Strahlungen

ISEK: Interessante Ideen und Vorschläge

Die Parkplätze hinter die Günter-Burger-Halle in Strahlungen zu verlegen, wäre nach Ansicht der Städteplaner aus Würzburg geschickter. 

So könnte vor der Halle ein attraktiver Außenbereich entstehen.
Die Parkplätze hinter die Günter-Burger-Halle in Strahlungen zu verlegen, wäre nach Ansicht der Städteplaner aus Würzburg geschickter. So könnte vor der Halle ein attraktiver Außenbereich entstehen. Foto: Brigitte Chellouche

Im letzten Jahr startete die Gemeinde das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) für Strahlungen und Rheinfeldshof. Dies dient als Grundlage für sämtliche Programme der Städtebauförderung. Mit der Erstellung des Konzeptes wurde das Büro Schirmer Stadtplanung aus Würzburg beauftragt.

Nun hatte Bürgermeisterin Karola Back die Bürger zur ISEK-Abschlussveranstaltung geladen. Zuvor hatte es zahlreiche Vorbesprechungen mit Gemeinderat, Zukunftswerkstätten mit den Bürgern und einen regen Austausch mit den Fachplanern gegeben. "Alle Ideen und Kritiken wurden berücksichtigt und in den Plan eingearbeitet", sagte die Bürgermeisterin. Vom Büro Schirmer waren Johannes Klüpfel und Martin Gebhardt da, um das auf Strahlungen zugeschnittene Entwicklungskonzept vorzustellen.

Leichtes Wachstum vorgesehen

Mit den guten Nachrichten fingen sie an. "Die Städtebauförderung hat für Strahlungen grünes Licht gegeben", sagte Klüpfel, "da ein leichtes Bevölkerungswachstum vorherzusehen ist." Das Konzept stehe unter dem Leitsatz "Wie kann sich Strahlungen noch besser präsentieren?", erklärte er weiter. Die Stärken im Altort seien gut zu sehen. Es gibt einen historischen Gebäudebestand beim Pfarrhaus und der Kirche, die Siedlungsstruktur in der Hauptstraße ist gut zu erkennen. Schön sind auch die kleinen Gärten zwischen den Häusern. Der Dorfplatz und das Dorfgemeinschaftshaus mit dem Brunnen bildet eine prägnante Ortsmitte. Die Infrastruktur ist gut, es gibt einen Bäcker, einen Metzger und einen Kindergarten. Der Altort hat jedoch auch Schwächen, fuhr Martin Gebhardt fort. Viele nicht genutzte landwirtschaftliche Nebengebäude beeinträchtigten das Ortsbild und der hohe Versiegelungsgrad sei zu beanstanden. Baulücken und Brachflächen dienen nicht zur Verschönerung des Altortes. Zudem gibt es große und langen Grundstücke mit kleinen Gebäuden, viele Gebäude in schlechtem Zustand und eine große Anzahl von Leerständen.

Das Entwicklungsleitbild für Strahlungen betone den Altort, so Klüpfel. Dort soll das Herz der Gemeinde schlagen. Er müsse mit Leben erfüllt werden, denn er hat viele Qualitäten. Der Altort liegt zwischen Sonnenstraße, Hauptstraße und Münnerstädter Straße, erklärten die Planer. Die Platzbereiche sollen der Kommunikation dienen, die Freiflächen müssen gestaltet, gepflegt und genutzt werden. Die teilweise Öffnung des Mönchsbaches, der verrohrt unter dem Dorf durchfließt, könnte ins Auge gefasst werden. Die Projektideen der Planer zeigten eine neue Nutzung der Ortsmitte mit Seniorenwohnen, Parkscheunen und Wohnscheunen. Der Umbau der Bäckerei zu einem Café mit Außenplatz täte dem Dorf gut. Als Kulturtreffpunkt könne das Dorfgemeinschaftshaus dienen.

"Schnellstraße" gefällt den Planern nicht 

Die Parkplätze an der Günter-Burger-Halle sollten nach hinten verlegt werden, dann könnte der Vorplatz attraktiver gestaltet werden, sagte Klüpfel. Attraktiver müssen auch die Ortseingänge aus Richtung Münnerstadt und Richtung Salz gestaltet werden. Besonders die Münnerstädter Straße gefiel den Planern nicht. "Das ist ein Schnellstraße". Sie muss begrünt werden und einen schönen breiten Gehsteig erhalten. Auch die Engstelle in der Hauptstraße nahmen die Planer unter die Lupe. Sie tendierten dazu, das alte Haus durch ein neues zu ersetzen und die enge Stelle als Geschwindigkeitsbremse beizubehalten.

Am Ende ihrer Ausführungen erklärten sie das Prozedere der Förderung für Kommunen und private Eigentümer und die steuerlichen Vorteile. Dazu hatte die Bürgermeisterin einen Flyer vorbereitet, der an die anwesenden Bürger verteilt wurde. Dort ist genau das Sanierungsgebiet im Altort eingezeichnet. In diesem Bereich gibt es noch besondere steuerliche Vergünstigungen aber auch genaue Bauvorschriften. Anschließend durften Fragen gestellt werden, die nur zögerlich kamen.

Dieter Nöth wollten den Begriff "Seniorenspielplatz", der während der Vorstellung des Konzeptes fiel, erklärt haben. Bürgermeisterin Karola Back verwies auf die Geräte für Senioren, die in Bad Neustadt an verschiedenen Orten bereits stehen. Karola Rössler bat um einen Gehsteig am Ortseingang aus Richtung Rheinfeldshof. Er wird in den Plan eingearbeitet, so der Planer. Jan Holzheimer haderte ein wenig mit der Ausweisung zum Sanierungsgebiet. Er würde sein leerstehenden Haus an der Hauptstraße gerne abreißen und die Fläche mit Schotter zu bedecken. Das darf er nicht. Daher fragte er, wer dafür zuständig sei, wenn von seinem alten Haus ein Dachziegel auf die Straße fällt. "Der Eigentümer hat immer die Sicherungspflicht", war die Antwort. Nun ist der Gemeinderat am Zuge und muss die Sanierungssatzung bei seiner nächsten Gemeinderatssitzung beschließen.

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