FLADUNGEN

Investition in Fladungens Zukunft

Im Beisein zahlreicher Bürger enthüllten die Altbürgermeister Raimund Goldbach (Zweiter von rechts) und Robert Müller (4. von links) die Gedenktafel zum Abschluss der Dorferneuerung. Darüber freuten sich (von links): Baudirektor Jürgen Eisentraut vom Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken und sein Kollege Dieter Heim, Bürgermeisterin Agathe Heuser-Panten sowie Zweckverbandsvorsitzender und Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel (Dritter von rechts) und Edi Bambach, Ortsbeauftragter der Flurbereinigung Fladungen-Oberfladungen.
Im Beisein zahlreicher Bürger enthüllten die Altbürgermeister Raimund Goldbach (Zweiter von rechts) und Robert Müller (4. von links) die Gedenktafel zum Abschluss der Dorferneuerung. Darüber freuten sich (von links): Baudirektor Jürgen Eisentraut vom Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken und sein Kollege Dieter Heim, Bürgermeisterin Agathe Heuser-Panten sowie Zweckverbandsvorsitzender und Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel (Dritter von rechts) und Edi Bambach, Ortsbeauftragter der Flurbereinigung Fladungen-Oberfladungen. Foto: Franziska Sauer

Die Gesamtkosten, von denen 5,4 Millionen Euro im Rahmen der Dorferneuerung gefördert wurden, betrugen zwölf Millionen Euro. Eine stolze Summe, „aber eine gute Investition in die Zukunft“, war sich Baudirektor Jürgen Eisentraut vom Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken (ALE) sicher.

Goldbachs wichtige Zeitungslektüre

Vor 40 Jahren brachte ein Zeitungsartikel alles ins Rollen: Altbürgermeister Raimund Goldbach erinnerte sich, wie er damals über „Dorfkosmetik durch Dorferneuerung“ las. Seiner Initiative war es zu verdanken, dass am 27. November 1979 mit der Dorferneuerung begonnen werden konnte.

Mit im Stadtrat saß damals auch Edi Bambach, langjähriger Ortsbeauftragter der Flurbereinigung Fladungen-Oberfladungen. In all den Jahren war er die treibende Kraft hinter der Dorferneuerung. „Ich habe 330 Verhandlungen geführt“, erinnerte sich Bambach, der sich damals zusammen mit Baudirektor Jürgen Eisentraut und seinem Kollegen Dieter Heim vom ALE erfolgreich durch Fladungen „kämpfte“. Dabei wurden über 800 Grundstücksgrenzen neu festgelegt und über 6400 Grenzsteine neu gesetzt, informierte Eisentraut. „Folge: Das Katasterkartenwerk in Fladungen ist auf dem neusten Stand.“ Sein Dank galt allen, die an der Dorferneuerung beteiligt waren, besonders Edi Bambach, „der treibenden Kraft im Vorstand der Teilnehmergemeinschaft“.

Müllers Veränderungsbereitschaft

18 Jahre lang, davon zwölf als 1. Bürgermeister, war auch Altbürgermeister Robert Müller Teil der Flurbereinigung. Er erinnerte sich an „jede Menge Gespräche“ und „ganz viele Veränderungen“. Allein 15 Jahre hätte damals die Planung für den Dorfweiher in Oberfladungen gebraucht. „Keiner hat mehr daran geglaubt, aber wir haben es doch noch gedeichselt.“ Auch das Scheunenviertel sei Dank der Dorferneuerung zu einem Markenzeichen der Stadt geworden.

Ein weiteres Fladunger Markenzeichen ist das Fränkische Freilandmuseum. Dem Dorferneuerungsverfahren ist es zu verdanken, dass über Jahre hinweg Flächen für das heutige Museumsareal erworben werden konnten. „Das war nicht selbstverständlich“, meinte der Zweckverbandsvorsitzende, Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel. Ohne das Mitwirken der Flurbereinigung wäre das Freilandmuseum heute nicht da, wo es ist, so Dotzel weiter. „Dafür bin ich sehr dankbar – auch im Namen des Bezirks.“

Bambach: Ein Segen für ganz Fladungen

Im Grunde war die Dorferneuerungsmaßnahme „ein Segen für ganz Fladungen“, brachte es Edi Bambach auf den Punkt. Und auch Altbürgermeister Robert Müller stellte fest: „Wir haben alles richtig gemacht!“. Denn neben einer Vielzahl an Ortsstraßen, u. a. Dr.-Höffling-Straße, Schleich- und Mühlgasse sowie Obere Pforte, wurden auch das Scheunenviertel, das Backhaus, die Wege an der Stadtmauer, der Stadtgraben mit seinen Kleingärten, der Fußweg von Fladungen nach Oberfladungen sowie der Fußweg zum Fränkischen Freilandmuseum komplett saniert. Als letzte große Maßnahmen konnte sogar noch das Fladunger Nahwärmenetz in Betrieb genommen werden.

Gedenktafel eingeweiht

Eine stolze Leistung, die Bürgermeisterin Agathe Heuser-Panten für die Nachwelt festhalten wollte. Deshalb ließ sie eine Gedenktafel in der Oberen Pforte anbringen – dort hatte man damals im Rahmen der Neugestaltung bereits einen besonders schönen Stein an den Kopf des offenen Bachlaufes gesetzt, wie Edi Bambach noch wusste. Diese Gedenktafel wird nun immer an das Dorferneuerungsverfahren erinnern, freute sich Heuser-Panten.

Aber: „Nach der Dorferneuerung ist vor der Dorferneuerung“, betonte Altbürgermeister Raimund Goldbach. Und auch Edi Bambach bemerkte, dass noch 120 Meter der Stadtmauer renoviert werden müssen. „Ich wünsche und hoffe, dass es weitergeht.“ Diesem Wunsch schloss sich auch Altbürgermeister Robert Müller an: „Ich hoffe, dass wieder so etwas nach Fladungen kommt“.

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