Heustreu

Heustreu: Keine Durchfahrt auf der Alten Hollstädter Straße

Wird während der Sanierungsarbeiten der benachbarten B279 alt ebenfalls gesperrt. Die Alte Hollstädter Straße kann für Durchgangsverkehr nicht freigegeben werden. Foto: Stefan Kritzer

Die Sanierung der Bundesstraße 279 alt beschäftigte den Gemeinderat in seiner Sitzung. Schließlich soll im Zuge der Arbeiten die ehemalige Bundesstraße nach Hollstadt ab der kommenden Woche für rund zwei Monate komplett gesperrt werden - inklusive der Zufahrten aus nördlicher wie südlicher Richtung. Die Heustreuer Autofahrer müssen dann am Bahnübergang unweit der Straße nach Wollbach auf die Staatsstraße 2445 auffahren. Für die Hollstädter Bürger wird die Fahrt in Richtung Kreisstadt komplizierter. Ein Schleichweg nach Heustreu steht hierfür nach Auskunft des Bürgermeisters aber nicht zur Verfügung: Die Alte Straße nach Hollstadt wird während der Sanierungsarbeiten auf der Bundesstraße ebenfalls gesperrt.

Schotterweg für regen Verkehr nicht ausgelegt

"Wir müssen unsere Alte Straße aus Sicherheitsgründen sperren", sagte Bürgermeister Ansgar Zimmer in der jüngsten Sitzung. Der erst im vergangenen Jahr komplett sanierte Schotterweg ist für den zu erwartenden regen Verkehr in Richtung Hollstadt und von Hollstadt kommend nicht ausgelegt. Schon gar nicht im Falle der Begegnung zweier Autos; dann müsste auf das Bankett ausgewichen werden, das diesen Beanspruchungen aber nicht gewachsen ist. Innerhalb des Dorfes, so der Bürgermeister, würde der örtliche Verkehr zudem am Spielplatz in der Bühlstraße vorbeiführen. Und auch das will die Gemeinde vermeiden.

Aus den genannten Gründen sieht sich die Gemeinde gezwungen, während der Sanierungsarbeiten die Alte Hollstädter Straße komplett für den Autoverkehr zu sperren. Für die Hollstädter Bürger bedeutet dies, dass sie über Junkershausen und Wülfershausen auf die B279 neu in Richtung Bad Neustadt fahren müssen.

Kostenlose Beratungsgespräche für Hausbesitzer

Die Kommunen der NES-Allianz, zu der Heustreu gehört, haben sich darauf verständigt, für leerstehende Häuser Erstberatungsgespräche mit Architekten über einen Beratungsgutschein anzubieten. In den Genuss kommen aber nur Besitzer leerstehender und mindestens 40 Jahre alter Häuser oder Grundstücksbesitzer, deren Fläche seit 25 Jahren nicht bebaut ist. Die Regierung von Unterfranken übernimmt 60 Prozent der Beratungskosten, der Rest wird von der jeweiligen Gemeinde beigesteuert. Für den Haus- oder Grundstückseigner ist die Beratung kostenlos. Kommt es nach der Beratung nicht zum Kauf, gehen die Beratungsergebnisse an die Gemeinde. Die Mehrfachberatung einer Immobilie soll so ausgeschlossen werden.

Für das Neubaugebiet Oberes Tannig muss ein Bodengutachten erstellt werden. Der Auftrag ging für 4213 Euro an die pgu Ingenieurgesellschaft mbH in Ritschenhausen. Zweiter Bürgermeister Markus Werner mahnte einen behutsamen Umgang bezüglich des Bebauungsplans und der Schaffung neuer Bauplätze in diesem Bereich an, um auch zukünftigen Generationen noch Flächen anbieten zu können. Derzeit ist die Nachfrage nach Baugrund in diesem Bereich außergewöhnlich hoch. Ein deutlicherer Fokus sollte auf die innerörtliche Entwicklung gelegt werden, so Werner. Ein Baugesuch für ein Einfamilienwohnhaus Am Tannig lag auch in dieser Sitzung vor und wurde positiv beschieden.

Kein Altkleidercontainer des Roten Kreuzes in Heustreu

Die Kosten für Wasser, Strom und die WC-Anlage auf dem Festplatz bei der alljährlichen Kinderfreizeit der Kolpingfamilie in den Sommerferien werden auch diesmal erstattet. Der entrichtete Betrag in Höhe von 564,44 Euro geht als Spende zurück an die Kolpingfamilie. Eine Absage gab es für das Rote Kreuz. Über die Deutsche Textilhilfe sollte im Gemeindegebiet ein Altkleidercontainer aufgestellt werden. Das will die Gemeinde aber nicht, weil der Bedarf nicht gesehen wird und es zudem einen solchen Dienst der Kolpingfamilie bereits im Dorf gibt. Die diesjährige Kirchweih kann nicht wie gewohnt in der Festhalle stattfinden, da diese generalsaniert wird. Als Ausweichquartier bietet sich das Sportheim an, das durch ein Zelt ergänzt wird. "Unsere Kirchweih muss weitergehen", betonte Ansgar Zimmer.

Eine große Gruppe des Musik- und Heimatvereins bricht im Herbst zu Freunden in die USA auf. Um die entstehenden Kosten für den Verein niedrig zu halten, wurde ein Crowdfunding bei der Volksbank und Raiffeisenbank eingerichtet. Für jede eingehende Spende legt das Bankhaus noch einen Betrag obendrauf. Gemeinderat Lorenz Manger, Vorsitzender des Musikvereins, bat um eine rege Spendentätigkeit. Kein Problem hatte der Gemeinderat mit dem Baugesuch eines Landwirtes, der auf seinem Anwesen an der Staatsstraße 2445 die Siloanlage erweitern möchte.

Aufträge für Sanierung des Dorfzentrums vergeben

Folgende Vergaben bezüglich der Sanierung des Dorfzentrums gab Bürgermeister Ansgar Zimmer bekannt: Den Außenputz trägt das Farbenhaus Bruckmüller (Münnerstadt) für 162 822 Euro auf, die vorgehängte hinterlüftete Fassade baut die Firma Wiedamann (Bad Kissingen) für 51 800 Euro. Estricharbeiten für 70 009 Euro und Parkettarbeiten für 38 965 Euro erledigt die Firma Schmitt Fußbodentechnik (Üchtelhausen). Fliesen werden von der Firma Prinz und Stapf (Theres) für 137 845 Euro verlegt. Innenputz und Malerarbeiten werden von der Firma Demling (Salz) für 156 440 Euro ausgeführt, Schreinerarbeiten für 213.039 Euro von der Firma Holz in Form aus Bad Königshofen.

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