Hohenroth

Hohenröther kaufen ein neues Rathaus

So schnell kann's gehen: Die Hohenröther Bürgervertreter müssen ihr neues Rathaus nicht erst neu bauen, sie gestalten das ehemalige Raiffeisengebäude für ihre Zwecke um.
Das frühere Raiffeisengebäude wird das neue Rathaus von Hohenroth.
Das frühere Raiffeisengebäude wird das neue Rathaus von Hohenroth. Foto: Brigitte Chellouche

Was Bürgermeister Georg Straub eigentlich so nebenbei in der Gemeinderatssitzung erwähnte, entpuppte sich dann doch als echte Neuigkeit. Hohenroth bekommt ein neues Rathaus. Nein, es wird keines gebaut, sondern es wurde eines gekauft.

Bürgermeister Georg Straub und die Gemeinderatsmitglieder haben sich das alte Raiffeisengebäude in der Hauptstraße als neues Rathaus auserkoren.

"Soviel muss gar nicht gemacht werden", erklärte das Gemeindeoberhaupt lächelnd. Das Haus müsse ein wenig aufgehübscht und leicht verändert werden, , wichtig sei die Barrierefreiheit. "Damit jeder Bürger die Möglichkeit hat, die Sprechstunde des Bürgermeisters zu besuchen und auch einer Gemeinderatssitzung beizuwohnen. Auch Bürger mit Handicap."

Mehr Platz

Mit dieser Lösung scheinen alle sehr glücklich zu sein, wurde es im alten Rathaus doch mit der Zeit sehr eng. Besonders bei Gemeinderatssitzungen mit einigen Besuchern. Zweimal ist man deswegen schon in die Aula der Edmund-Grom-Schule ausgewichen. Doch jetzt habe man mit den Raiffeisengebäude eine gute Alternative für das Hohenröther Rathaus gefunden, so der Bürgermeister. Das Archiv wurde schon vom Keller des Schulhauses ins Raiffeisengebäude gebracht. 280 Kisten seien mit Aufklebern versehen und in die Regale sortiert worden. Außerdem werde man die Türe und das Vordach vom zuletzt gebauten Schulgebäude für das neue Rathaus verwenden. "Es passt genau", strahlte Straub. "Upcycling nennt man so etwas."

Upcycling in Hohenroth: Die Eingangstür und das Vordach der alten Schule werden das neue Rathaus zieren.
Upcycling in Hohenroth: Die Eingangstür und das Vordach der alten Schule werden das neue Rathaus zieren. Foto: Brigitte Chellouche

Ferner informierte Straub über den Beginn des Abbruchs von Teilen der Schule. Momentan werden noch Teile von der Feuerwehr ausgebaut, die diese in ihr neues Feuerwehrhaus einbauen will (nochmal upcycling). Ab Mittwoch darf dann kein Fremder mehr in das Schulgebäude. Denn die Arbeiter dürfen beim Abriss nicht gestört werden.

Einheitliche Schilder

Innerhalb der NES-Allianz beschloss man Besonderheiten der verschiedenen Gemeinden herauszustellen und dem Allianz-Manager zu melden, um dann eine entsprechende gleich aussehende Beschilderung herstellen zu lassen. So wird Hohenroth folgende Besonderheiten melden: je eine Grotte in den Gemeinden Hohenroth, Leutershausen und Windshausen, je eine Kirche in den Gemeinden Hohenroth, Leutershausen und Windshausen, Hohenröther See, See am Steinigsberg, Steinbruch, Wald-Boden-Klima Info Park, Veitsberg Grabungen, Markusgarten, Wanderweg Hohenröther, Querbachshof.

Neues Wohngebiet geplant

Aus nicht öffentlicher Sitzung gab der Bürgermeister bekannt, dass die Abbruch-, Erd-, Maurer- und Betonarbeiten zum Umbau des Bauhofs zum Feuerwehrhaus mit einer Auftragssumme von knapp 55 000 Euro an die Firma Walter Behringer in Bastheim vergeben wurden. Des Weiteren beschloss der Gemeinderat die Beantragung der Herausnahme eines Teilbereichs von Grundstücken An der Steig aus dem Landschaftsschutzgebiet Bayerische Rhön. Die Fläche soll durch eine gemeindliche Bauleitplanung als Wohngebiet ausgewiesen werden. Im Gegenzug sollen Flächen in gleichem Umfang südwestlich von Hohenroth oder westlich von Leutershausen neu in das Landschaftsschutzgebiet aufgenommen werden. Es lag eine formlose Bauvoranfrage vor. Das Verfahren zur Herausnahme wird zwischen sechs und zwölf Monaten dauern. Zudem müssen die Bauherren die vollen Erschließungskosten übernehmen, falls das Verfahren positiv verläuft, so Straub.

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