WECHTERSWINKEL

Josef Demar: „Ein schöner Tag für das Ehrenamt“

Ehrenamtlich engagiert: Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt bekamen (vorne von links) Anna Mangold, Helga Müller und Erna Schneyer aus der Hand von Josef Demar überreicht. Oberelsbachs Bürgermeisterin Birgit Erb und Wollbachs Ortsoberha... Foto: Hahn

Wenn sich Bürger jahrelang für ihr Dorf oder ihre Stadt einsetzen, Freizeit für die Gemeinschaft und die Bevölkerung opfern und sich um die Verbesserung der Lebensbedingungen sorgen, dann ist das nicht selbstverständlich. Daher ist es seit Jahren Brauch, dass der Landkreis diese Personen in einem würdigen Rahmen ehrt und deren Verdienste um das Gemeinwohl würdigt. Den passenden Rahmen für diesen Landkreis-Ehrenabend bildete der Festsaal im Kreiskulturzentrum „Kloster Wechterswinkel“.

Auch Verabschiedungen

Eine Reihe verdienter Persönlichkeiten aus dem Landkreis – zumeist in Begleitung ihrer Bürgermeisterinnen und Bürgermeister – konnte in Vertretung von Landrat Thomas Habermann sein Stellvertreter, Josef Demar (Großbardorf), willkommen heißen. Neben der Verleihung von kommunalen Dankurkunden und von Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt freute sich Demar auch, Mitarbeitern des Landkreises zu Arbeitsjubiläen gratulieren zu dürfen. Außerdem verabschiedete er einige Dienstkräfte in den Ruhestand. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Überreichung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an den früheren Bürgermeister von Junkershausen, Max Warmuth.

Wertschätzung für das Ehrenamt

„Das ist heute ein schöner Tag für?s Ehrenamt “, stellte Demar zufrieden fest , der die Bedeutung des Ehrenamtes unterstrich und betonte, dass ehrenamtliches Engagement „nicht hoch genug bewertet werden kann und die Anerkennung des Landkreises verdient. Ohne diese Verdienste könne eine funktionierende und sich respektierende Gemeinschaft nicht gewährleistet werden. Anni Mangold aus Oberelsbach ist eine solche Person, die seit 25 Jahren an der Spitze der Damengymnastikgruppe des TSV Oberelsbach steht. Auch mit 75 ist sie für ihre Mitbürgerinnen und deren sportliche Betätigung da. „Ihr besonderes ehrenamtliches Engagement zur Förderung der eigenen und der Gesundheit ihrer Mitmenschen ist ungebrochen“, lobte Demar und überreichte ihr das „Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern“. Ebenfalls damit ausgezeichnet wurde ihre Mitbürgerin Helga Müller, die seit 1988 den Vorsitz im Oberelsbacher Johannes-Zweigverein innehat. Der Verein hat es sich, nachdem die Trägerschaft des Kindergartens 1988 auf die Marktgemeinde überging, zur Aufgabe gemacht, die Sozialstation Sankt Kilian in Mellrichstadt durch Alten-, Kranken- und Familienpflege zu unterstützen. Helga Müller fungierte von Anfang an als „Motor des Vereins“, hob Demar hervor. Mit eigenen finanziellen Mitteln und unter Einsatz ihrer Arbeitskraft habeder Verein vor wenigen Jahren eine Lagermöglichkeit für Pflegemittel eingerichtet. Ein weiteres Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten bekam Erna Schneyer aus Wollbach. Sie bringt sich seit über 40 Jahren ehrenamtlich in der Pfarrgemeinde Wollbach ein. Von 1984 bis 2002 leitete sie dort den Seniorenkreis und rief 1984 eine Seniorengymnastikgruppe ins Leben, die sie bis 2010 leitete. Zwölf Jahre lang gehörte sie dem Pfarrgemeinderat an, betete 15 Jahre bei Wallfahrten vor und war 35 Jahre lang Lektorin. Außerdem verwaltet sie das Pfarrheim.

Leuchtende Beispiele

Josef Demar stellte die drei Damen als leuchtende Beispiele vor und forderte dazu auf, ihnen nachzueifern. Den musikalischen Rahmen dieses Abends lieferte ein Gitarren-Sextett der Kreismusikschule Bad Königshofen. In der Besetzung mit Sarah Elsner, Simon Borst, Nina Breunig, Anna Mack und Nils Rösner boten die fünf Talente unter Leitung von Musiklehrer Jaroslaw Kantorski klassische Melodien und Tanzlieder.

Verdiente Kommunalpolitiker

Im Festsaal des Kreiskulturzentrums konnte Josef Demar langjährige und verdiente Kommunalpolitiker mit der „Kommunalen Dankurkunde“ des Bayerischen Staatsministers des Inneren, für Bau und Verkehr als Würdigung ihres Einsatzes und ihres Engagements zugunsten der Allgemeinheit danken. Neben der Dankurkunde bekamen sie ein kleines Präsent überreicht. Die Urkunde ging an Helmut Zehner, Bad Königshofen (Stadtrat von 1996 bis 2014; Mitglied im Verwaltungsrat der Kur-Betriebs-GmbH).

Angelika Wilimsky, Bad Königshofen, (Stadträtin seit 1996, Kreisrätin seit 2001).

Martin Warmuth, Herbstadt (Gemeinderat von 1996 bis 2014; Zweiter Bürgermeister von 2002 bis 2008.

Doris Warmuth, Sulzdorf, Gemeinderätin seit 1996; Zweite Bürgermeisterin seit 2008).

Siegfried Stürzel, Aubstadt (Gemeinderat von 1996 bis 2014).

Egon Sturm, Bischofsheim (Stadtrat seit 1996, Zweiter Bürgermeister von 2008 bis 2014).

Edgar Schöppner, Bischofsheim (seit 1990 Stadtrat, Dritter Bürgermeister von 1996 bis 2002)

Wolfgang Schneider, Ostheim (Stadtrat von 1996 bis 2014, Beauftragter für Gesundheit, Senioren- und Behindertenfragen).

Manfred Röhner, Höchheim (Gemeinderat von 1996 bis 2014).

Winfried Pöpperl, Bischofsheim (Stadtrat von 1996 bis 2014, Sportreferent seit 1999).

Peter Kuhn, Althausen (seit 1996 Stadtrat, Referent für Kanalisation und Kläranlagen).

Reinhard Köhler, Aubstadt (Gemeinderats seit 1996, Zweiter Bürgermeister seit 2002).

Matthias Klöffel, Großbardorf („Vorbild für viele Kommunalpolitiker“, Gemeinderat seit 1996).

Waltraud Kleinert, Sulzfeld („das kommunalpolitische und ehrenamtliche Gewissen“, Gemeinderätin seit 1996; Dritte Bürgermeisterin seit 2002).

Joachim Horschel, Sondheim, (Gemeinderat von 1984 bis 1990 und von 2002 bis 2014).

Richard Grief, Fladungen (Stadtrat von 1996 bis 2014; Ortssprecher des Stadtteils Leubach).

Günter Faulstich, Bischofsheim (Stadtrat seit 1990).

Manfred Endres, Großbardorf (Gemeinderat von 1996 bis 2014; Zweiter Bürgermeister von 1996 bis 2014.

Gerd Bauer, Trappstadt (Gemeinderat von 1996 bis 2014; Zweiter Bürgermeister von 2002 bis 2008).

Am Ehrenabend nicht anwesend, aber dennoch ausgezeichnet mit der Kommunalen Dankurkunde wurden:

Manfred Zeis, Trappstadt (Gemeinderat von 1996 bis 2014).

Ralf Seidling, Sulzdorf (Gemeinderat seit 1996; Dritter Bürgermeister seit 2002).

Thea Schmidt, Bischofsheim (Stadträtin seit 1996; Sozialbeauftragte).

Wohlverdienter Ruhestand: In den Ruhestand verabschiedete stellvertretender Landrat Josef Demar Mitarbeiter des Landrats...
Ein Vierteljahrhundert im öffentlichen Dienst tätig: Josef Demar (vorne Mitte) freute sich, Dienstjubilare des Landratsa...
Dank für kommunalpolitisches Engagement: Eine große Anzahl langjähriger, verdienter Kommunalpolitiker wurde im Rahmen de... Foto: Fotos (5): Klaus Dieter Hahn

Schlagworte

  • Wechterswinkel
  • Angelika Wilimsky
  • Egon Sturm
  • Ehrenamtliches Engagement
  • Gemeinwohl
  • Josef Demar
  • Kloster Wechterswinkel
  • Kur-Betriebs-GmbH
  • Manfred Endres
  • Peter Kuhn
  • TSV Oberelsbach
  • Wolfgang Schneider
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!