Wollbach

Habermann: Die NES 40 war jetzt einfach dran

Die Kreisstraße NES 40 zwischen Wollbach und Braidbach wurde am Freitag im Beisein von zahlreichen Bürgern und Politikern wieder für den Verkehr freigegeben. Foto: Klaus-Dieter Hahn

1,815 Kilometer sollen dem westlichen Besengau nicht nur eine bessere Verkehrsanbindung, sondern auch einen Aufschwung in der innerörtlichen Entwicklung und vor allem Zuzüge bringen. Dass nach dem Ausbau der Kreisstraße NES 40 zwischen Wollbach und Braidbach angrenzende Ortschaften, wie Reyersbach, Rödles und Braidbach, an Attraktivität gewinnen und positive Effekte für die Zukunft der Ortschaften die Folge sein werden, davon ist Landrat Thomas Habermann  überzeugt. Hoffungsvolle Worte für die Bürger und Bürgervertreter dieser Dörfer, die der offiziellen Freigabe der Straße beiwohnten und Habermanns Äußerungen nur zu gerne hörten.

Restlicher Ausbau nach 30 Jahren

Auf der "Bräbbicher Höh", dort, wo das Wasserwerk der Wollbacher Wasserversorgung steht, fand die Feierstunde statt. Dass dieser Straßenbaumaßnahme große Bedeutung beigemessen wird, machte die Anwesenheit des Landrats sowie seiner beiden Stellvertreter, Peter Suckfüll und Josef Demar, besonders deutlich. Das Kreisoberhaupt freute sich, mit Karl Fiedler und Manfred Dietz die beiden Altbürgermeister von Wollbach und Bastheim begrüßen zu dürfen. In ihrer Dienstzeit war 1987 der erste Bauabschnitt des Kreisstraßenausbaus von Braidbach aus bis zur Gemarkungsgrenze gebaut worden. Wegen schwieriger Grundstücksverhandlungen auf Wollbacher Seite war es nun, erst 30 Jahre später, und dank des Wollbacher Flurbereinigungsverfahrens möglich, den restlichen Ausbau durchzuführen.

Habermann erinnerte an die Landkreis-Prioritätenliste für den Kreisstraßenausbau. "Die NES 40 in diesem Abschnitt war diesmal einfach dran", betonte der Lansdrat. Er freute sich über den "bestandsorientierten Ausbau" ohne nagelneue Trasse und damit auch ohne Flächenfraß, über die perfekte Qualität der Ausführung, eine "sensationell gute Leistung"  und die zügige Bauausführung.  "Eine besenreine Übergabe nach nur fünf Monaten Bauzeit!"

Deckensanierung

Neben dem Straßenbau erfolgte eine Deckensanierung bis nach Braidbach und innerhalb des Ortes. Am Reiterhof vor Wollbach wurde die Kurve entschärft, "was aber nicht heißt, dass die Straße dadurch sicherer wird", so der Landrat. Die Fahrbahn wurde von bislang 5,30 auf sechs Meter verbreitert und ein Regenrückhaltebecken errichtet. "Das Oberflächenwasser muss künftig verstärkt zurückgehalten werden", forderte der Landrat angesichts des Klimawandels. "Eine leistungsfähige Straße ist wichtig für die Entwicklung des Raumes und hat dabei einen hohen psychologischen Effekt für die Dorfentwicklung", betonte Habermann. Ein neues Baugebiet, wie es in Braidbach in Planung sei, gewinne dadurch an Attraktivität. "Grundstücke sind damit gleich einige Tausend Euro mehr wert !" Bastheim und seine Ortsteile könnten sich eigentlich schon als Wohnviertel von Bad Neustadt sehen.

Pfarrer Andreas Werner (rechts) und Pfarrer Piotr Bruski erbaten Gottes Segen für die neue Straße. Foto: Klaus-Dieter Hahn

Dass die ausgebaute Kreisstraße ein Segen für Braidbach, Reyersbach und Rödles ist, unterstrich Bastheims Bürgermeisterin Anja Seufert und verwies darauf, dass man 13 000 Euro in die Sanierung der Innerortskanalisation und in die Trinkwasserleitungen der "Wollbacher Straße" im Zusammenhang mit dem Kreisstraßenausbau investiert habe. In Vertretung von Bürgermeister Thomas Bruckmüller erinnerte sein Stellvertreter Andreas Schlagmüller daran, dass auch sein Dorf von dem Ausbau profitiere.

20 000 Tonnen Material 

Viel Geld habe man in die Umverlegung der Wasserleitung investieren müssen. "Insgesamt 820 Sattelzüge haben Baumaterial zum Straßenbau angekarrt". Mit dieser Aussage und dem Hinweis, dass dies eine zehn Kilometer lange Schlange an Lkw hintereinander bedeutet, verblüffte Oberbauleiter Jochen Schomber von der Firma Stolz die Zuhörer. Über 20 000 Tonnen Material sind verbaut worden, davon allein 16 000 Tonnen Frostschutzmaterial. Wie seine Vorredner wünschte er "allzeit gute Fahrt".

Der katholische Pfarrer Piotr Bruski (Bastheim) und sein evangelischer Kollege Andreas Werner (Mellrichstadt) erbaten Gottes Segen. Vor allem aber "sollen die Menschen sich gegenseitig zum Segen werden. Es liegt an uns selbst, ein Segen für andere zu werden !", so Pfarrer Werner. Nach der Segnung und dem obligatorischen Durchschneiden des Bandes fand die Feier dann im Braidbacher Gasthaus "zur fröhlichen Einkehr" ihren Abschluss.

Schlagworte

  • Wollbach
  • Klaus-Dieter Hahn
  • Andreas Schlagmüller
  • Andreas Werner
  • Anja Seufert
  • Baustoffe
  • Evangelische Kirche
  • Josef Demar
  • Katholizismus
  • Peter Suckfüll
  • Pfarrer und Pastoren
  • Piotr Bruski
  • Sanierung und Renovierung
  • Straßenbau
  • Thomas Bruckmüller
  • Thomas Habermann
  • Wasserwerke
  • Wirtschaftsbranche Wassergewinnung und Wasserversorgung
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!