Bad Neustadt

Hauterkrankungen: Diagnose und Therapie durch Telemedizin

Visite am Rhön-Klinikum: Dr. Hassan Soda, Leitender Arzt der Akut Neurologie II/Stroke Unit und Intensivmedizin am Campus Bad Neustadt untersucht eine Patientin und steht dabei im direkten Kontakt mit den Experten vom Uniklinikum Marburg. Foto: Rhön-Klinikum/Daniel Peter

Krankhafte Hautveränderung, oder nicht? Eine eigene Hautklinik gibt es auf dem Rhön-Klinikum Campus in Bad Neustadt nicht. Jetzt gibt es die Möglichkei, sich über Telemedizin den fachlichen Rat von Hautärzten einzuholen, schreibt das Rhön-Klinikum in einer Pressemitteilung. Ein dermatologisches Videokonsil vernetzt Ärzte der Klinik für Dermatologie und Allergologie des Universitätsklinikums Marburg mit Kollegen am Rhön-Klinikum.

Die computergestützte Fernuntersuchung via Videokonsil sei ein gutes Beispiel, wie man Medizintechnik und elektronische Kommunikation kombinieren könne, um Diagnose, Therapie und Vorsorge auch in ländlichen Regionen zu verbessern, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Wie funktioniert das?

Wie funktioniert das? Die Marburger Dermatologen haben über Telemedizin einen direkten Draht zum Patienten und begleiten ihre Kollegen in Bad Neustadt bei der Diagnostik und Therapie. Dafür wurde eigens eine telemedizinische Sprechstunde eingerichtet, die zweimal pro Woche stattfindet. Mittels einer Live-Videoübertragung, beispielsweise im Rahmen der elektronischen Visite direkt am Patientenbett, werden Bilder und Daten zwischen den Ärzten ausgetauscht und besprochen. Vorab können auch Fotos und relevante Informationen zum Patienten übermittelt werden. Modernste Technik ermögliche dies.

In der Klinik für Dermatologie und Allergologie des Universitätsklinikums Marburg wurde speziell dafür ein Telemedizin-Arbeitsplatz eingerichtet. Das Team um Klinikdirektor Professor Michael Hertl ist direkt mit Bad Neustadt vernetzt, so die Pressemitteilung weiter. Dort nutzen die Ärzte digitale Stationswagen für die Übertragung der Audio-/Videosignale, ausgerüstet mit Monitor und Laptop sowie einer hochauflösenden Spezialkamera, ein sogenanntes digitales Dermatoskop, das für die Darstellung besonders kleiner Details geeignet ist.

Paradebeispiel digitaler Medizin

Michael Hertl: „Wir freuen uns auf die Möglichkeit, mittels Telemedizin Kliniken und Praxen mit dermatologischen Fragestellungen beraten zu können. Die Tele-Dermatologie ist ein Paradebeispiel für den Einsatz der digitalen Medizin. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kliniken in Bad Neustadt ist der erste Schritt auf diesem Weg. Wir haben bei unseren ersten Konsilen gesehen, dass wir auf diese Weise mit guter Verlässlichkeit Hauterkrankungen diagnostizieren und Therapieempfehlungen geben können.“

Das dermatologische Videokonsil sei für viele Fachabteilungen am Campus relevant. Derzeit werde das Projekt in der Klinik für Neurologie umgesetzt und evaluiert. Nach Abschluss dieser Einschätzung soll im nächsten Schritt das Angebot auch auf andere Fachbereiche am Campus übertragen werden.

Konzipiert und umgesetzt wurde das neue telemedizinische Angebot von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe. Kooperationspartner auf medizinischer Seite: Klinik für Dermatologie und Allergologie, Universitätsklinikum Marburg sowie die Klinik für Neurologische Frührehabilitation und Rehabilitation und die Klinik für Neurologie und Neurologische Intensivmedizin/Stroke Unit. Technischer Kooperationspartner ist das Zentrum für Telemedizin Bad Kissingen.

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