Hendungen

Hendungen: Neun Gemeinderäte scheiden aus

Einen radikalen Wandel gibt es im Gemeinderat von Hendungen, aus dem die deutliche Mehrheit der Mitglieder ausscheidet. Das Foto zeigt (vorne von links) German Schüler und Matthias Seifert mit Bürgermeister Florian Liening-Ewert, (dahinter) Frank Werner und Marco Hess und schließlich Reinhold Seifert und Verena Günther.
Einen radikalen Wandel gibt es im Gemeinderat von Hendungen, aus dem die deutliche Mehrheit der Mitglieder ausscheidet. Das Foto zeigt (vorne von links) German Schüler und Matthias Seifert mit Bürgermeister Florian Liening-Ewert, (dahinter) Frank Werner und Marco Hess und schließlich Reinhold Seifert und Verena Günther. Foto: Eckhard Heise

Eine gedrückte Stimmung herrschte bei der Gemeinderatssitzung von Hendungen. Ob es der ungewohnte Abstand war, den die Mandatsträger wegen der Ansteckungsgefahr zueinander einnahmen, oder der Umstand, dass es sich um die letzte Zusammenkunft in dieser Zusammensetzung handelte, der die Atmosphäre belastete, bleibt im Ungewissen. Jedenfalls hatte sich Bürgermeister Florian Liening-Ewert die Verabschiedung der Kollegen am Ratstisch anders vorgestellt.

Handgeschnitztes Wappen

Das Gremium bekommt in zweifacher Hinsicht ein neues Aussehen: Zum einen scheiden gleich neun Volksvertreter aus der bisherigen Runde aus, zum anderen reduziert sich die Zahl der Mitglieder ohne den Bürgermeister von zwölf auf acht Männer und Frauen. Ausgeschieden sind Verena Günther, Karola Scheller, Reinhold Seifert, Matthias Seifert, Joachim Breun, Marco Hess, Frank Werner, German Schüler und Heiko Karlein. Mit einem handgeschnitzten Wappen und einem Bild mit einem Motiv aus der Gemeinde bedankte sich der Bürgermeister jeweils bei den scheidenden Räten.

Zum Abschluss der Legislaturperiode ließ das Ortsoberhaupt kurz die wichtigsten Themen, mit denen es die Mandatsträger in den vergangenen sechs Jahren zu tun hatten, Revue passieren. Dazu erinnerte er unter anderem an den Breitbandausbau, die Sanierung der Kanalisation, Erweiterung des Kindergartens.

Was steht alles an?

Den anwesenden neuen Gemeinderäten schilderte Liening-Ewert die künftigen Aufgabenfelder. Schon bald wird ein Teil der Friedhofsmauer erneuert, wobei der Aufwand noch festgelegt werden muss. Ein großes Thema wird die Teichkläranlage sein, weil die Auflagen immer strenger werden und die Gemeinde zum Handeln zwinge. Die Sanierung der Reuthwegbrücke sei dagegen bereits angelaufen. Die Vorgehensweise am Königshöfer Weg muss noch abgestimmt werden genauso wie der weitere Ausbau des Breitbandnetzes. Ebenso stehe eine Sanierung der Mehrzweckhalle auf der Agenda.

Ein besonderes Sorgenkind ist durch die aktuelle Situation das Schullandheim geworden. Befand sich die Einrichtung in Rappershausen gerade mit steigenden Übernachtungszahlen auf einen guten Weg, so erhält die Entwicklung durch die verordnete Schließung einen gehörigen Dämpfer. Zahlreiche Gruppen hätten bereits abgesagt. Um den Ausfall zumindest etwas zu kompensieren, versuche die Gemeinde teilweise die Stornogebühren einzuholen.

Viele Absagen in Schullandheim

Die geplante Erweiterung muss daher in neuem Licht gesehen werden, vor allem im Hinsicht auf den Förderantrag, der gerade fertiggestellt worden sei und eigentlich eingereicht werden sollte, schilderte Linieng-Ewert. Die Ausweisung zweier neuer Mountainbike-Strecken soll aber auf jeden Fall weiter vorgetrieben werden. Der Bürgermeister hofft, dass nach den Sommerferien "mit neuem Schwung" der Betrieb wieder aufgenommen werden kann.

Bevor noch einige Punkte der regulären Tagesordnung abgearbeitet wurden, dankte der Bürgermeister noch German Schüler für dessen Arbeit am Gemeindeblatt. Sein Nachfolger wird Viktor Seipt. Weiter behandelte das Gremium noch ein Bauvorhaben zur Erstellung einer Garage in Rappershausen und verlängerte eine Baugenehmigung für einen Scheunenausbau in Hendungen.

Aus nichtöffentlichen Sitzung gab das Oberhaupt bekannt, dass die Gemeinde einen landwirtschaftlichen Ausschuss gegründet hat und dass die Honorarvereinbarung für die Bauüberwachung der Reuthbrücke anerkannt worden sei.           

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