Hohenroth

Hohenroth: Abschied mit roten Rosen und Seifenblasen

Sie liebte ihre Schüler und die Schüler liebten sie. Christine Lackner fiel der Abschied sichtlich schwer. Foto: Brigitte Chellouche

Sehr emotional verlief die Verabschiedung von Grundschullehrerin Christine Lackner in der Edmund-Grom-Volksschule von Hohenroth. Mit einer roten Rose verabschiedete sich jeder einzelne Lehrer und die Schulleitung von der beliebten Kollegin. Mit persönlichen Liedern und Gedichten überraschten Schüler der ersten und dritten Klassen Christine Lackner, so dass in ihrer Dankesrede sichtlich gerührt einige Male ihre Stimme immer leiser wurde.

Die feierliche Verabschiedung von Lackner begann jedoch mit einem Rückblick auf ihr berufliches Leben. Rektorin Susanne Kolb hatte in den Akten nachgesehen, da sie ja selbst erst ein Jahr die Schule leitet. Christine Lackner wurde als Tochter eines Oberstudiendirektors und einer Oberlehrerin in Neumarkt geboren. "Dir ist der Beruf Lehrerin in die Wiege gelegt worden", schmunzelte Kolb in ihrer Laudatio.

Von Burglauer nach Hohenroth

Lackner besuchte die Volksschule und das Gymnasium in Neumarkt. Sie wählte Latein, Englisch und Französisch als Fremdsprachen und verfestigte diese mit Auslandsaufenthalten in England und Frankreich. Im Herbst 1974 begann sie an der Universität Regensburg Erziehungswissenschaften zu studieren. Kitzingen war ihr erster Referendariatsort im Herbst 1977. Ab September 1985 zog es sie dann aus persönlichen Gründen in den Landkreis Rhön-Grabfeld. Fünf Jahre lehrte sie an der Grundschule Burglauer, bevor sie dann im September 1990 zur Volksschule Hohenroth kam, an der sie bis heute 30 Jahre als Grundschullehrerin tätig ist. Heute werde sie nun in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet, sagte die Rektorin.

In einem Zwiegespräch mit Konrektorin Silke Hehn gaben sie ihr Wissen über Christine Lackner kund. So richtig glücklich über ihren Ruhestand sei sie nicht, meinten die beiden. Eigentlich könnte sie noch locker zehn Jahre weiter machen, sie sei fit und sehe gut aus. Immer gut gelaunt, sei Lackner der Farbtupfer im Lehrerzimmer gewesen. Besonders die Farbe Rot hätte es ihr angetan.

Immer offen für Neues gewesen

Im Unterricht hätte sie sich bei den Schülern mit guten Ideen beliebt gemacht, auch bei den Elternabenden und Festlichkeiten habe sie sich immer eingebracht. Besonders der Aktionstag Musik sei ihr Favorit gewesen. So habe sie Theaterstücke und Mini-Musicals mit den Kindern einstudiert. Bis zuletzt sei Lackner offen für Neues gewesen, betonten Hehn und Kolb. 

Anschließend wurde Rektorin Susanne Kolb amtlich. Ein langer beruflicher Weg liege hinter ihr. Sie hätte sie als fachlich kompetent, beliebt und als große Stütze für das Schulleben kennengelernt. Ihr offene, unkomplizierte Art habe die Schule bereichert. Kolb dankte Lackner für die letzten 30 Jahre in Hohenroth und wünschte für den Ruhestand von Herzen alles Gute, viel Gesundheit, Glück und Zufriedenheit. Und viel Zeit für ihre Hobbys Reisen, Singen, Sprachen lernen und für die Familie. Mit der Überreichung des offiziellen Dokuments "Ruhestandsurkunde" wurde sie verabschiedet.

Abschiedsständchen und bunte Luftblasen

Vom Elternbeirat gab es großen Dank für die jahrelange tolle Arbeit. Sie sei Vorbild für die Kinder gewesen. Sie sei Lehrerin aus Berufung gewesen, sagte Sandra Schön vom Elternbeirat. Auch für die Eltern sei sie immer da gewesen und sie hätten viel Unterstützung von ihr erfahren. Nicht nur die Bläserklasse mit ihren Liedern dankten der scheidenden Lehrerin, auch verschiedene Klassen sangen ihr Abschiedsständchen und bliesen viele bunte Seifenblasen gemeinsam mit den Lehrern in die Luft.

Man sah es Christine Lackner an, dass er sichtlich schwer fiel von den Kindern und der Schule Abschied zu nehmen. Sie dankte für die wohlmeinenden Reden, die berührende Gestaltung und die überwältigende Feier. Der Abschied wecke Freude und Demut in ihr. Sie sei gerne in die Schule gegangen, sagte sie. Sie fühlte sich beim Lehrerkollegium immer gut aufgehoben, sie spürte die Anerkennung der Eltern und habe sich in der Schule von Hohenroth wohlgefühlt. Die Kinder hätten ihr immer gut getan, sie hätte sie viel gelehrt, besonders die Freude an Neuem.

"Endlich kann ich ausschlafen", sagte sie abschließend augenzwinkernd und sie könne sich ihren Lieblingsbeschäftigungen widmen: Der Kunst, der Literatur und der Musik. "Es war eine schöne Zeit hier in Hohenroth."

Rote Rosen für die beliebte Kollegin gab es von jedem Lehrer und der Schulleitung zum Abschied Foto: Brigitte Chellouche

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