjagdrevieres Karl Fuchs war auch Friedrich Spatz, Pächter der Frickenhäuser Flächen am Hainhof, zu Gast.

Klaus Reß resümierte die Tätigkeiten der Genossenschaft im vergangenen Jahr. Hauptaugenmerk lag auf der Durchführung von Unterhaltungs- und Sanierungsarbeiten von Wirtschaftswegen. So wurden der Haidweg in Frickenhausen sowie der Drei-Bäume-Weg am Hainhof unter der Regie der Jagdgenossen instand gesetzt. Weiterhin sorgte man für die Ausbaggerung des Frickenbachgrabens. Der Jagdvorsteher richtete seinen Dank an die Stadt Mellrichstadt für die finanzielle Unterstützung der Maßnahmen. Weiterhin wurden einige Termine zum Freiwilligen Waldtausch durchgeführt.

Kassierer Volker Schmitt berichtete, dass die vorgenommenen Maßnahmen sich auf finanzieller Seite natürlich entsprechend bemerkbar gemacht haben. Unterm Strich waren die Ausgaben höher als die Einnahmen. Zur Verwendung des Jagdpachtschillings wurde ein Vorschlag des Jagdvorstehers verabschiedet, wonach die Einnahmen zum Teil für anstehende Pflegemaßnahmen verwendet und zum Teil den Rücklagen zugeführt genommen werden.

Die Neuwahlen bestätigten Klaus Reß als Jagdvorsteher und Volker Schmitt als Kassierer und Schriftführer in Personalunion. Als neuer stellvertretender Jagdvorsteher wurde Peter Will gewählt. Ebenfalls neu im Gremium sind Bernhard Sauer und Herbert Heim als Beisitzer. Nicht mehr im Jagdvorstand vertreten sind Elmar Reß und Norbert Fuchs. Elmar Reß war die vergangenen 20 Jahre als Jagdvorsteher und stellvertretender Jagdvorsteher aktiv. Norbert Fuchs war viele Jahre als Beisitzer und Vertreter des Landwirtschaftsausschusses im Jagdvorstand. Beiden sprach der Jagdvorsteher anerkennende Dankesworte aus.

Danach stand die vorzeitige Verlängerung des Pachtvertrages auf der Tagesordnung. Klaus Reß informierte über die Details des Entwurfs, der von der Unteren Jagdbehörde vorab geprüft wurde. Einstimmig sprachen sich die Grundstückseigentümer für Annahme des Vorschlags aus. Dieses Ergebnis unterstreicht das gute Einvernehmen und Vertrauen zwischen der Jägerschaft und den Genossen.

Bei der anschließenden Aussprache dankte Stadtrat und Ortssprecher Bruno Fuchs den Funktionsträgern für die geleistete Arbeit und die Organisation des Freiwilligen Landtauschs in Frickenhausen. Weiter informierte er über die geplante Ausweisung eines Radweges durch die Flurbezeichnung Jeuthen in Richtung Mellrichstadt.

Jagdpächter Karl Fuchs berichtete von vielen Verkehrsunfällen mit Wildbeteiligung in seinem Revier. Besserung erwartet man sich durch das Anbringen von Reflektoren an den Straßenbegrenzungspfosten. Viel Arbeit haben die Jäger durch die hohe Population bei den Wildschweinen.

Der stellvertretende Bürgermeister Thomas Dietz überbrachte Grüße der Stadt Mellrichstadt und gab einige Informationen zur Kernzonenausweisung. Leider ins Stocken geraten seien die Bemühungen, bei dieser Gelegenheit die Wiederherstellung der früheren Jagdgrenze in der Flurbezeichnung Mausgut zu erreichen. In den 1990er Jahren hatte der Bund hier Flächen für eine geplante Erweiterung des damaligen Truppenübungsplatzes erworben. Das Jagdrecht auf diesen Flächen ging somit an den Bund, was einer weiteren Abwertung des Frickenhäuser Jagdreviers gleichkam.

Laut Thomas Dietz werden die fraglichen Flächen in das Eigentum der Deutschen Bundesstiftung Umwelt übergehen, die eigene Pläne für die künftige Nutzung hat. Die Stadt Mellrichstadt könne somit keinen Einfluss auf eine Herstellung der früheren Jagdgrenzen nehmen. Jagdpächter Karl Fuchs brachte seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck und sprach von einer klaren Benachteiligung.

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