Wollbach

"Helfen statt zuschauen" - Räumle Wollbach hilft

Vor dem Wollbacher Rathaus präsentieren die Hauptorganisatoren 'Helfen statt Zuschauen' vom Räumle Wollbach ihre Aktion (von links): Marco Benkert, Linus Reder und Alexander Hoch.
Vor dem Wollbacher Rathaus präsentieren die Hauptorganisatoren "Helfen statt Zuschauen" vom Räumle Wollbach ihre Aktion (von links): Marco Benkert, Linus Reder und Alexander Hoch. Foto: Michaela Greier

Zumindest ein Gutes hat das Coronavirus: Die Dorfgemeinschaft wächst in vielen Orten des Landkreises – trotz Sicherheitsabstand – enger zusammen. So möchte auch die Wollbacher Jugend unter dem Motto "Helfen statt Zuschauen" in den nächsten Wochen ihre freie Zeit nutzen, um für ihre Mitmenschen da zu sein. Initiiert hat die Aktion das "Räumle Wollbach", welches rund 20 Mitglieder über 18 Jahre zählt.

"Aufgrund der aktuellen Lage sind vor allem ältere und immunschwache Personen durch eine Infizierung gefährdet", weiß Linus Reder, der Hauptansprechpartner. "Auch in unserem Dorf gibt es Mitmenschen, die auf Hilfe angewiesen sind, deren Familie nicht mehr in der Nähe wohnt. Ihnen gilt nun unsere Aufmerksamkeit und unser Angebot". Wer aufgrund des Alters oder aus sonstigen Gründen zur Risikogruppe zählt oder allgemein auf Unterstützung angewiesen ist, kann sich an die Räumle-Gruppe wenden. Das gelte natürlich auch für Personen, die sich aktuell in Quarantäne befinden, betont der 21-Jährige. Die Aktion soll folgendermaßen verlaufen: "Wir liefern Lebensmittel und/oder nichtverschreibungspflichtige Medikamente nach Hause und stellen die Lieferung direkt vor die Haustüre, sodass kein direkter Kontakt besteht."

Bürgermeister ist von Jugend begeistert

"Wir hoffen, dass sich die Bürger nicht scheuen, unsere Hilfe anzunehmen", sagt Räumle-Organisator Christian Werner, der als neu gewähltes Gemeinderatsmitglied die Erlaubnis des Bürgermeisters einholte und die Aktion somit offiziell machte.

Bürgermeister Thomas Bruckmüller ist begeistert von "seiner" Jugend und sichert der Gruppe die volle Unterstützung zu. "Oft werden die jungen Leute wegen Partymachen, hoher Lautstärke und Alkoholgenuss kritisiert. Hier zeigen sie, dass sie sich in der Gemeinde einbringen und Verantwortung übernehmen."

Unterstützung ist natürlich kostenfrei

Die Aufträge sollen mit möglichst konkreten Einkaufslisten inklusive genauer Adresse erfolgen. "Die Zahlungsart können wir unkompliziert vereinbaren. Unsere Unterstützung ist selbstverständlich kostenfrei, wir verrechnen nur den tatsächlichen Einkaufwert", betont Alexander Hoch.

Viel Lob erfährt die Gruppe auch durch Alois Gensler, dem Altbürgermeister der Gemeinde: "Eine super Aktion unserer Jugend, die damit Eigeninitiative und soziales Engagement beweist."

Neben den Aushängen in den Schaukästen werden Handzettel in die Haushalte getragen, sodass die Aktion alle Bewohner erreicht. Zudem soll sie ins demnächst erscheinende Dorfblättle mit aufgenommen werden.

Daneben organisierten auch die Dorfjugend Salz und die Fußballer aus Unsleben eine solche Aktion für die Mitbürger ihrer jeweiligen Wohnorte. Sicher werden weitere Ortschaften diesem guten Beispiel folgen.

Kontakt (Linus  Reder): Tel.: 0151 15422325 oder per Email: raeumle.hilft@web.de

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