Hohenroth

Hohenroth: Der Wald leidet durch die Trockenheit

Der Wald leidet. Hubert Türich vom AELF hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für die Pflege und Bewirtschaftung des Waldes in der Gemeinderatssitzung von Hohenroth. Foto: Brigitte Chellouche

Ein Plädoyer für den Wald und seine wirtschaftliche Nutzung hielt Hubert Türich vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in der jüngsten Gemeinderatssitzung. "Der Wald leidet", sagte er. Die Trockenheit mehrerer Jahre hintereinander und der Borkenkäfer setzen den Bäumen stark zu. Der Holzmarkt liegt darnieder. Denn weltweit gäbe es zu viel Holz, also sei der Preis stark gesunken.

Hohenroth wäre davon nicht so stark betroffen, erklärte der Forstmann, denn die Gemeinde besitze nicht die großen Waldflächen. Die 80 Hektar Gemeindewald werden von Förster Michael Heinrich bearbeitet, erklärte er. Heinrich werde anschließend den Jahresbetriebsplan für den Gemeindewald vorstellen. Man müsse an die Zukunft denken und Trockenheit liebende Baumarten aus der Region oder Südeuropa pflanzen. Die Pflege und Wirtschaft des Waldes sei weiterhin immens wichtig, so Türich. "Die Mischung macht es."

Waldbewirtschaftung mit einem kleinen Plus

Förster Michael Heinrich berichtete, dass die Pflanzungen komplett ausgefallen seien. Auch hatte man letztes Jahr große Pläne mit der Bewirtschaftung des Waldes. "Das ist alles nichts geworden." 165 Festmeter wurden eingeschlagen, sie waren eine feste Bestellung für langjährige Kunden, sagte Heinrich. Für 2020 ist ein Einschlag von 500 Festmetern eingeplant, 350 Pflanzungen sind vorgesehen. Im Übrigen würden Maßnahmen, die waldbaulich notwendig werden, durchgeführt. Für den Holzverkauf sind Einnahmen in Höhe von 25 500 Euro veranschlagt, dem gegenüber stehen Ausgaben von 21 250 Euro. So dass der Überschuss 4250 Euro beträgt. "Das ist der Plan. Wie es kommt, wissen wir nicht", sagte Heinrich abschließend.

Aus nicht öffentlichen Sitzungen gab Bürgermeister Georg Straub bekannt, dass ein Nachtrag in Höhe von 1230 Euro für die Außenisolierungsarbeiten an der Edmund-Grom-Volksschule notwendig wurde. Zudem beschloss man, in diesem Jahr einen Neujahrsempfang für die Vereine und ehrenamtlichen Helfer von Hohenroth im Februar 2020 zu veranstalten.

Familie stellt Antrag auf Bedarfsampel

Ferner verlas der Bürgermeister ein Schreiben einer Hohenröther Familie, die einen Antrag für eine Bedarfsampel an der Kreuzung Raiffeisenstraße/Jahnstraße/Veitsberg stellte. Der Gemeinderat nahm das Schreiben sehr ernst und wird es an die entsprechenden Fachbehörden, wie Landratsamt und Polizei, weiterleiten. Die Kosten für eine Ampelanlage betragen 20 000 Euro, ohne die jährlichen Unterhaltskosten. Das Gremium nahm dies zur Kenntnis. Trotzdem will der Bürgermeister versuchen, in diesem Fall irgendetwas zu erreichen.

Abschließend teilte Straub mit, dass in Querbachshof die kostenlosen Anzeigenblätter ab sofort nicht mehr ausgetragen werden. Sie werden in einer Box mit Deckel am Dorfplatz bei der Bekanntmachungstafel deponiert. Dort kann sich jeder Bürger ein Exemplar selbst abholen.

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