Ipthausen

Ipthausen bleibt noch lange eine Großbaustelle

Alles im grünen Bereich: Bei der Baustellenbesichtigung in der vergangenen Woche im Ortskern von Ipthausen zeigten sich Polier Bodo Krieg (von links), Streck-Eisenmann-Geschäftsführer Jochen Schumm, Rainer Jäger vom städtischen Tiefbauamt und Harald Räth vom Ingenieurbüro Demling... Foto: Alfred Kordwig

Nein, als schön kann man Ipthausen momentan wirklich nicht bezeichnen, schaut man sich in der kleinen Ortschaft den großen Dorfplatz und einige Nebenstraßen an.  Grund: Vor einigen Wochen begannen im Ortskern umfangreiche Tiefbauarbeiten, um Kanalisation und Wasserleitungen von Grund auf zu sanieren.

Start war vor fünf Jahren

Die Baumaßnahmen sind Teil einer weiteren Phase der Dorferneuerung von Ipthausen, mit der vor fünf Jahren begonnen wurde. Damals wurde in Bad Königshofens kleinstem Ortsteil zum einen die Neugestaltung des Platzes vor der Wallfahrtskirche in Angriff genommen. Zum anderen wurde auch der Kirchenpark neu gestaltet, der Weisbach renaturiert und eine Grillhütte errichtet, was insgesamt rund 600 000 Euro kostete.

Für den nächsten Abschnitt der Ipthäuser Dorferneuerung, mit dem vor zehn Wochen gestartet wurde, muss die Stadt Bad Königshofen eine weitaus höhere Summe einplanen. Vorgesehen sind Ausgaben in Höhe von insgesamt rund drei Millionen Euro vor. Das hört sich viel an, ist für die Kommune aber finanzierbar, schließlich gibt es Fördermittel zum Beispiel vom Amt für ländliche Entwicklung, das für die Dorfverschönerung mindestens 49 Prozent Zuschuss versprochen hat. Dazu kommen weitere Zuschüsse, zum Beispiel fünf Prozent aus dem ILEG-Programm.   

Ersatzzahlungen beantragt

Zudem müssen die Kosten für die neuen Kanäle und Wasserleitungen gesondert gesehen werden. Die schlagen alleine mit über 1,3 Millionen Euro zu Buche (Kanal 880 000 Euro, Wasserleitungen 445 000 Euro). Diese Ausgaben wurden bereits bei der Kalkulation der Wasser- und der Abwassergebühren berücksichtigt. Was die Kosten für die dann im nächsten Jahr anstehenden Straßenausbauarbeiten betrifft, kann sich die Kommune  dieses Geld zwar nicht mehr von den Anliegern zurückholen. Bekanntlich wurden  in Bayern die Straßenausbaubeiträge abgeschafft.

Kaum noch ein Durchkommen: Die momentan in Ipthausen laufenden Tiefbauarbeiten verlangen auch den Anliegern einiges ab. Foto: Alfred Kordwig

Dass die Stadt trotzdem einen Großteil ihrer Investitionen ersetzt bekommt, davon ist Rainer Jäger vom städtischen Tiefbauamt fest überzeugt. „Wir haben bereits Ersatzzahlungen für die abgeschafften Herstellungsbeiträge beantragt“, so Jäger bei einer Baustellenbesichtigung vor wenigen Tagen, an der neben Harald Räth vom Bad Neustädter Planungsbüro Demling auch Jochen Schumm, Geschäftsführer der ausführenden Mellrichstädter Baufirma Streck-Eisenmann, und der vor Ort verantwortliche Polier Bodo Krieg teilnahmen.

Wöchentliche Besprechungen

Seit Baubeginn finden solche Baustellenbesuche regelmäßig einmal pro Woche statt. Beim Jour Fixe in der vergangenen Woche zeigten sie Jäger und seine Gesprächspartner zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Arbeiten, die unter anderem das Verlegen von 630 Meter neuen Abwasserleitungen beinhalten. Dazu kommen etwa 40 neue Hausanschlüsse. „Wir werden den Tiefbau in absehbarer Zeit abschließen können“, ist Rainer Jäger zuversichtlich, dass auch in den kommenden Wochen und Monaten alles weiter nach Plan läuft.

Schweres Gerät im Einsatz: Seit zehn Wochen wird in Ipthausen an fast jeder Ecke gebaggert, um die Ortskanäle und Wasser... Foto: Alfred Kordwig

Mit der Aufnahme der im östlichen Ortsbereich von Ipthausen anstehenden Tiefbauarbeiten wird es zu einer Vollsperrung der Ortsdurchfahrt kommen. „Ab Ende August wird es nicht mehr möglich sein, von Bad Königshofen kommend zur B 279 zu fahren“, so Jäger. Er gehe nach jetzigem Planungsstand davon aus, dass diese Sperrung bis weit in das Jahr 2020 bestehen bleiben wird.

Neue Grünflächen im Ortskern

Grund: Gleich nach dem Winter soll es mit der eigentlichen Neugestaltung des Ipthäuser Ortskerns weitergehen. Wie beim Tiefbau ist auch bei dieser Maßnahme das Ingenieurbüro Demling aus Bad Neustadt federführend. Nach Abschluss dieser Dorfverschönerung, mit der das Verlegen von neuen Strom- und Telekommunikationsleitungen einher geht, wird Ipthausen dann optisch nicht mehr wiederzuerkennen sein. So ist laut Planungsbüro-Mitarbeiter Harald Räth neben dem Anlegen neuer Grünflächen und dem Anpflanzen von Büschen und Bäumen eine teilweise Verengung der Straßenführungen und die Pflasterung der dadurch entstehenden neuen Gehwege und Parkflächen  vorgesehen. „Die beiden Brunnen im Dorf bleiben erhalten und werden in das Gesamtkonzept mit eingebunden“, so Räth, der auch auf die Schaffung von Ruhezonen und einen kleinen, speziell für Radtouristen vorgesehenen Fahrradstellplatz hinweist.

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