Heustreu

Heustreu: Kein Solarpark, dafür aber ein Biber

Wie zahlreiche anderen Gemeinden hat auch Heustreu Probleme mit einem Biber, der sich mitten im Dorf vorzugsweise über Obstbäume hermacht und so erhebliche Schäden anrichtet. Foto: Stefan Kritzer

Es war nicht die erste Anfrage dieser Art und wird auch nicht die letzte eines Unternehmens gewesen sein. Im Zuge des Ausbaus der erneuerbaren Energien hat die Abo Wind AG aus Wiesbaden angefragt, ob sie auf landwirtschaftlichen Flächen südlich des ehemaligen Camp Lee eine Freiflächenphotovoltaikanlage errichten dürfe. Dazu müssten zunächst Flächennutzungs- und Bebauungsplan für diese Gemarkung geändert werden. Der Gemeinderat sprach sich nun dagegen aus. Viel lieber würde es die Gemeinde sehen, wenn dort ein genossenschaftliches Projektmodell zum Einsatz käme, und nicht ein einzelnes Unternehmen und wenige Grundstückseigner die Gewinne aus der Anlage abschöpfen.

Kein generelles Nein

Der Beschluss gegen die Anfrage fiel einstimmig aus. Gemeinderat Thomas Endres merkte zwar an, dass die Fläche "eine ziemlich uneinsehbare Lage" vorweise und demnach gut geeignet sei, dennoch blieb die Gemeinde, wie bei zwei vorherigen Anfragen anderer Unternehmen auch, bei einem Nein. Zweiter Bürgermeister Markus Werner rief dazu auf, erst mal die künftige Entwicklung bei der Projektierung solcher Solarparks abzuwarten. Vielleicht könne dann wieder eine genossenschaftliche Anlage mit der Verteilung der Gewinne an Genossen aus der Region realisiert werden. Ausdrücklich betonte Bürgermeister Ansgar Zimmer, dass dies kein generelles Nein bezüglich Freiflächenphotovoltaikanlagen bedeute. Dieser Art der Energiegewinnung will sich die Gemeinde auf keinen Fall generell verschließen.

Aktualisierungen hat der Gemeinderat bezüglich der Friedhofssatzung vornehmen müssen, um der Gesetzeslage zu entsprechen. Bezüglich der Gebühren ändert sich für die Mitbürger nichts. Lediglich beim Ablauf werden die Zuständigkeiten zwischen Gemeinde und Bestattungsinstitut in einigen Bereichen neu geregelt. Bestimmte Leistungen bei der Bestattung werden künftig direkt mit der Gemeinde und nicht mehr über das Beerdigungsinstitut abgerechnet.

Da in Kürze die ersten Liegezeiten von Urnengräber in der Urnenwänden ablaufen, denkt die Gemeinde darüber nach, wo die sterblichen Überreste der Verstorbenen aus den Urnen dauerhaft bestattet werden können. Jeder Friedhof muss hierfür Raum schaffen und an diesem mangelt es noch in Heustreu. Hierzu wird es wohl am westlichen Teil der Michaelskapelle bald eine Fläche geben, in der die Asche dauerhaft bestattet werden kann.

Bieber sorgt für Ärger

Große Schäden hat ein Biber rund um seinen Wohnort am alten Wehr und damit mitten im Dorf angerichtet. Derzeit, so Ansgar Zimmer, sei zwar Ruhe, doch werde der Biber bald die nächsten Bäume in seinem Revier fällen. Mittlerweile verzeichnen die Anwohner Schäden im vierstelligen Eurobereich. Mit den zuständigen Naturschutzbehörden wurden Gespräche geführt, die, falls der Biber keine Ruhe gibt, auch eine Entnahme des Tieres möglich machen. Ob dann aber der "Problembiber" Geschichte ist, darf bezweifelt werden. Es dürfte lediglich eine Frage der Zeit sein, bis der nächste große Nager diesen idyllischen Bereich am Mühlbach für sich entdeckt.

Ein positives Fazit zog Ansgar Zimmer bezüglich der Kirchweih. "Unter anderen Verhältnissen im Sportheim haben stolze 22 Paare teilgenommen." Das TSV-Sportheim war wegen der Generalsanierung der Festhalle als Veranstaltungsort gewählt worden. Kein Problem hatte der Gemeinderat mit den Planungen für eine Erweiterung des Solarparks in Unsleben zwischen der Staatsstraße 2445 und der Biogasanlage in nördlicher Richtung.

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