Hausen

Holger Sopp für Verdienste geehrt

In dem anheimelnd-urigen Ambiente des „Wirtshauses am Eisgraben“ in Hausen fand die festliche Verabschiedung von Holger Sopp (links) als Mitglied des Hausener Gemeinderats statt. Aus der Hand von Bürgermeister Friedolin Link (rechts) hatte er Dankesurkunden, Präsente und die Gemeinde-Medaille in Gold von Hausen erhalten. Seine Frau Sabine wurde von Link mit einem Blumenstrauß geehrt. Foto: Fred Rautenberg

Friedolin Link, Bürgermeister von Hausen, hatte mit dem Wirtshaus am Eisgraben einen besonders schönen äußeren Rahmen gewählt, um seinen Gemeinderat Holger Sopp in einer würdigen Feier zu verabschieden. Genau genommen war es ja schon die zweite Verabschiedung. Denn der sozusagen amtliche Teil war bei der Gemeinderatssitzung am 23. Oktober erfolgt. Damals hatte Link versprochen, dass Sopp noch in einem anderen, festlicheren Rahmen für seine Verdienste gewürdigt werden sollte.

Dieses Versprechen hatte er nun am vergangenen Freitag gehalten. Das urige „Wirtshaus am Eisgraben“ in Hausen ist ein Juwel unter den Rhöner Gaststätten. Dorthin hatte der Bürgermeister seine Gemeinderäte und deren Frauen eingeladen, und seiner Einladung war auch der Kämmerer und stellvertretende Geschäftsstellenleiter der VG Fladungen Ludwig Backhaus gefolgt.

Link hielt eine veritable Laudatio auf seinen ausgeschiedenen Mitstreiter Sopp. 16 ½ Jahre hatte dieser seiner Gemeinde gedient. Die Liste der Tätigkeiten und Funktionen, die Sopp in dieser Zeit inne gehabt hatte, die zahllosen Entscheidungen, die er in Hausens jüngster Geschichte mitgetragen und durch seinen Rat und aus seiner fachlichen Kompetenz als Bautechniker geprägt hatte, wollte fast kein Ende nehmen, so, wie sie Link vortrug. Von 2002 bis 2018 war Sopp Gemeinderat gewesen, 3. Bürgermeister seit Anfang 2017, zehn Jahre lang Vorsitzender im Rechnungsprüfungsausschuss seiner Gemeinde. Beim Abwasserzweckverband Obere Streu arbeitete er 16 Jahre vor allem auch im Rechnungsprüfungsausschuss mit. Weitere Funktionen waren die des Jugendbeauftragten und zugleich auch des Seniorenbeauftragten, und er war auch Verbandsrat beim Wasserzweckverband Rother Gruppe und vertrat dort seinen Bürgermeister.

Zusammenfassend hob Link hervor, dass Sopp für ihn immer eine große Stütze gewesen sei, der auch einmal anderer Meinung sein konnte als der Chef im Rathaus. Sopp habe immer seine Aufgaben entschlossen wahrgenommen, er sei immer mit seinem fachmännisch-technischen Rat zu gebrauchen gewesen, „seine Meinung hat gegolten“, erkannte Link an. Und die zu äußern hatte Sopp auch viele Gelegenheiten, wie Link an der langen Liste von Projekten und Maßnahmen aufzählte, Projekte, bei denen Sopp mitgewirkt hatte. „Holger fehlt mir im Gemeinderat“, bedauerte Link, doch daran müsse er sich gewöhnen. Sein Trost: Auch wenn Sopp nicht mehr Gemeinderat ist, so sieht er ihn doch jeden Tag und vertraut darauf, dass er Hausen auch weiterhin mit seinem Rat zur Verfügung steht.

Als äußeres Zeichen der Anerkennung überreichte Link eine Dankesurkunde der Gemeinde, an die auch ein Kuvert mit einem Geschenk angeknüpft war. Sopp erhielt eine zweite, eine Ehrenurkunde, mit der er zum Träger der Goldenen Gemeinde-Medaille ernannt wurde und worüber Sopp sichtbar überrascht und besonders erfreut war. Außerdem legte Link noch ein weiteres Kuvert vor Sopp auf den Tisch. Und für seine Frau Sabine, die all die Jahre den Einsatz ihres Mannes mitgetragen hatte, fand Link ebenfalls Worte des Danks und überreichte ihr einen Blumenstrauß.

„Mir fehlen die Worte“, sagte Sopp in seiner kleinen Dankesansprache, fast beschämt. Denn er habe doch nur seine Pflicht erfüllt, meinte er bescheiden. Er erinnere sich gern an seine Tätigkeit als Gemeinderat. Er erinnerte sich auch daran, wie er damals gegen seine Erwartung zusammen mit Frank Eckert in den Gemeinderat gewählt worden war und wie er sich dann mit der Zeit immer intensiver in die Geschicke seiner Gemeinde eingearbeitet hatte. Er dankte allen seinen Kollegen und allen, die ihm diesen besonders schönen Abschied beschert hatten.

Unter vier Augen erzählte er dann beim gemütlichen Zusammensein, dass er 1966 in Mellrichstadt geboren worden war, die Hauptschule in Nordheim besucht und dann zuerst das Bäckerhandwerk erlernt hatte, ehe er Bauzeichner wurde. Nach einer Weiterbildung wurde er Bautechniker und arbeitete als solcher erst bei einer Firma in Fladungen, dann in Premich-Burkardroth. Seit 25 Jahren ist er verheiratet und hat zwei Töchter (17 und 21) mit seiner Frau Sabine. Seine Liebe gehörte vor allem dem Fußball, einst als aktiver Spieler, dann als Trainer und Mitglied im Vorstand des TSV. Ein Naturfreund ist er auch, denn er und seine Frau bezwingen gern auf ihren Mountainbikes die Rhöner Berge, wenn sie nicht lieber die Wanderschuhe anziehen. Sopp hat für sein weiteres Berufsleben nun die Stelle eines Technikers bei der VG Fladungen angenommen. Über einen solchen kompetenten Mann dürfe sich die Verwaltungsgemeinschaft freuen, sagte Link. An die Feier schloss sich das gemeinsame Abendessen an, zu dem Link eingeladen hatte und wofür er knusprigen Spanferkelbraten bei den Wirtsleuten bestellt hatte.

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