FILKE

In Filke packen die Bürger mit an

Bei einer Bürgerbefragung in Filke hatte sich die Mehrheit für die Schaffung eines Parkplatzes zwischen Friedhof und Kirche am Schmerbacher Weg ausgesprochen. Die Baumaßnahme, bei der acht bis zehn Stellflächen entstehen sollen, kann in den nächsten Wochen beginnen, wie Bürgermeister Reimund Voß bei der mit etwa 30 Zuhörern sehr gut besuchten Bürgerversammlung im Willmarser Ortsteil informierte. Im Zuge des Parkplatzbaus sollen auch einige Bäume gefällt werden, aufgrund der naturschutzrechtlichen Bestimmungen ist dies aber erst in der nächsten Winterperiode möglich.

Am Dorfplatz hat sich allerhand getan, vieles konnte dank tatkräftiger Mithilfe der Bürger bewirkt werden. Im Zuge der Umgestaltung des Platzes kommt die Gemeindeführung auch dem Wunsch von Eltern nach der Anschaffung neuer Spielgeräte nach. Anliegen war, Spielmöglichkeiten für die verschiedenen Altersgruppen einzurichten. So soll schon in Kürze die mobile Skateranlage angeliefert werden. Sie kann von Jugendlichen mit Skateboards genutzt werden, bietet sich aber auch für die Kleinen mit ihren Bobby-Cars oder Dreirädern an. Immerhin fast 4000 Euro lässt sich die Gemeinde die Anschaffung kosten. Angedacht ist außerdem noch die Anschaffung einer Spielturmkombination.

Willmars und Filke sind doch noch in den Genuss eines schnellen Internetanschlusses gekommen. Mit dem Bau einer Stromtrasse des Überlandwerks Rhön nach Neustädtles konnte gleichzeitig die Breitbandversorgung der Ortschaften realisiert werden. Die drei Orte haben dabei eigene DSLAM-Verteilereinrichtungen erhalten. Rund 180 000 Euro hat der Anschluss von Willmars und Filke gekostet, wovon 100 000 Euro mit einem staatlichen Zuschuss abgegolten werden konnten. Im Zuge der Gleichbehandlung, wonach beim Breitbandausbau jede Gemeinde in Rhön-Grabfeld nicht mit mehr als 20 000 Euro Eigenmitteln belastet werden sollte, hat der Landkreis 60 000 Euro beigesteuert.

Schlechter Empfang für Handys

Immer noch schlecht bestellt ist es um die Mobilfunk-Versorgung in Willmars und Filke. Aktuell ist noch keine schnelle Lösung des Problems in Sicht. Aufgrund der topografischen Lage mangelt es an der Verbindung zu den bestehenden Funkantennen in der Umgebung. Voß verwies auf die hohen Investitions- und Betriebskosten, die für eine Verbesserung nötig wären, außerdem gibt es im Gegensatz zum Breitbandausbau keine staatlichen Zuschüsse.

Nachdem in Willmars schon im Bereich Lappich-, Oberdorf- und Nicolstraße die Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgerüstet wurde, wofür die Gemeinde vom Bundesumweltministerium 40 Prozent Zuschuss bei eigenen Investitionskosten von knapp 23 000 Euro erhalten hat, möchte die Gemeindeführung weitere Straßenzüge umstellen, auch in Filke und Völkershausen. Die neue Technik bietet eine Stromersparnis von bis zu 60 Prozent. Durch die gewonnene Einsparung wäre es möglich, Lampen die ganze Nacht über brennen zu lassen, so Voß.

In Filke gibt es noch eine eigene Abwasserklärung. Gemeindeoberhaupt Voß erklärte, dass die drei Klärteiche alle zehn Jahre komplett geräumt werden müssen, die Maßnahme steht im kommenden Jahr an.

Neben dem Geschehen im Ortsteil Filke griff der Bürgermeister auch Aktuelles aus der Gesamtgemeinde auf. So informierte er unter anderem über Anschaffungen für die Feuerwehren und über die von der Regierung geplante Unterbringung von Asylbewerbern in den ehemaligen Zöllnerhäusern in Willmars (wir berichteten).

Schließlich hatten die Bürger das Wort. Mario Dutz erinnerte daran, dass 2014 die in den 90er Jahren getroffene Nutzungsvereinbarung für das Dorfgemeinschaftshaus abläuft. Da sich die Bevölkerung bei der Sanierung stark engagiert hatte, müssen Bürger aus Filke beim Anmieten der Räume lediglich die Verbrauchskosten für Strom, Wasser und Heizung bezahlen. Ob dies dann künftig auch so bleiben wird, darüber sollte nach Ansicht des Bürgermeisters das Gemeindegremium nach der im nächsten Jahr stattfindenden Kommunalwahl beraten.

Renovierungsarbeiten angeregt

Von Jürgen Baumbach lag ein Schreiben vor, in dem er eine Reihe von Renovierungsarbeiten am Dorfgemeinschaftshaus anregt. So müssten Decken und Wände im Saal neu gestrichen und der Fußboden der Bühne abgeschliffen und frisch versiegelt werden. Ein Teil der Arbeiten könnte in Eigenregie von Bürgern übernommen werden, was der Bürgermeister begrüßte. Da einige Deckenstrahler defekt sind, kam von Baumbach der Vorschlag, dass man sich Gedanken über die Umrüstung auf eine Strom sparende Technik machen sollte. Er wies zudem auf Risse im Mauerwerk hin, sie werden in Augenschein genommen.

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