Irmelshausen

Irmelshausen feierte mit Gögerschlag und Kirmespredigt

Wer trifft den Topf? Die Mädchen versuchten ihr Glück mit verbundenen Augen. Foto: Regina Vossenkaul

Vier Tage lang feierte Irmelshausen die Kirmes, in diesem Jahr mit zehn Burschen und 13 Mädchen, Veranstalter war der Burschenverein in Zusammenarbeit mit dem TSV. Durchhaltevermögen war gefragt, denn ab Freitag waren die Kirmesleute unterwegs, zunächst beim "Ansaufen" und dem Auslosen der Kirmespaare. Die Burschen müssen das Mädchen, das der Zufall ihnen zur Seite stellt, freihalten und abends nach Hause bringen, so will es der Brauch.

Gögerschlag

Am Samstag wurden Kirmesbäume aus dem Wald geholt und an den zwei Wirtshäusern, an der Kirche und an der Milzgrundhalle aufgestellt. Abends war die ganze Umgebung zum Kirmestanz mit der Partyband "Let’s Dance" eingeladen. Der Zug der Kirmespaare durchs Dorf fand am Sonntag statt, anschließend war Festbetrieb mit einem Alleinunterhalter. Der Höhepunkt des Festes schloss gleichzeitig die Feiertage ab: Gögerschlag und Kirmespredigt standen am Montagnachmittag auf dem Programm. Die Kirmesmusikanten begleiteten den Zug durchs Dorf zur Milzgrundhalle, wo sich viele Zuschauer eingefunden hatten.

Der Hahn, Sinnbild für die Sünden des Dorfes, wurde unter den großen Tontopf gesteckt, dann versuchten die Mädchen mit verbundenen Augen den Topf zu treffen, was nach mehreren Fehlversuchen auch gelang. Der Hahn wurde befreit und der Topf zerschmettert. Nach einem gemeinsamen Tanz fand die Predigt statt und alle waren neugierig, welche Bürger diesmal Stoff für den Vortrag geliefert haben.

Pleiten, Pech und Pannen

Von Pech und Pannen erzählte Prediger Marvin Müller in gereimter Form. Auf Kurioses im Weltgeschehen ging der Prediger ein, darunter auf einen machthungrigen USA-Präsidenten, der glaubt China mit Strafzöllen in die Knie zwingen und Grönland kaufen zu können. 

Die Geschichte von der Frau, die mit ihrer Tochter ins Kino nach "Künzofe" fuhr, aber alles nur verschwommen sah, sorgte für Heiterkeit. Sie hatte in der Eile die Kontaktlinsen ihres Mannes erwischt.  Erwähnt wurden auch der Bursche, der in der Milzgrundhalle eingeschlossen wurde, als er ein kurzes Schläfchen im Nebenraum hielt.

Vier Tage Kirmes gingen damit zu Ende, die Veranstaltungen waren gut besucht, war vom Burschenverein zu hören. Die Mitglieder sammeln jetzt wieder Anekdoten und Missgeschicke für die nächste Kirmespredigt.  

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