RÖDLES

Im Blumendorf spielt die Musik

„Die Instrumente hoch!“ So lautete das Kommando am Ende des großen Gemeinschaftschores in Rödles.
„Die Instrumente hoch!“ So lautete das Kommando am Ende des großen Gemeinschaftschores in Rödles. Foto: Klaus-Dieter Hahn

Nach dem stürmischen Auftakt zum großen Musikevent der Rödleser Trachtenkapelle am ersten der drei Festtage strahlte am zweiten Festtag die Sonne von einem weiß-blauen Himmel und sorgte damit für den richtigen Rahmen. Eingestimmt wurden die Besucher am vergangenen Sonntag vom Musikverein Bastheim, der zum Frühschoppen auf dem Dorfplatz aufspielte.

Das von Blasmusik, Big-Band-Sound, Comedy, oberbayerischer Folklore und viel Gaudi dominierte Fest, mit dem man auch das 43. Besengau-Blaskapellentreffen feierte, fand seinen Höhepunkt schließlich im bunten Festzug, der sich am frühen Nachmittag durch die geschmückten Straßen des Besengau-Dorfes bewegte.

Insgesamt 17 Musikkapellen verwandelten das früher weithin als „Blumendorf“ bekannte Rödles in eine klingende Ortschaft.

Unter den Festzugteilnehmern waren auch, putzig anzusehen, die Mädchen und Jungen des Reyersbacher Kindergartens, die der Abfolge von Ehrengästen und Musikkapellen damit noch einen zusätzlichen Farbtupfer gaben.

Auf der Grünfläche neben dem Kinderspielplatz kamen dann alle Musiker zum eindrucksvollen Gemeinschaftschor zusammen. Zuvor richtete Bastheims Bürgermeisterin Anja Seufert Worte des Dankes an die Trachtenkapelle Rödles, die wieder einmal mit originellen Einfällen „ein großartiges Besengau-Blaskapellentreffen“ ausgerichtet hatte.

Der Schirmherr, Landrat Thomas Habermann, unterstrich diese Aussage in seinem Grußwort und stellte im Rückblick auch auf den „Gaudimarsch“ fast euphorisch fest, dass „ihr Rödleser ein Super-Programm auf die Beine gestellt habt“. „Bei solchen Gelegenheiten sieht man, wie schön doch der Besengau ist“, sagte Habermann. Respekt zollte er allen Helfern. Das gesamte Dorf müsse da mitanpacken. Angesichts des schönen Sommertages stellte er abschließend fest, dass „der Herrgott es wieder einmal gut mit uns meint“.

Auch der Vorsitzende der Trachtenkapelle Rödles, Michael Baumeister, richtete eine Grußadresse an die versammelten Musikerinnen und Musiker sowie die zahllosen Besucher, die nicht mit Beifall gespart hatten. Die Dirigenten der drei Besengau-Blaskapellen übernahmen abwechselnd den Taktstock beim abschließenden Gemeinschaftschor. Manfred Weber von der Kolping-Kapelle Unterwaldbehrungen machte den Auftakt, dann schwang Christoph Vey (Musikkapelle Bastheim) den Dirigentenstab zur Bayernhymne, bevor Jutta Fatt, die Dirigentin der gastgebenden Rödleser Trachtenkapelle, zum Deutschlandlied ans Dirigentenpult trat. Ebenfalls auf der Ehrentribüne: Renate Haag, die Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes.

Nach dem farbenprächtigen Festzug ließen sich Musiker und Besucher auf dem zum Festplatz umfunktionierten Dorfplatz nieder, wo man in gemütlichem Rahmen die Geselligkeit genoss und dabei vom Musikverein Willmars und den „Böhmischen Heustreuern“ bestens unterhalten wurde.

Am frühen Abend strapazierte dann Fredi Breunig das Zwerchfell seiner vielen Anhänger. Für musikalische Leckerbissen sorgten die „Deadhorse Big Band“ der Jazz-AG und der „Röhrende Fichtenbulle“, der von Blasmusik bis Rock alles in seinem Repertoire hatte.

Mit einem zünftigen Kesselfleischessen fand am Montag dann das musikalische Event im, am, vor und neben dem Dorfgemeinschaftshaus seinen finalen Schlusspunkt. Musikalische Akzente setzte dazu die Kolping-Kapelle aus Unterwaldbehrungen.

Musikertreffen im Besengau: Der farbenprächtige Festzug schlängelte sich am Sonntag durch Rödles.
Musikertreffen im Besengau: Der farbenprächtige Festzug schlängelte sich am Sonntag durch Rödles. Foto: Hahn

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