Hohenroth

Hohenröther Schüler überwinden spielerisch ihre Ängste

Der Workshop vor der Corona-Pandemie war in jeglicher Hinsicht für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Wie eng Haltung und Status zusammen hängen, erklärte die Schauspielerin Sandra Lava einer Schülerin der Praxisklasse Hohenroth. Das Foto zeigt (von links): Nele Ziegler, Hanna Aumüller und Sandra Lava.
Der Workshop vor der Corona-Pandemie war in jeglicher Hinsicht für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Wie eng Haltung und Status zusammen hängen, erklärte die Schauspielerin Sandra Lava einer Schülerin der Praxisklasse Hohenroth. Das Foto zeigt (von links): Nele Ziegler, Hanna Aumüller und Sandra Lava. Foto: Sabine Diemer

Dank der Organisation eines Theaterworkshops hatten Schüler der Edmund-Grom-Mittelschule in Hohenroth vor der Corona-Pandemie die Möglichkeit, sich selbst einmal in anderen Situationen als im üblichen Schulalltag kennen zu lernen. Vier Tage ging es in der vom Europäischen Sozialfonds geförderten Praxisklasse um Improvisation, Körpersprache, Eigen- und Fremdwahrnehmung, geht aus einer entsprechenden Pressemitteilung hervor.

Unter der Leitung von Sandra Lava (Regisseurin und Schauspielerin am Theater Schloss Maßbach) und mit Unterstützung der Sozialpädagogin Sabine Diemer konnten die Schüler aus eigener Kreativität und einfachsten vorhandenen Mitteln etwas völlig Neues erschaffen. Etwas darstellen, Ideen aufgreifen, andere beobachten und anderes ausprobieren. Sprache war nicht unbedingt wichtig, es gab keine Fehler und nichts auswendig zu lernen.

Ungeahntes Potential kommt im Workshop zum Vorschein

Lernen durch Tun war das Motto. Nach vorne treten und durch eine andere Rolle spielerisch seine Hemmungen überwinden. Was erzählt meine Art, mich zu bewegen, über meinen Status? Das Thema Körpersprache wurde genutzt, um Eigen- und Fremdwahrnehmung zu entdecken, damit zu experimentieren. Emotionen zeigen, sich in den anderen hinein fühlen. Wie beeinflussen meine Gefühle meine Haltung, meine Mimik und meine Gestik? Die Schüler konnten viel Neues über sich und die anderen erfahren.

Tatsächlich wurde hierbei verborgenes Potential entdeckt, Kommunikation, Ausdrucksvermögen und Eigeninitiative trainiert. Außerdem entwickelten sich nebenbei Gemeinschaftsgefühl und Teamgeist. Die Körperwahrnehmung wurde geschult und Sozialkompetenzen gefördert. Den persönlichen Ausdruck erweitern heißt auch, zur Persönlichkeitsbildung beizutragen.

Das stärkt Selbstbewusstsein und Flexibilität und erweitert Handlungsspielräume, auch für alltägliche Situationen. Die Jugendlichen zeigten sich bereit, die eigenen Stimmungen in den Hintergrund zu stellen, und sich immer wieder auf neue – für sie ungewohnte Situationen – einzulassen. Denn Theater spielen trainiert, vor anderen zu stehen. Theater spielen bedeutet Teamarbeit. Theater spielen heißt kreativ sein und Theater spielen macht schlicht und einfach Spaß, erfuhren die Schüler.

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