Bad Neustadt

In Rhön-Grabfeld: Mit dem Azubi-Shuttle zur Lehrstelle

Ab dem kommenden Lehrjahr haben Ausbildungsbetriebe in der Peripherie bessere Chancen, an Berufsnachwuchs zu kommen. Die Auswahl für Azubis steigt.
Nicht immer sind Ausbildungsbetriebe leicht zu erreichen. Azubi-Shuttles sollen ab dem kommenden Jahr in Rhön-Grabfeld für Abhilfe sorgen. Foto: Handwerkskammer

Es gibt Ausbildungsstellen, die sind nur schwer erreichbar. Sei es, weil der Azubi noch keine 18 Jahre alt ist und kein Auto hat, sei es, weil der Ausbildungsbetrieb nur sehr schlecht oder überhaupt nicht mit öffentlichem Nahverkehr zu erreichen ist. Da platzt der Traum vom erhofften Ausbildungsberuf ziemlich schnell. Jetzt kommt Abhilfe in Rhön-Grabfeld - per Azubi-Shuttle. 

175 000 Euro vom Bund

Wie Jörg Geier, Chef der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung, im  Wirtschaftsausschuss berichtete, bekommt der Landkreis dafür innerhalb von zweieinhalb Jahren 175 000 Euro vom Bund als Förderung zur Verfügung gestellt. Antragsschluss für das Projekt war der erste April. Nun, so Geier kam die Nachricht, dass Rhön-Grabfeld in das entsprechende Förderprogramm aufgenommen wurde. Der Anstoß für dieses Projekt kam aus der Handwerkerschaft, so Geier, aber es gelte nicht nur für Ausbildungsbetriebe im Handwerk, sondern für alle Berufssparten.  

Das Interesse daran, Auszubildende auf diese Weise in die Peripherie des Landkreises zu den Ausbildungsbetrieben zu bringen, sei groß. Zunächst, so Geier, sollen vier Kleinbusse für den Transport der Azubis angeschafft werden. Elektro- oder Hybridfahrzeuge sollen es sein, die dann insgesamt 24 junge Leute transportieren können.  Nach dem jetzigen Stand der Dinge wird das aber frühestens im Frühjahr möglich sein. Auf jeden Fall soll es zum 1. September 2020 funktionieren, dem Beginn des nächsten Ausbildungsjahrs.

Zuzahlung 25 Euro

Ganz umsonst wird das für die interessierten Ausbildungsbetriebe nicht werden, so Geier, denn pro Azubis werden 25 Euro im Monat fällig. Nach welchem Modus die 24 Azubis ausgewählt werden, die von  dem Projekt profitieren, stehe derzeit noch nicht fest.  

Obwohl es das Ziel des Shuttle-Projekts ist, Azubis  vom Zentrum in die Peripherie zu bringen,  wollte Bruno Werner wissen, ob es mit den Shuttles auch möglich ist, Azubis zum Bahnhof oder Busbahnhof nach Bad Neustadt zu bringen, wenn diese in Berufsschulen außerhalb des Landkreises müssten. Speziell dafür würden die Shuttles nicht eingesetzt, erklärte Geier, aber natürlich könne man jederzeit dort aussteigen.  Auf jeden Fall sei Rhön-Grabfeld mit seinem Azubi-Shuttles bundesweit innovativ, betonte er.

Die Anregung von Thorsten Raschert, dass das Projekt nicht nur in den Ausbildungsbetrieben, sondern auch in den Schulen vorgestellt werden sollte, bezeichnete Landrat Thomas Habermann  als gute Idee. Diese werde man auf jeden Fall aufgreifen.

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