Ipthausen

Ipthausen: Vorfreude auf Ende der Dorferneuerung Ende 2020

Bis Ende des Jahres sollen alle Wasserleitungen und Kanalanschlüsse in Ipthausens Ortsmitte gelegt sein, im Frühling sind die Stromleitungen an der Reihe. Foto: Regina Vossenkaul

Die laufende Dorferneuerung war das Hauptthema in der Bürgerversammlung in Ipthausen. Trotz aller derzeitiger Behinderungen und der momentanen Schotterpisten freuen sich die Anwohner auf das attraktive Ergebnis im kommenden Jahr.

Fast eineinhalb Stunden dauerte zunächst der Vortrag von Bürgermeister Thomas Helbling, in dem er Zahlen und Fakten sowie die Bauvorhaben in der Stadt präsentierte. Ipthausen ist mit 194 Bewohnern von insgesamt 6329  in Bad Königshofen der kleinste Stadtteil. Die Renovierung von zwei weiteren Bildstöcken, nachdem bereits im Vorjahr vier davon wiederhergestellt wurden, erwähnte der Bürgermeister. Die Kosten in Höhe von 5000 Euro deckten Vereine und private Spender, dazu gab es Zuschüsse vom Bezirk und vom Landkreis.

Viele Spenden für Feuerwehrauto

Als Feldgeschworene wurden in Ipthausen Bernd Burger und Jochen Schmitt neu vereidigt, für 40 Jahre im Dienst wurde Andreas Mack geehrt. Wichtig für Ipthausen war die Anschaffung eines gebrauchten Feuerwehrfahrzeugs (TSF), das kürzlich eingeweiht wurde, so der Bürgermeister. Von den Kosten in Höhe von 17 500 Euro waren 10 000 Euro durch Spenden gedeckt. Deshalb habe der Stadtrat dieser außerplanmäßigen Ausgabe zustimmen können.

Der Bauhof hat viele Arbeiten in Ipthausen übernommen, darunter die Grabenreinigung, die Heizungsreparatur bei der Feuerwehr, den Einbau von Glasbausteinen an der Vogelvoliere und Ausbesserungen mit Fräsgut.

"Unser Vorgehen war genau richtig", stellte der Bürgermeister bezüglich der Dorferneuerung fest, denn am Anfang hatte man sich darauf geeinigt, zunächst die Projekte, die Bürger finanziell nicht belasten, wie Kirchenumfeld und Weißbach, durchzuführen. Dass danach die Straßenausbauumlagen entfallen und die Zuschüsse des Amts für Ländliche Entwicklung steigen, wusste damals noch niemand, umso leichter fällt es jetzt, an den Ortskern heranzugehen. Dort wurden zunächst Kanalrohre und Wasserleitungen erneuert, was wirklich nötig war, wie eindrucksvolle Fotos vom für den Tiefbau zuständigen Verwaltungsmitarbeiter Rainer Jäger zeigten.

Leerrohre für Glasfaserkabel

Die letzten Abwasser- und Wasserleitungen sollen bis Ende des Jahres verlegt sein, dann erfolgen die Ausschreibungen für die nächsten Schritte und das Planfeststellungsverfahren läuft beim Amt für ländliche Entwicklung. Die Stromkabel sollen im Frühjahr 2020 verlegt werden, dabei hat das Bayernwerk zugesagt, Leerrohre einzubauen, um spätere Glasfaser-Hausanschlüsse zu erleichtern. Die Straßenoberfläche wird laut Plan im Sommer hergestellt, bis dahin müssen sich die Ipthäuser gedulden. Jäger erläuterte auch den an der Wiese vor der Kirche eingerichteten Dunsthut, eine Entlüftung für die aus Eyershausen kommende Abwasserdruckleitung.

Ipthausens Stadträtin Ruth Scheublein hatte noch einige Anregungen für Verbesserungen mitgebracht, unter anderem sollte das Dach der Vogelvoliere erneuert und ein weiteres Gerät für den Spielplatz angeschafft werden. Ebenso wie der Bürgermeister bedankte sie sich bei allen, die sich ehrenamtlich im Dorf engagieren.

In der Diskussion wurde angeregt, am Ende der Dorferneuerung ein Fest zu feiern. Ob es einen Nachfolger für den Kinderarzt gibt, wurde gefragt, dieser praktiziere noch rund zwei Jahre, so die Antwort. Es sei unklar, ob sich anschließend ein Arzt findet, der sich in Bad Königshofen niederlassen will.

Bei der Bürgerversammlung moniert: Der schön angelegte, aber inzwischen zugewachsene Weißbachabschnitt hat zu wenig Durchfluss und muss ab und zu gepflegt werden. Foto: Regina Vossenkaul

Der schön gestaltete Weißbach sollte ab und zu gepflegt werden, hieß es. Weiches Wasser wünschen sich die Bürger und für den Weihnachtsmarkt am 30. November eine möglichst homogene Schotterfläche in der Ortsmitte, was zugesagt wurde. Warum nicht gleich ein Abwasser-Trennsystem eingebaut wurde, wollte ein Bürger wissen. Dazu verwies Jäger auf die hohen Kosten und auf die erfolgte Ableitung des Dachwassers von rund 1000 Quadratmeter Dachfläche direkt in den Weißbach. Bei größeren Dimensionen sind erhöhte Auflagen zu erfüllen.

Sollte der Dorfbrunnen wieder aktiviert werden, sei es sinnlos, ihn einfach laufen zu lassen angesichts der Wasserknappheit, sagte ein Anwohner. Dafür könne man eine Lösung finden, die Bewohner würden dort Wasser schöpfen für das Gießen der Grünflächen, sagte Jäger. 

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