Im Kerzenschein gibt's viel zu erleben

Feurige Show: Die Gruppe „Greifenpack“ fesselte die Besucher der Erlebnisnacht am südlichen Stadteingang mit ihren mittelalterlichen Darbietungen. Foto: Fred Rautenberg (7), Peter Federlein

Was die zwölfte Erlebnisnacht zu bieten hatte, das war noch mehr als in den Jahren zuvor: eine beeindruckende Fülle von Beiträgen, Programmpunkte der unterschiedlichsten Art, alles eingebettet in den allgegenwärtigen Zauber der zahllosen Lichter, die Mellrichstadts Innenstadt wie unter einer großen Glocke erhellten. Die Fülle aller Attraktionen aufzuzählen, ist schier ein Ding der Unmöglichkeit. Aber einige Glanzpunkte des Programms verdienen es, hervorgehoben zu werden.

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Die Nacht der Lichter

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Der erste musikalische Beitrag um 18.30 Uhr hatte es schon in sich. Denn Mellrichstadts Organist Herbert Schmitt hatte die Besucher zu einem Orgelkonzert in die Stadtpfarrkirche St. Kilian eingeladen. Viele kamen und genossen die Atmosphäre in dem nur schwach erleuchteten Kirchenschiff. Schmitt bot eine Vielfalt an musikalischen Beiträgen, mit Komponisten aus dem 19. bis zum 21. Jahrhundert, und zeigte sein großes Können als Kirchenmusiker. Den krönenden Abschluss bildete die „Toccata Fantastica“ von 2010, komponiert von Matthias Nagel.

Einen Akzent der anderen Art setzte Michaela Drescher als Gäns-Franzl. Sie führte die Besucherschar von der Stadtkirche zu Orten, um die sich Sagen oder interessante Geschichten ranken. Eine ähnliche Exkursion durch die Stadt bot Peter Klier an: Er brachte im Fackelschein Besucher an die Orte, die er in seinen humorvollen Bildern von Alt-Mellrichstadt verewigt hat.

In der Carl-Fritz-Stube gab es gleich zwei Leckerbissen: Mitglieder von Mellrichstadts Theatertruppe „METTheater“ lasen humorvolle Geschichten des englischen Schauspielers Peter Ustinov vor. Wenig später kehrte dann der Sängerverein Mellrichstadt nach seiner Gesangstour durch die Hauptstraße ein und schmetterte deutsche Volkslieder. Gerd Hein begleitete sie mit seinem Akkordeon.

Musikalisch ging es auch im Café Art zu, wo das Trio „Saitenklang“ den Zuhörern fränkische Volksmusik vortrug. Bei „Rock im Hinterhof“ gegenüber dem Marktplatz erschallten musikalische Klänge von ganz anderer Art. Live-Musik gab es auch im Innenhof von Outdoor Link und im Hof der Schreinerei Gottwalt, wo viele gesellig beisammensaßen. Im Bürgerhaus wurden die Kinder mit Bastelarbeiten bis zum späten Abend beschäftigt.

Dort nahm Doris Knahl die Besucher auch auf ihre orientalischen Klangreisen mit. Brigitte Wukowojac, die im Bürgerhaus ihre Aquarelle ausstellt, lud ihre Mitbürger zum Malen auf eine Litfaß-Säule und zu einem Gewinnspiel ein.

Entlang der Hauptstraße, vom südlichen Stadteingang bis hinauf zum Pulverturm, im Fronhof und auf allen angrenzenden Plätzen pulsierte bei der Erlebnisnacht das Leben. Tausende von Besuchern schoben sich durch die Straßen. Das Feuerwerk kurz vor Mitternacht setzte den krönenden Abschluss unter eine Veranstaltung, die immer mehr Menschen ins Streustädtchen lockt.

Mellrichstadt, du hast es gut, möchte man angesichts dieser Vielfalt an Attraktionen sagen, du sprühst vor Ideen. Und vor allem: Du hast auch die Menschen, die diese Ideen zum Leben erwecken – wie eben wieder bei der jüngsten Erlebnisnacht.

 
Gemütlicher Plausch: Es gab gute Gespräche im Feuerschein.
Kleine Auszeit: geselliger Umtrunk am Linsenbrunnplatz.
Menschenmassen: Tausende Besucher genossen die Nacht.
Illuminiert: ein Plätzchen zum Rasten abseits des Gedränges.
Lichtgestalten: eine fröhliche Truppe bei der Erlebnisnacht.
Feuerball: eine Attraktion für große und kleine Besucher.
Macht Kindern Spaß: das fantasievolle Gestalten von Lichtbildern in der Stadt.

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