Ja, do schau her!: Streusalz ist hochspekulativ

Ja, do schau her: Die verschwundene Lichterkette

Nicht nur das ganze Debakel um Christian „Lonesome“ Wulff bringt uns derzeit zum Nachdenken über Moral, über die ethischen Prinzipien unseres Handelns und über unsere charakterliche Vorrangstellung vor Menschen wie jenem Banker, über den der Leserbriefschreiber nebenan so trefflich sinniert.

Nun, mit Abzockern, Spekulanten und Hedgefonds-Managern aus den Heuschreckenschwärmen wollen wir nichts zu tun haben.

Und doch haben wir uns dabei erwischt, wie wir auf Anraten eines Nachbarn unseren triebhaften Sinn fürs spekulieren entdeckt haben. „Ich kauf' mein Streusalz im November, da ist es billiger, bevor es wieder ausgeht und die Preise aufs Doppelte steigen für den Sack!“

Das war einleuchtend wie jedes Angebot, das einem Finanzberater so unterbreiten. Also räumten wir die Garage von Überflüssigem wie dem Fahrzeug und widmeten sie zum Salzlager um, bis in den frühen Mai, so berechneten wir, könnte jede Nacht ein Blizzard über unsere Garageneinfahrt hinwegfegen, wir aber wären tausalzmäßig gerüstet gewesen.

Und nun? Wir haben uns maßlos verspekuliert und sitzen auf unseren Salzsäcken auf Ramschniveau und bringen es nicht an den Mann, respektive auf den Schnee.

Nun, wenn unser Leben ein Bankgeschäft wäre, würden wir die Salzsäcke einfach auf eine Bad-Garage auslagern und munter weiterspekulieren im nächsten Jahr. Da wir aber im richtigen Leben sind, müssen wir schauen, wie wir mit unserer Fehlspekulation klar kommen.

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